Das Rote Kreuz wie auch der Weltgebetstag der Frauen schaden den Beziehungen zwischen Christen und Juden mehr als viele meinen. Als die israelischen Geiseln etappenweise aus der Hölle im Gazastreifen freigelassen wurden, war immer das Rote Kreuz im Rampenlicht des nächtlichen Geiselaustausches zu sehen. Den Christen wurde von Moslems mitgeteilt, wo die Juden in der „Hölle“ abzuholen sind. Drei Religionen waren im Spiel des nächtlichen Spektakels im Gazastreifen. Mehrere Nächte nacheinander. Am auffälligsten war immer das Rote Kreuz auf den weißen Toyotas oder den weißen Westen und Mänteln. Das Kreuz ist ein Symbol für Glaube und Religion. Das Rote Kreuz hat sich aber nicht besonders christlich gezeigt, genauso wie der Weltgebetstag der Frauen, der im März 2024 wieder einen Gebetstag für Palästina plant. Seit der Staatsgründung Israels 1948 hat der christliche Verein zweimal für Palästina gebetet, 1994 und nun 2024. Kein einziges Mal hat der liebe Frauenbund für Israel gebetet.

Beide – das Rote Kreuz und der Weltgebetstag – repräsentieren den christlichen Glauben, jedenfalls verstehen das so Juden und Moslems. So wie der christliche Weltgebetstag mehr und lieber für Israels Feinde betet, so bemüht sich das christliche Rote Kreuz ebenso mehr um Israels Feinde. Das haben wir klar und deutlich in den letzten zwei Monaten so gesehen. Wenn sich diese beiden christlichen Organisationen so mies gegenüber Juden und Israel verhalten, dann muss man sich nicht wundern, dass die „Liebe Jesu“ nicht so sehr rüberkommt und Juden überzeugt.
Mit wie vielen Freunden im Land habe ich über das Verhalten des Roten Kreuzes gesprochen. „Das sind alles Antisemiten diese Europäer“, sagten mir die meisten, in diesen oder anderen Worten. Und die Europäer sind in Augen der Israelis automatisch Christen, so wie die Menschen in den arabischen Ländern für euch alle Moslems sind. Stimmts? Das Internationale Rote Kreuz hat Israel seit dem Kriegsausbruch am 7. Oktober mehr als jede andere Organisation verärgert und das noch als „christlicher“ Körper. Ich weiß, dass ihr das anders betrachtet, aber der Punkt ist, aus israelischer Sicht ist das eine christliche Bewegung, so wie der Rote Davidstern eine jüdische Organisation ist. Das Rote Kreuz ist in Israel stark in Kritik geraten, weil es israelische Geiseln im Gazastreifen nicht besucht und nicht gemeldet hat, dass die Geiseln in das Shifa-Krankenhaus gebracht worden waren. Israels Regierung bettelte mehrmals, wenigstens die israelischen Zivilisten in der Hölle zu besuchen, Babys, Kinder, Mütter und Frauen. Aber nein, nichts. Stattdessen konzentrierte sich das Rote Kreuz in den sozialen Medien unverhältnismäßig stark nur auf das Leiden der palästinensischen Zivilisten im Gazastreifen, während das Leiden der Israelis ignoriert wurde.

Nicht nur das, die Familie der 84-jährigen Alma Avraham, die aus der Gefangenschaft der Hamas entlassen wurde, erzählte, wie sich das Rote Kreuz weigerte, ihrer Mutter die erforderliche medizinische Soforthilfe im Gazastreifen zukommen zu lassen. Gemäß der Familie war ihre Mutter das Opfer eines „doppelten Verrats, der am 7. Oktober begann, als sie von der Hamas entführt wurde und sich mit dem Versagen des internationalen Roten Kreuzes fortsetzte, die ihr in dem Zustand, in dem sie sich zum Zeitpunkt ihrer Freilassung befand, helfen sollten“. Niemand von der internationalen Organisation hat sich gemäß der Familie die Mühe gemacht, eine Liste mit den Medikamenten zu erstellen, die sie benötigte. Die Familie erzählte, wie einer der Brüder mit dem Roten Kreuz in Israel zusammentraf, um die Medikamente weiterzugeben. Aber ihm wurde gesagt, dass sie das nicht tun können. Wenige Tage später kehrte die Familie nochmals in das Gebäude des Roten Kreuzes zurück und wurde erneut abgewiesen. „Meine Mutter hätte nicht einfach so zurückkommen dürfen. Wozu ist das Rote Kreuz da? Wozu ist die UN-Frauenorganisation da?“, fragten Almas Kinder in den israelischen Medien.
