Naher Osten

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„Ihr habt es versprochen“: Iraner äußern Enttäuschung über mangelnde internationale Intervention

Aktivisten erklären gegenüber israelischen Medien, dass sie das Gefühl haben, Trump und Israel würden die Iraner im Stich lassen, betonen jedoch, dass es noch nicht zu spät sei, zu handeln.

Iran
Mitglieder der iranisch-jüdischen Gemeinde in Israel und Unterstützer protestieren am 16. Januar 2026 in der Nähe der Außenstelle der US-Botschaft in Tel Aviv zur Unterstützung des iranischen Volkes. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Zwei prominente iranische Dissidenten haben aus dem Exil eine deutliche Botschaft an Amerika und Israel gerichtet: Die Zeit der symbolischen Solidarität ist vorbei. Jetzt sind entschlossene Maßnahmen gefragt.

In Äußerungen gegenüber israelischen Medien warnten Navid Mohebbi und Khosro Isfahani – Mitglieder der in den USA ansässigen Oppositionsgruppe NUFDI (National Union for Democracy in Iran) und enge Vertraute von Kronprinz Reza Pahlavi – dass die Protestbewegung im Iran zwar weiterhin aktiv, aber gefährdet sei. Ohne Unterstützung von außen, so sagen sie, laufe die Bewegung Gefahr, von einem Regime ausgelöscht zu werden, das weiterhin ungestraft gegen Dissidenten vorgeht.

„In Israel riefen sie die Iraner zum Aufstand auf“, erklärte Mohebbi, ein ehemaliger politischer Gefangener, der 2011 aus dem Iran floh, gegenüber dem israelischen Nachrichtenportal N12. „Die Menschen taten es. Es kam zu einem Massaker. Und dann kam niemand. Die Enttäuschung ist kaum zu beschreiben.“

Während sich die weltweite Aufmerksamkeit derzeit darauf konzentriert, ob US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf die militärische Infrastruktur des Iran genehmigen wird, drängen Stimmen aus der iranischen Opposition Israel, sich nicht herauszuhalten.

„Dieses Regime aktiviert bereits seine Stellvertreter, um Israel anzugreifen“, fuhr Mohebbi fort. „Letztendlich müsst ihr euch sowieso mit dem ballistischen Arsenal des Iran auseinandersetzen – warum also nicht jetzt?“

„Der Aufstand lebt noch“

Khosro Isfahani, ein Menschenrechtsaktivist, der nach Drohungen gegen sein Leben aus dem Iran geflohen ist, weist die Vorstellung zurück, dass die Protestbewegung abgeklungen sei.

„Die Proteste sind nicht verschwunden – sie haben sich angepasst“, sagte er. „Dies ist immer noch ein Krieg, und Taktiken ändern sich. Der Aufstand lebt noch.“

Trotz Ermüdung, Angst und wachsendem Zynismus gegenüber internationalen Versprechungen besteht Isfahani darauf, dass die Chance noch immer besteht. „Wir hoffen weiterhin“, sagte er. „Die Menschen sind bereit, Hilfe anzunehmen – von jedem, von überall.“

Beide Männer weisen auf eine bittere Ironie hin: Während das iranische Regime Waffen und Milizen schickt, um Israel anzugreifen, zögert Jerusalem, Bemühungen zu unterstützen, das Regime von innen heraus zu stürzen. Laut Mohebbi stärkt diese Doppelmoral nur die interne Narrative des Regimes: „Sie sagen den Iranern, dass man dem Westen nicht trauen kann. Leider klingt das langsam glaubwürdig.“

Kronprinz Pahlavi: Ein Anführer, der aus dem Exil hervortritt

Im Mittelpunkt ihrer Vision für einen Iran nach dem Regime steht Kronprinz Reza Pahlavi, dessen Name trotz brutaler Unterdrückungsmaßnahmen bei Protesten im ganzen Land skandiert wurde.

„Noch nie zuvor wurde eine Oppositionsfigur vom Volk so offen gepriesen“, sagte Isfahani. „Die Menschen rufen seinen Namen, während sie beschossen werden. Das bedeutet etwas.“

Pahlavis Umfeld – darunter auch Mohebbi, der an der Ausarbeitung seiner außenpolitischen Vision mitgewirkt hat – sieht einen säkularen, demokratischen Iran, der sich dem Westen annähert und offen strategische Beziehungen zu Israel anstrebt.

„Ich möchte, dass die Israelis wissen: Das iranische Regime und das iranische Volk sind nicht dasselbe“, betont Mohebbi. „Wir wollen eine gute Beziehung zu Israel.“

„Die Frage ist nicht ob, sondern wann“

Trotz Verzögerungen und Enttäuschungen sind beide Männer weiterhin davon überzeugt, dass ein Regimewechsel bevorsteht – und dass es nun nur noch darum geht, wie viel Blut vergossen werden wird, bevor die Welt eingreift.

„Das wird gelingen“, sagte Isfahani. „Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Und wir hoffen, dass Hilfe kommt, bevor noch mehr Menschen getötet werden.“

Die Botschaft der iranischen Opposition ist ebenso dringlich wie klar: Es ist noch Zeit zu handeln. Aber die Zeit ist nicht unbegrenzt.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “„Ihr habt es versprochen“: Iraner äußern Enttäuschung über mangelnde internationale Intervention”

  1. Francis Mo sagt:

    Es ist an der Zeit zu Handeln.
    Vernichtung der Hamas, der Hisbollah und das Mullah-Regime in Iran

  2. Stephan Wolf sagt:

    Die Opposition im Iran wird sich organisieren, vernetzen und bewaffnen und man wird die Gunst der Stunde ergreifen, und massiv und gezielt aktiv werden, wenn der Angriff von außen kommt.

    Aus den bisherigen Maßnahmen des Regimes wird man lernen und Wege finden, diese Erschwernisse zu umgehen oder zu überwinden.

    Man wird es jetzt ein für allemal zuende bringen und das Regime vollständig und dauerhaft stürzen und keine Verhandlungen oder Kompromisse mit ihnen eingehen, denn das sind alles Scheinangebote.

    Wenn man es jetzt nicht beendet, steht man in einigen Monaten oder Jahren erneut an diesem Punkt, denn die Grundprobleme werden nicht gelöst, denn dazu sind die fanatisierten Irrläufer nicht fähig, die Lage verschlimmert sich eher immer weiter.

    Jetzt ist der bisher günstigste Zeitpunkt, denn so offensichtlich schwach in jeder Hinsicht wie jetzt war dieses Regime noch nie. Man wird es also jetzt umsetzen und dann damit auch erfolgreich sein, denn die Zeit der Unterdrücker und Gewaltherrscher auf Erden neigt sich dem Ende zu.

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