Fast drei Fünftel (57 %) der jüdischen Erwachsenen in Israel sind der Ansicht, dass es eine Grundlage für den Vergleich des von der Hamas angeführten Massakers vom 7. Oktober 2023 mit dem Holocaust gibt. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage hervor.
Die Umfrage unter 600 jüdischen und 149 arabischen Israelis wurde im vergangenen Monat für den „Israeli Voice Index“ des Israelischen Demokratie-Instituts (IDI) durchgeführt.
In der entsprechenden Umfrage vom April 2024 hatten 54 % der jüdischen Befragten den Vergleich für gerechtfertigt gehalten, ebenso wie 44 % der arabischen Teilnehmer.
Die aktuelle Umfrage befasste sich auch mit der Einschätzung der Chancen auf ein Abkommen zwischen Israel und der Hamas zur Freilassung der Geiseln.
Knapp zwei Drittel der jüdischen Befragten (62,5 %) zeigten sich in dieser Frage „optimistisch“, während 31 % „pessimistisch“ waren. Bei den arabischen Teilnehmern war das Bild umgekehrt: 63 % äußerten sich „optimistisch“, 34 % „pessimistisch“.
Eine Mehrheit der Befragten bewertete die Leistung des Generalstabschefs Eyal Zamir positiv: 55,5 % gaben seiner Amtsführung gute Noten.
Dies ging aus Fragen hervor, in denen verschiedene Beamte und Amtsträger bewertet werden sollten. (Die Umfrage enthielt keine Bewertung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu oder anderen gewählten Politikern.)
Unter jüdischen Israelis belegte Zamir mit einer Durchschnittsnote von 3,12 (von 4) den ersten Platz. Unter arabischen Befragten landete er mit 2,18 auf dem vorletzten Platz. Zamir hatte im März Herzi Halevi als Generalstabschef abgelöst.
Die Umfrage deutet zudem darauf hin, dass jüdische Israelis in diesem Jahr optimistischer in Bezug auf die Sicherheitslage des Landes sind als noch 2024: 44 % äußerten sich im April 2025 zuversichtlich, verglichen mit 32 % im Vorjahr.
Auch hinsichtlich der „Zukunft der demokratischen Ordnung“ in Israel zeigte sich unter Juden ein Anstieg des Optimismus – von 35 % im Vorjahr auf nun 51 %.
Etwas mehr als die Hälfte der jüdischen Befragten (52 %) sprach sich dafür aus, iranische Atomanlagen auch ohne Unterstützung der USA militärisch anzugreifen. 34,5 % lehnten dies ab. Unter arabischen Israelis sprachen sich hingegen 76 % gegen einen solchen Angriff ohne US-Rückhalt aus, nur 9 % waren dafür.
56 % der jüdischen Befragten meinten, Israel habe seit Beginn des Krieges mehr Erfolge als Misserfolge erzielt. 21 % sahen ein Gleichgewicht, 17,5 % meinten, es habe mehr Rückschläge gegeben.
Vor dem Hintergrund von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm gaben 46 % der jüdischen und 41 % der arabischen Befragten an, dass Ex-Präsident Donald Trump Israels Sicherheit als vorrangiges Anliegen betrachten würde. Die Fehlermarge der Umfrage lag bei 3,5 %.




