Ein Lufthansa-Flug von München nach Israel ist am Donnerstagmorgen aufgrund der zunehmenden Spannungen in der Region außerplanmäßig in Larnaca auf Zypern gelandet.
Die Fluggesellschaft gab den Passagieren die Möglichkeit, in Larnaca auszusteigen, bot ihnen aber keine Hilfe bei der Weiterreise nach Israel an und informierte sie, dass ihr Gepäck mit dem Flugzeug nach München zurückkehren würde, wie der israelische Sender Channel 12 News berichtet. Etwa 20 Israelis stiegen ohne ihr Gepäck aus, während der Rest nach München zurückkehrte, so der Bericht.
Ein Sprecher der Lufthansa gab die folgende Erklärung ab: „Der Lufthansa-Flug LH682 von München nach Tel Aviv, der derzeit aus betrieblichen Gründen über Larnaca umgeleitet wird, wird nach der Landung in Larnaca heute Morgen um 2:43 Uhr (MESZ) nach München zurückkehren. Bei dieser Umleitung handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund von sicherheitsrelevanten Aktivitäten. Der geplante Anschlussflug von Larnaca nach Tel Aviv sowie der für heute geplante Rückflug LH683 von Tel Aviv nach München sind gestrichen worden. Wir werden allen betroffenen Passagieren Ersatzflüge anbieten. Die übrigen Flüge, die für heute geplant sind, werden derzeit wie geplant durchgeführt. Wir entschuldigen uns aufrichtig für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Die Sicherheit unserer Passagiere und unserer Besatzung hat für uns oberste Priorität“.
Der Schritt erfolgt, nachdem die Fluggesellschaft am Montag zwei Nachtflüge nach Israel gestrichen hatte, da die Spannungen zwischen Israel und der libanesischen Terrorgruppe Hisbollah zunehmen. Lufthansa hatte zuvor alle Flüge nach Beirut bis zum 5. August gestrichen.
Parallel dazu landete ein Flug der Austrian Airlines in Sofia statt auf dem Ben-Gurion-Flughafen, wodurch die Passagiere ebenfalls gestrandet sind. Rachel, eine israelische Passagierin auf dem umgeleiteten Austrian-Flug, erzählte Israel Hayom von ihren Erfahrungen: „Etwa 40 Minuten vor der Landung wurden wir über eine Änderung unseres Zielortes informiert. Man sagte uns, wir würden in Bulgarien landen, um aufzutanken, bevor wir nach Wien zurückkehren. Jetzt, nach mehr als sechs Stunden in der Luft, sind wir in Wien angekommen und wissen nicht, wie es weitergeht.“
Ursprünglich veröffentlicht von Israel Hayom.





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