Alma Avraham, 84, was released from Gaza yesterday on the brink of death after being held hostage for 51 days. Doctors are fighting to save her life.
Her daughter Tal Amano speaks out: pic.twitter.com/8OvAFhol0v— Israel War Room (@IsraelWarRoom) November 27, 2023
Das Rote Kreuz hat für Israel nichts geleistet. Das Einzige, was sie machten, sie spielten Taxifahrer beim Geiselaustausch im Gazastreifen. Dafür hat das Rote Kreuz gratis die beste und teuerste Werbung in den Schlagzeilen der Weltmedien gewonnen und das auf dem Rücken von Israel. Bei jedem Geiselaustausch hat das christliche Rote Kreuz auf Kosten von Juden die Show gestohlen. Für die jüdische Bevölkerung eine Mega-Enttäuschung und kein „christliches Vorbild“ seine Feinde zu lieben.
Palästinenserinnen haben den Weltgebetstag der Frauen am 1. März 2024 vorbereitet. Lange vor dem Terrorangriff der #Hamas auf #Israel. Nun aber ist #Krieg. https://t.co/CO3F5CPw5e
— katholisch.de (@katholisch_de) November 19, 2023
Noch einmal, aus israelischer Sicht sind beide Organisationen, das Rote Kreuz und der Weltgebetstag christliche Bewegungen, die in der Praxis nichts von der Botschaft Jesu signalisieren. Den Weltgebetstag kennt sowieso keiner in Israel und ehrlich gesagt, auch ich habe davon erst vor sechs Wochen gehört, weil mich viele Menschen darauf angesprochen haben. Der Punkt ist, Israel wird rund um die Uhr vorgepredigt, wie es sich verhalten soll, aber christliche Hilfsorganisationen sind selbst kein Vorbild der Nächstenliebe. Sie lieben Israels Feinde, aber nicht so sehr die Juden. Und Ihr, liebe Leser, seid der Gamechanger. Ihr macht den Unterschied, ihr zeigt Israel das wahre Gesicht eures Glaubens, und das ist ein Segen für Israel.





Ja, leider. Wo und für wen sind die „Christen“ und ihre „christlichen“ Istitutionen noch ein Vorbild bzw. ein Licht und ein Wegweiser der auf Jesus Christus hinweist?
Weshalb finden Moslems in Europa am Christentum nichts, das sie auch gerne hätten, ausser das Geld. Weshalb sehen die Juden das Christentum als fremde Religion und als nicht erstrebenswert an?
Weil das „Christentum“ und die „christlichen“ Länder nicht mehr das sind was sie sein sollten, und längst nicht mehr in der Nachfolge Jesu stehen. Sie sind gottlos geworden, nichts besonderes mehr. Deshalb ist auch mehr und mehr der Teufel los. Da gibt es nichts mehr, auf das andere eifersüchtig blicken könnten.
(Römer 10,19)
(Weil das „Christentum“ und die „christlichen“ Länder nicht mehr das sind was sie sein sollten, und längst nicht mehr in der Nachfolge Jesu stehen.)
