Der Zyklus der Bibellesungen nimmt in dieser Woche mit dem Abschnitt „We sot haBracha“ ein Ende und beginnt in der nächsten Woche wieder mit der Schöpfungsgeschichte.
Für das jüdische Volk, das jede Woche den aktuellen Abschnitt liest, endet die biblische Geschichte auf traurige Weise mit dem Tod von Moses, dem Mann, der uns nun seit vielen Monaten begleitete. Es ist erstaunlich, dass ich beim Lesen der letzten Verse immer noch traurig werde, obwohl ich sie fast auswendig kenne.
Obwohl die Bibel sehr effizient mit ihren Beschreibungen umgeht, hat sie es doch geschafft, den Leser emotional an Moses zu binden, so dass der Abschied von ihm wirklich ans Herz geht:
„Und Mose, der Knecht des Herrn, starb im Land Moab, nach dem Wort des Herrn; und er begrub ihn im Tal, im Land Moab, Beth-Peor gegenüber; aber niemand kennt sein Grab bis zum heutigen Tag. Und Mose war 120 Jahre alt, als er starb; seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht gewichen. Und die Kinder Israels beweinten Mose in den Ebenen...
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Zu der Aussage über denMessias:
„Es schwer sich vorzustellen, dass eine Person all das vollbringen kann. Es scheint, der Messias muss wirklich Wunder vollbringen, die man nicht als Tricks abtun kann.“
Die Leistung und das Leben von Moses sind auf jeden Fall übermenschlich, und nur durch seine Verbindung mit und das Hören auf den Allmächtigen zu verstehen.
Der Messias Jesus hat ebenfalls unter der Führung des Heiligen Geistes große Wunder während seines Wirkens auf der Erde vollbracht: Heilung von unzähligen Kranken, Befreiung vieler von unreinen Geistern besessener, sowie 3 bezeugte Totenerweckungen. Außerdem die Brotvermehrungen, Stillung von Stürmen, wunderbare Fischfänge, usw. Bestätigt in seinem Wirken als Gottes Sohn wurde er letztendlich durch Gott den Vater, indem er ihn nach seiner Kreuzigung am dritten Tag aus dem Grab auferstehen ließ.
Zu der Trauer um Moses:
„Wird es wieder einen Anführer geben, um den das jüdische Volk so sehr trauert, wie um Moses?“
Ich bin überzeugt, dass das Volk Israel noch mehr trauern wird als um Moses, und zwar dann, wenn die Decke von ihren Augen genommen wird, und sie Jeschua als ihren Messias erkennen werden. Diese Trauer wird sogar genau in Sacharja 12,10-14 beschrieben:
„Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um das einzige Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen. Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo war. Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht für sich: das Geschlecht des Hauses David für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Nathan für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Levi für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht Schimis für sich und die Frauen für sich; so auch alle andern übrig gebliebenen Geschlechter, ein jedes für sich und die Frauen für sich.“
Im Neuen Testament wird in Verbindung mit der Wiederkunft von Jesus auch von einer großen Trauer berichtet. Siehe Offenbarung 1,7:
„Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Stämme der Erde. Ja, Amen.“
Lutz-Henning Seckt