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Verharmlosung der Gewalt

Die auf den Kopf gestellte Weltsicht der heutigen Mainstream-Medien.

Israel
Foto: Nati Shohat/Flash90

Ich möchte mich der Meinung des Rabbiners Abraham Cooper anschließen, der kürzlich den Erzbischof von Canterbury wegen seiner simplifizierenden Erklärung zum Krieg zwischen Israel und Gaza kritisiert hat.

Der Prälat der Kirche von England hatte Berichten zufolge zu einem Waffenstillstand aufgerufen und gesagt: „Der Missbrauch von Krankenhäusern durch die Hamas rechtfertigt nicht die Angriffe Israels. Zweimal Unrecht ergibt nicht einmal Recht“.

Aber wir sprechen hier über Vergeltungsmaßnahmen im Hinblick auf die brutalsten Angriffe auf Juden seit dem Holocaust. Anstatt Israel als Opfer eines unprovozierten Angriffs zu sehen, hat sich der Fokus auf die unvermeidliche Verwüstung des Gazastreifens verlagert, was den Judenhass in der ganzen Welt anheizt.

Solche Äußerungen von Erzbischof Justin Welby dienen nur dazu, die sich schnell ausbreitenden Flächenbrände des Antisemitismus weiter zu schüren.

Es ist jedoch erwähnenswert, dass er nicht mehr den Respekt aller Anglikaner weltweit genießt, von denen die meisten ihre Verbindungen zu Canterbury abgebrochen haben.

Seine Erklärung fällt mit der Abstimmung der Bischöfe der Kirche von England zusammen, gleichgeschlechtliche Beziehungen mit einem besonderen Gottesdienst zu segnen, bei der er sich der Stimme enthalten hat. Es ist also nicht überraschend, dass er in einer Frage, die mit Israel zu tun hat, meilenweit daneben liegt.

Liberale Kirchen, die Gottes Wort mit Geringschätzung behandeln, ergreifen ganz selbstverständlich Partei für den Feind des jüdischen Staates.

Was die Vergeltung betrifft, so würden wir, wenn wir Briten von einer französischen Armee bombardiert würden, die auf Plünderung und Brandschatzung aus ist, sicher nicht erwarten, dass unsere Regierung die andere Wange hinhält.

So wie Deutschland in einen Trümmerhaufen verwandelt wurde, weil es den „Augapfel Gottes“ berührte, wird Gaza in Schutt und Asche gebombt, weil seine Führer dummerweise beschlossen haben, dem Beispiel der Nazis zu folgen.

Warum fällt es den wachen Linken so schwer zu erkennen, dass wir es nicht einfach mit einer kriegstreiberischen Gruppe zu tun haben, die bereit ist, über akzeptable Friedensbedingungen zu verhandeln, sondern mit einem Monster apokalyptischen Ausmaßes, das in das in der Bibel beschriebene Endzeitszenario passt?

Schließlich bedeutet Hamas – sowohl im Hebräischen als auch im Arabischen, die eng miteinander verwandt sind – Gewalt. Der Hinweis steckt schon im Namen, denn ihr Ziel ist es, alle Juden auf der Welt abzuschlachten. Und wenn sie das erreicht haben, werden die Christen die nächsten sein.

Was wir auf den Straßen von London und anderswo erleben, ist ein Ausbruch giftiger Antipathie gegen Gott selbst, eine massive Rebellion gegen die höchste Autorität.

Die Sintflut zur Zeit Noahs kam, weil die Welt voller Gewalt war (1. Mose 6,11) – das heißt, sie war voll von Hamas. Und so wurde sie zerstört, bis auf die wenigen, die Gott die Treue hielten.

Bezeichnenderweise verglich Jesus die Tage bis zu seiner Wiederkunft mit der Zeit vor der Sintflut (Lukas 17,26). Während ich diese Zeilen schreibe, leben wir in einer gewalttätigen Welt mit über 100 Konflikten, wobei die vermeintliche Unterdrückung der Palästinenser durch Israel überproportional im Mittelpunkt steht.

Aber Gott baut eine Arche für diejenigen, die Sicherheit und Rettung vor den wahren Unterdrückern – wie der Hamas – suchen, in Gestalt des Messias Jesus, der den Preis für unsere Sünden bezahlt hat, indem er am Kreuz in Jerusalem starb und als Erstling aller, die an ihn glauben, von den Toten auferstand.

