Aus dem Raum Gaza-Stadt ist am Donnerstag erneut eine Rakete in Richtung Israel abgefeuert worden. Nach Angaben der israelischen Armee erreichte das Geschoss jedoch nicht israelisches Gebiet, sondern ging noch innerhalb des Gazastreifens nieder – in unmittelbarer Nähe eines Krankenhauses. Die Region steht unter der Kontrolle der Hamas.
‼️ For the second time in the past 24 hours, Hamas has violated the ceasefire agreement.
A projectile was identified from Gaza City toward Israel. The projectile launch failed and fell within Gaza, close to a hospital. Shortly after, the IDF precisely struck the launch point. pic.twitter.com/DIXfZrMJRD
— Israel Defense Forces (@IDF) January 8, 2026
Die Armee reagierte nach eigenen Angaben umgehend und griff den Abschussort gezielt an. Man sehe jeden Versuch terroristischer Organisationen, israelische Soldaten oder Zivilisten anzugreifen, als schwerwiegende Verletzung der geltenden Vereinbarungen an, hieß es aus Militärkreisen.
צה״ל זיהה שיגור כושל שבוצע ממרחב העיר עזה לעבר שטח מדינת ישראל
לפני זמן קצר, זוהה שיגור ממרחב העיר עזה לעבר שטח מדינת ישראל.
השיגור נפל בתוך שטח רצועת עזה, בסמוך לבית חולים.בסגירת מעגל מהירה, צה״ל תקף באופן ממוקד את נקודת השיגור.
צה״ל רואה בחומרה רבה כל ניסיון של ארגוני… pic.twitter.com/HpAb20OEhO
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) January 8, 2026
Zerstörung der Abschusstelle, von wo aus die Rakete abgeschossen wurde.
Der Vorfall ist bereits der zweite Bruch der Waffenruhe innerhalb eines Tages. Am Mittwoch hatten bewaffnete Hamas-Mitglieder auf einen Bereich geschossen, in dem israelische Truppen im Norden des Gazastreifens operieren. In einer gemeinsamen Erklärung von Militär und Inlandsgeheimdienst Shin Bet wurde bestätigt, dass dabei ein zentraler Hamas-Aktivist getötet wurde, der an der Planung weiterer Anschläge beteiligt gewesen sein soll. Auch dieser Angriff wurde als klare Missachtung der Waffenruhe gewertet.
Bereits zu Wochenbeginn hatte die Armee einen weiteren Hamas-Terroristen im Süden des Gazastreifens ausgeschaltet, der nach Einschätzung der Sicherheitskräfte unmittelbar einen Angriff auf israelische Soldaten vorbereitete. Seit Inkrafttreten der im Oktober unter US-Vermittlung vereinbarten Waffenruhe kommt es entlang der sogenannten Gelben Linie immer wieder zu bewaffneten Zwischenfällen, auf die Israel militärisch reagiert.
Parallel zu diesen sicherheitspolitischen Spannungen verdichten sich Hinweise auf neue diplomatische Initiativen. Demnach will US-Präsident Donald Trump in der kommenden Woche die Einrichtung eines internationalen Gremiums zur Zukunft des Gazastreifens ankündigen. Das sogenannte „Gaza Friedensrat“ soll aus rund 15 Staats- und Regierungschefs bestehen und sowohl den Wiederaufbau als auch die Bildung einer technokratischen palästinensischen Verwaltung begleiten.
Zu den beteiligten Staaten sollen unter anderem Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Saudi-Arabien, Katar, Ägypten und die Türkei gehören. Ein erstes Treffen könnte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Als Vertreter vor Ort ist der frühere UN-Nahostgesandte Nikolay Mladenov vorgesehen, der sich dieser Tage zu Gesprächen in Israel aufhält.
Nach Medienberichten war es die Zustimmung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die nächste Phase der Waffenruhe voranzubringen, die den Weg für diese Ankündigung ebnete. Ob diplomatische Initiativen jedoch ausreichen, um die wiederholten Verletzungen der Feuerpause zu beenden, bleibt angesichts der Lage vor Ort offen.





Katar und die Türkei sind ein NO GO zu den beteiligten Staaten bei der Einrichtung eines internationalen Gremiums zur Zukunft des Gazastreifen.