Palästinenser attackieren jüdische Gläubige auf dem Weg zum Josephsgrab

Zu dem Übergriff kam es, nachdem die israelische Armee einen größeren Terroranschlag vereitelt und eine gut organisierte Hamas-Zelle in Judäa und Samaria ausgeschaltet hat.

von Israel Heute Redaktion |
Illustration. Palästinenser stoßen mit israelischen Soldaten in der Nähe des Josefsgrabs am Rande von Nablus zusammen. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90

Palästinensisch-arabische Angreifer haben am Montagmorgen mit scharfer Munition, selbstgebastelten Sprengsätzen und Steinen einen Buskonvoi angegriffen, der orthodoxe Juden zum Gebet an das Grab des biblischen Patriarchen Josef bringen sollte.

Das Josefsgrab befindet sich am Rande der palästinensisch kontrollierten Stadt Nablus (biblisches Sichem). Juden, die die heilige Stätte besuchen wollen, benötigen eine Militäreskorte.

Die Soldaten, die die jüdischen Gläubigen am Montagmorgen begleiteten, erwiderten das Feuer auf die Angreifer. Bei dem Schusswechsel wurden zwei israelische Soldaten verletzt, einer durch ein Schrapnell eines Sprengkörpers, der andere durch einen Stein.

Das Josefsgrab war schon oft ein Brennpunkt zwischen Israelis und Palästinensern. Zu Beginn der zweiten Intifada (auch bekannt als „Oslo-Krieg“) im Oktober 2000 stürmten Palästinenser das Josefsgrab, setzten die dortige Jeschiwa in Brand, verbrannten jüdische heilige Bücher und plünderten den Hauptschrein. Auch 2015 griffen Palästinenser die heilige Stätte an und brannten sie nieder, nachdem die Juden dort wieder ihre Gottesdienste abgehalten hatten.

 

Wachsende Spannungen

Die Zusammenstöße vom Montag ereigneten sich inmitten wachsender Spannungen im sogenannten Westjordanland. Eine Reihe kleinerer Konfrontationen wurde in der Nacht zum Samstag von einer größeren IDF-Aktion gegen die Hamas unterbrochen, bei der fünf palästinensische Terroristen getötet wurden.

Sicherheitsbeamte gaben später bekannt, dass die koordinierten Razzien gegen eine gut organisierte Hamas-Zelle gerichtet waren, die eine Reihe von Entführungen sowie einen bevorstehenden Großangriff in Jerusalem plante.

Neben den fünf Mitgliedern der Zelle, die bei der Aktion getötet wurden, sind in den letzten Tagen weitere 20 Personen verhaftet worden. Eine kleinere Zahl soll noch auf der Flucht sein.

IDF-Stabschef Aviv Kochavi zu der erfolgreichen Operation: „Dies ist ein bedeutender Erfolg, eine Nacht mit einer Reihe von präventiven Razzien von höchster Wichtigkeit, die – aus unserer Sicht – bedeutende Terroranschläge verhindert haben. Solche Anschläge hätten in Jerusalem, Netanya, Tel Aviv, Afula oder anderswo verübt werden können.“

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