Die BBC und andere Mainstream-Medien konzentrieren sich ständig auf Israel als die vermeintlichen Aggressoren. Aber als die RAF (Royal Air Force) Dresden, Darmstadt und andere deutsche Großstädte bombardierte, konnte man den Briten kaum die Schuld für die verursachte Massenvernichtung geben. Das lag ganz klar auf den Schultern eines gewissen Adolf Hitler. Dasselbe gilt für die Hamas (und ihre Unterstützer im Iran) im Fall von Gaza.

Doch nach dem mörderischen Angriff vom 7. Oktober war es teuflisch unheimlich, wie schnell sich der Fokus auf die zugegebenermaßen schreckliche Notlage der Bürger von Gaza verlagerte.

Die Hassprediger der Hamas durften bis zum Überdruss auf die Straße gehen, um das Feuer des Antisemitismus zu schüren – und sogar unseren heldenhaften Kampf für die Freiheit, der unter so hohen Kosten gewonnen wurde, infrage stellen. Wäre es während des Zweiten Weltkriegs zu einer ähnlichen Situation gekommen, wären wohl viele Demonstranten (und vielleicht auch Journalisten) wegen Hochverrats vor Gericht gestellt worden.

Ich nehme an, wir hätten das kommen sehen müssen. Denn genau sechs Monate zuvor, am 7. April, wurde die britisch-israelische Familie von Rabbi Leo Dee von Terroristen in Samaria angegriffen. Der ehemalige Nordlondoner Rabbiner verlor auf unvorstellbare Weise seine Frau und zwei seiner Töchter bei einem brutalen Attentat, das von der BBC einfach als Teil des israelisch-palästinensischen Konflikts dargestellt wurde. Als ob die Familie des Rabbiners Kämpfer bzw. Kriegsteilnehmer wären.

Die BBC beschränkt sich nun darauf, die Hamas als eine Organisation zu bezeichnen, die von unserer Regierung als Terroristen geächtet wird, und nicht als sie selbst. In ihrer schockierenden Arroganz und Naivität können sie es nicht über sich bringen, zuzugeben, dass die Täter des Massakers vom 7. Oktober möglicherweise – nur möglicherweise – terroristisch veranlagt sind.

Der ehemalige Leiter des BBC-Fernsehens Danny Cohen hat eine längst überfällige unabhängige Untersuchung der redaktionellen und verwaltungstechnischen Versäumnisse des Senders bei der Berichterstattung über Israel gefordert.

Stephen Daisley weist in The Spectator auf den Fall eines Reuters-Berichtes, der extrem verzerrt war: Eine Nachrichtenagentur hatte die israelische Armee mit der Aussage zitiert, dass speziell ausgebildete medizinische Teams und Arabisch sprechende Personen in das Al Shifa Krankenhaus gebracht worden waren, um den Schaden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die BBC verdrehte diese Nachricht und verbreitete, dass die israelische Armee medizinisches Personal und Arabisch sprechende Personen ins Visier nähme!

Israels alter Feind, die Philister, die in Gaza lebten, wurden schließlich in Erfüllung der Prophezeiung von Amos (Amos 1,8) wegen ihrer anhaltenden Gewalttätigkeit gegen Israel ausgerottet – obwohl sie keine Araber waren, sondern ein griechisches Seefahrervolk.

Was wir derzeit erleben, ist in erster Linie ein geistlicher, kein physischer Kampf. Viele Menschen in Gaza bitten Gott um Hilfe und haben sich – schon vor dem jüngsten Konflikt – durch die Liebe Jesu mit ihren jüdischen Mitbürgern versöhnt.

Beten Sie um ein großes Erwachen für den Friedensfürsten, der sowohl für Juden als auch für Araber gekommen ist. Die meisten von uns können nicht an der physischen Schlacht teilnehmen, aber wir können geistliche Soldaten sein! „Ihr, die ihr den Herrn anruft, gönnt euch keine Ruhe, und gebt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem aufrichtet und es zum Lobpreis der Erde macht.“ (Jesaja 62,6f)

 


Charles Gardner ist Autor folgender Bücher: „Israel the Chosen“, erhältlich bei Amazon; „Peace in Jerusalem“, erhältlich bei olivepresspublisher.com und „A Nation Reborn“, erhältlich bei Christian Publications International.

About the author

Patrick Callahan

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