Tacheles mit Aviel – Auch Bibi hat Tacheles geredet

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Wer mich kennt, weiß das. Mit Klartext und ohne Umschweife werde ich Themen auf den Kern der Sache bringen. Israel muss in Bezug iranischer Atombomben Tacheles handeln.

Netanjahu und Putin kennen sich sehr lange. Sprechen Sie Tacheles miteinander?
Netanjahu und Putin kennen sich sehr lange. Sprechen Sie Tacheles miteinander? Foto: Kobi Gideon / GPO

In Jerusalem wurde die fast zweistündigen Rede an die Nation von Wladimir Putin aufmerksam verfolgt. Seine strategische Kooperationen, die er mit dem Iran dringend vertiefen möchte, ist für Israel ein Warnzeichen. Aber nicht nur für Jerusalem, sondern ebenso für das Europäische Parlament in Brüssel. In der letzten Monaten haben sich die militärischen Beziehungen zwischen Moskau und Teheran aufgrund des Kriegs in der Ukraine dramatisch vertieft. Nicht nur im Fall der Kamikazedrohen wie Shahed-136, die der Iran im Auftrag von Putin für den Krieg gegen der Ukraine produziert, sondern auch in anderen militärischen Bereichen.

Jerusalems und Brüssels Alptraum ist, dass Russland den Iran bei der Produktion von nuklearen Raketen beisteht. Für den Bau von Bomben sind etwa 90 Prozent Urananreicherung erforderlich. Aktuell versucht die UN-Atomenergiebehörde IAEA herauszufinden, wie die iranische Anreicherung auf 84 Prozent zustande gekommen ist, berichtete vor wenigen Tagen die Nachrichtenagentur Bloomberg. Moskau ist in der Lage die iranische Atombombe zu beschleunigen. Das Europäische Parlament überlegt deswegen neue Sanktionen gegen den Iran zu verhängen. Gemäß CNN versuchte Russland vor einigen Tagen, eine Interkontinentalrakete zu starten, die Atomsprengköpfe tragen sollte. Washington glaubt, dass Putin beabsichtigte, den Raketentest in seiner Rede anzusprechen, aber weil dieser fehlschlug, ersparte er den Zuhörern fünf bis zehn Minuten.

Und in Tel Aviv hat Israels Ministerpräsident am selben Tag Tacheles geredet. Benjamin Netanjahu versprach gestern Abend auf einer internationalen Sicherheitskonferenz in Tel Aviv, „alles, was in meiner Macht steht zu tun, um den Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern“. Im Gespräch mit dem amerikanischen Akademiker und Experten für auswärtige Angelegenheiten, Walter Russell Mead, sagte Netanjahu, die Geschichte habe gezeigt, dass der einzige zuverlässige Weg, um einen Schurkenstaat daran zu hindern, Atomwaffen zu beschaffen, „eine glaubwürdige militärische Drohung zu sein“.

Israelische Jets stehen jederzeit zum Einsatz bereit.
Israelische Jets stehen jederzeit zum Einsatz bereit.

Als Beispiele nannte er den Irak (Osirak 1981) und Syrien (2007), deren Atomwaffenprogramme durch israelische Luftangriffe zerstört wurden. Netanjahu wies darauf hin, dass lähmende Sanktionen ein wichtiges Instrument sind, aber allein nicht ausreichen, um Schurkenregime am Bau von Atomwaffen zu hindern. Sie müssen mit glaubwürdigen militärischen Drohungen kombiniert werden. „Ich werde alles in meiner Macht tun, damit der Iran keine Atomwaffen gelangt“, sagte Netanjahu. „Und dies ist nicht nur im Interesse Israels, sondern im Interesse der ganzen Welt“. Israel kann es sich nicht leisten nur zu reden, Israel muss handeln. Denn letztendlich kann sich Israel auf keine andere Nation verlassen. Die jüngsten Militärmanöver der israelischen und amerikanischen Armee signalisieren Vorbereitungen.

Wenige Tage vor Putins Rede in Moskau und Netanjahus Gespräch in Tel Aviv sprach Israels Verteidigungsminister Yoav Galant bei der Sicherheitskonferenz in München. Er machte dem Westen klar, dass alle möglichen Mittel erlaubt sein sollten, die den Iran daran hindern, Atomwaffen zu erhalten. „Die internationale Gemeinschaft muss Maßnahmen ergreifen, um den Iran vom Verkauf fortschrittlicher Waffen abzuhalten. Schon jetzt verhandelt der Iran mit mindestens 50 verschiedenen Ländern über den Verkauf von fortschrittlichen Waffen, darunter Kamikazedrohnen und Hochpräzisionswaffen“, unterstrich Galant. Aber er erwähnte mit keinem Wort Russland, dass bisher mit iranischen Kamikazedrohnen beliefert wird.

Vorgestern Nacht wurde auch veröffentlicht, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in den letzten Wochen fünf geheime Gespräche zur Iran-Frage mit seinem Sicherheitsgremium führte, darunter dem Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad und dem Stabschef. Es wurde beschlossen, das Niveau der israelischen Vorbereitung und Bereitschaft für einen Angriff auf die Nuklearanlagen im Iran auf allen Ebenen deutlich zu erhöhen. Die Gespräche sollen der Welt ein israelisches Tacheles vermittelt. Israel wird sofort gegen das iranische Atomprogramm handeln, wenn alle anderen Wege nicht mehr in der Lage sind, die iranische Atomentwicklungen zu stoppen.

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Patrick Callahan

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4 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Auch Bibi hat Tacheles geredet”

  1. Serubabel Zadok sagt:

    Israel muss sofort das iranische Atomprogramm stoppen.

  2. Jörg Rene Rodegra sagt:

    Lt. Bibel besitzen die Juden den Schlüssel zum Tor ihrer Feinde… sie könnten die Tore schließen…

    Im Iran leben vor allem Menschen, keine Schurken! Schurken sitzen in Regierungen und „machen“ Politik!

    Wer ohne Sünde ist, DER werfe den ersten Stein.

  3. Jörg Rene Rodegra sagt:

    Tacheles hat wohl verschiedene Bedeutungen! In meinem Verständnis ist Tacheles eher wie ein Stein, der gezielt geworfen oder geschleudert wird. Ein Argument was sitzt!

    z. B.: Demokratie ist die Herrschaft des Volkes!

    Da gibt es nix zu rütteln….

    Aussagen die seicht und lauwarm heraustropfen oder quellen sind für mich persönlich eher wie Kuhfladen. Fladen sind auch wichig, da ernähren sich Kolonien von Bakterien und Pflanzen von…..die sorgen für Wachstum. Shalom

  4. Ulrich Dinser sagt:

    @ Rodegra

    „Wer ohne Sünde ist, DER werfe den ersten Stein.“

    Was wollen Sie mit diesen nichtssagenden Allerweltsweisheiten zum Ausdruck bringen? Sie haben Sie den Beitrag anscheinend überhaupt nicht verstanden.
    Der Iran strebt nach der Atombombe um Israel zu vernichten. Dagegen helfen leider keine billigen Sprüche.

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