Wann soll das gewesen sein? Habe ich da etwas in den letzten 1700 Jahren verpasst, seit der Erfindung der Kirche vom Gegenspieler des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs? Etwa 90 Prozent der Judenverfolgung seit dem vierten Jahrhundert geht auf dieses >>Christentum<< schreibt Arnold G. Fruchtenbaum in seinem Buch : Das Leben des Messias – Zentrale Ereignisse aus jüdischer Perspektive (Ausgabe 4. Auflage 2008 Seite 82).
Warum muss ich eigentlich immer wieder das Wort „Geiselaustausch“ lesen.
Kann mir mal jemand erklären, welche Menschen sich als „Geiseln“ in israelischer Hand befanden?
Das rote Kreuz ist keine(!) christliche Organisation!
Das IRC führt als Symbol die Umkehrung der schweizer Fahne, weißes Kreuz auf rotem Grund, also rotes Kreuz auf weißem Grund. Das rote Kreuz ist konfessionslos.
Die entsprechenden christlichen Hilfsorganisationen sind die Malteser (katholisch) und die Johanniter (evangelisch).
Guten Tag,
ich stimme mit Ihnen schon überwiegend überein;
allerdings verstehe ich auch, dass man der Organisation eine gewisse „Christlichkeit“ zuschreibt, da der Gründer Henry Dunant sich selbst als „Jünger Jesu“ bezeichnete und auch 1852 das CVJM gegründet hat.
Viele Grüße
Weder das sog. „Rote Kreuz“ noch die „Johanniter“ oder die „Malteser“ sind christliche Organisationen. Sie benutzen lediglich scheinchristliche Etikette – wozu eigentlich? In Deutschland gibt es außer einigen christlichen Gemeinden kaum noch christliche Organisationen. Auch bei der Spitze der EKD und bei einigen „Theologieprofessoren“ habe ich meine Zweifel…
Sie haben vollkommen recht. Aber das heutige Selbstverständnis des IRC ist anders. Manche Vertreter habe ich fast schon als „Christenfresser“ erlebt und mir schien das nicht auf einzelne Personen beschränkt zu sein.
Ganz abgesehen davon, dass das Rote Kreuz auf eine christliche Idee eines christlichen Gründers zurück geht, müsste es unabhängig von jeder religiösen und politischen Beeinflussung und Perspektive bedingungslos die akut (medizinisch) hilfsbedürftigen Menschen im Fokus haben. Nun zeigt sich anhand der geschilderten Fälle, dass das RK diesem Anspruch gerade nicht gerecht wird und offensichtlich parteiisch handelt, was höchst irritierend ist. Ähnliches ist bei der UNICEF festzustellen.
Beim Weltgebetstag liegt der Fall etwas anders; Hier kommen Menschen zusammen, welche sich explizit als Christen zu verstehen vorgeben. Wenn es bibelgläubige Christen dabei haben sollte, dann lassen sie sich von einer offensichtlich falsch positionierten Elite verführen (eigenständiges Denken gehört nicht mehr unbedingt zur DNA der Christen). Jesus warnt in Matthäus 24,4 seine Jünger vor der Verführung. An dieser Stelle zwar vor Personen, die fälschlicherweise in seinem Namen auftreten. Man kann aber auch verführen, indem Aussagen und Absichten von Jesus verdreht werden. Verführung ist in der Endzeit ein Generalthema.
Aviels Bewertung ist m. E. korrekt, emotional geschrieben, aber wirklich treffend. Zusatz: an Jesus zu glauben ist keine Religion, sondern aus Hebr. 11: ein überführt sein von dem, was man nicht sieht. Dazu gehört auch das Wissen, dass das Volk von Abraham, Isaak, Jakob – Israel der Augapfel Gottes ist, Sach. 2.12. Religiös eingekleidete Namenschristen verstehen das nicht und wollen das wohl auch nicht verstehen. Wenn in Deutschland beim evang. Kirchentag Gott ist queer gepredigt wird und die Frau Baerbock einen Vortrag hält mit der Eröffnung „ich glaube nicht an Gott“ sagt das alles. Wir, meine Familie und Freunde, halten zu Euch in Israel und Beten für Euch.