„Gaza wird als Sieger hervorgehen“, verkündete der Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch vor Zehntausenden Teilnehmern einer antiisraelischen Kundgebung in Istanbul.
Der 43-jährige Geschäftsmann Bilal Erdoğan sagte in seiner Rede auf der Istanbuler Galata-Brücke über dem Goldenen Horn: „Die Muslime in Syrien waren entschlossen, geduldig und haben gesiegt. Nach Syrien wird Gaza als Sieger aus der Belagerung hervorgehen.“
Die Demonstranten schwenkten türkische und PLO-Fahnen und riefen „Free Palestine“ bei der Kundgebung, die von der National Will Platform organisiert wurde, einem Zusammenschluss von mehr als 300 propalästinensischen und islamischen Gruppen.
Sayın Bilal Erdoğan:
“Kimseden merhamet dilenecek değiliz. Kendi tarihimizden, imanımızdan aldığımız güçle biliyoruz ki; Allah’ın mazlumlara vaadi Suriye’de nasıl gerçekleştiyse Filistin’de de gerçekleşecektir.” pic.twitter.com/66AY58xTMR
— Bilal Erdoğan Fan Sayfası (@bilalerdoganfan) January 1, 2025
Präsident Erdoğan hatte bereits vor Ausbruch des Krieges zwischen Israel und den iranischen Stellvertretern im Oktober 2023 eine vehement antiisraelische Linie vertreten und diese seitdem noch verschärft.
Im Juli drohte Erdoğan mit einer Invasion Israels. „Wir müssen sehr stark sein, damit Israel Palästina nicht so etwas antun kann. Genauso wie wir in Karabach einmarschiert sind, genauso wie wir in Libyen einmarschiert sind, könnten wir ihnen dasselbe antun. Es gibt nichts, was wir nicht tun können“, sagte er.
Im November bekräftigte er seine Absicht, die Beziehungen zu Israel abzubrechen, und schwor dies in einer Rede, in der er hinzufügte: „Wir werden diese Haltung auch in Zukunft beibehalten.“
Als Reaktion auf Erdoğans Eskalation soll Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Berichten zufolge ein türkisches Vermittlungsangebot im andauernden Krieg zwischen der Hamas in Gaza und Israel abgelehnt haben.
Unabhängig davon hat Amichai Chikli, Israels Minister für Diaspora-Angelegenheiten und die Bekämpfung des Antisemitismus, im vergangenen Monat eine unabhängige kurdische Staatlichkeit befürwortet und sie den von der Türkei unterstützten syrischen Dschihad-Rebellen gegenübergestellt. Die Türkei bekämpft seit Jahrzehnten die nationalistischen Bestrebungen der Kurden.
(JNS)




