Israel lässt große Hamas-Zelle auffliegen

50 Terroristen verhaftet, mehrere getötet und große Mengen an Geld und Waffen beschlagnahmt: Israel vereitelt eine Reihe gefährlicher Anschläge

von Yossi Aloni | | Themen: Hamas
Die Hamas gibt keine Ruhe in ihren Bemühungen, Israel zu terrorisieren. Doch die israelischen Sicherheitskräfte sind ihr oft einen Schritt voraus. Foto: Atia Mohammed/Flash90

Der israelische Shin Bet (Allgemeiner Sicherheitsdienst, das lokale Pendant zum FBI), die israelische Armee sowie die Polizei haben in den letzten Wochen ein umfangreiches Hamas-Terrornetzwerk aufgedeckt, das von im Ausland lebenden hochrangigen Hamas-Mitgliedern geleitet worden ist. Das Netzwerk war in ganz Judäa und Samaria aktiv. Ziel war es, Anschläge in mehreren Gebieten des biblischen Kernlandes und in Jerusalem zu verüben.

Im Rahmen der Operation wurden mehr als 50 Hamas-Aktivisten verhaftet und eine große Menge an Geld, Waffen und Material zur Herstellung von Sprengstoff beschlagnahmt.

Waffen, die von israelischen Sicherheitskräften bei einer Razzia gegen ein großes Hamas-Terrornetzwerk beschlagnahmt wurden. Foto: Allgemeiner Sicherheitsdienst

Das Netzwerk wurde von hochrangigen Hamas-Mitgliedern finanziert und verwaltet und vor Ort von Saleh al-Arouri und Zacharia Najib geleitet, einem Terroristen, der wegen der Entführung eines israelischen Soldaten inhaftiert war und später im Rahmen des Deals für Gilad Shalit freigelassen wurde.

 

Rekrutierung und Aufbau von Infrastruktur in Judäa und Samaria

Palästinensische „Aktivisten“ aus dem gesamten sogenannten Westjordanland waren erfolgreich rekrutiert worden, darunter Hijazi Qawasmeh, ein 37-jähriger Hamas-Aktivist aus Hebron, der in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen der Planung von Terroranschlägen verhaftet worden war. Qawasmeh stammt aus einer Familie prominenter Hamas-Aktivisten, die nach wie vor an den Aktivitäten der Terrorgruppe in der Region beteiligt sind.

Qawasmeh traf sich Berichten zufolge mit hochrangigen Hamas-Vertretern im Ausland, die ihn beauftragten, mit der Durchführung von Anschlägen zu beginnen. Arouri soll der lokalen Zelle 1 Million Dollar für die Durchführung eines Entführungsanschlags gegen Israelis angeboten haben. Später erhielt er Hunderttausende von Dollar, um den Plan in die Tat umzusetzen.

Andere angeworbene Mitglieder, darunter Ahmad Zahran, erhielten Geldmittel, um sich Waffen zu beschaffen und Sprengsätze herzustellen. Zahran wurde am 26. September von israelischen Soldaten bei einer Razzia in der örtlichen Hamas-Infrastruktur erschossen.

Entdeckung und Beschlagnahmung von Material für den Bau von Sprengkörpern

Waffen, die von israelischen Sicherheitskräften bei einer Razzia gegen ein großes Hamas-Terrornetzwerk beschlagnahmt wurden. Foto: Allgemeiner Sicherheitsdienst

Die Ermittlungen von Shin Bet-Mitarbeitern führten zu Feldoperationen, bei denen zahlreiche Waffen aus dem Hamas-Netzwerk beschlagnahmt wurden. Unter anderem wurde eine Menge an Sprengstoff beschlagnahmt, der für den Bau von 3 bis 4 Sprengstoffgürteln für Selbstmordattentäter geeignet war.

Hamas-Aktivisten aus dem Ausland und dem Gazastreifen bemühen sich nach wie vor, palästinensische Einwohner von Judäa und Samaria für terroristische Aktivitäten zu rekrutieren. Zu diesen Bemühungen gehört auch ein kontinuierlicher Fluss von Finanzmitteln für verschiedene terroristische Aktivitäten. Hamas-Funktionäre können dieses Geld über die Vertreter der Gruppe in Judäa und Samaria einschleusen.

Eine hochrangige Quelle des Shin Bet sagte über die israelische Operation: „Dies ist eine umfassende und bedeutende Präventivmaßnahme gegen eine gefährliche terroristische Infrastruktur, die eine Reihe verheerender Anschläge geplant hat.“

Die israelischen Sicherheitsbeamten versicherten, dass sie auch weiterhin keine Mühen scheuen werden, alle Bemühungen der Hamas und anderer terroristischer Organisationen, sich in Judäa und Samaria niederlassen, um dort zu rekrutieren und Terroranschläge zu verüben, zu identifizieren und zu vereiteln.

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