Wer ist der wahre „Erbe des Landes“? Wer ist der eigentliche Hausherr? Tacheles handelt es sich um Erklärungen ohne rechtliche Bindung, aber mit symbolischer Kraft. Ein erbitterter Kampf um Identität, Geschichte und moralische Legitimität. Es geht nicht nur um Kartenlinien und Resolutionen, sondern um die Deutungshoheit über das Herz der Zivilisation, das biblische Land Israel. Jeder symbolische Akt, ob eine Knesset-Entscheidung in Jerusalem oder eine Erklärung aus dem Élysée-Palast, ist ein Baustein im Krieg der Narrative, der weit über Nahost hinausreicht. Zwei grundverschiedene Geschichtsverständnisse, das eine gründet sich auf eine jahrtausendealte Verbindung eines Volkes zu seinem Ursprungsland. Das andere auf ein modernes, oft von postkolonialen Mustern inspiriertes Konstrukt. Die Welt ist hin- und hergerissen, zwischen der historischen Wahrheit und der bequemen, emotional wirksamen Opfererzählung. Israel steht dabei im Kreuzfeuer, nicht weil es schwach ist, sondern weil es standhält.
Die Entscheidung der Knesset, die israelische Souveränität über Judäa, Samaria und das Jordantal zu unterstützen, ist kein bindendes Gesetz, sondern eine politisch-ideologische Erklärung. 71 Knessetabgeordnete stimmten für diesen Vorschlag im israelischen...
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