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Zwei israelische Soldaten im Kampf gegen Hisbollah im Südlibanon gefallen

Gefechte an der Nordgrenze dauern an – Verteidigungsminister Israel Katz warnt Beirut vor den Folgen weiterer Angriffe.

Bild: IDF

Bei Gefechten mit Hisbollah-Terroristen im Südlibanon sind zwei Soldaten der israelischen Armee gefallen. Das teilte die Armee am Sonntagnachmittag mit.

Einer der Gefallenen wurde als Maher Khatar, Feldwebel (Sgt. 1st Class) aus dem drusischen Ort Majdal Shams auf den Golanhöhen, identifiziert. Khatar diente als schwerer Geräteführer in einer Pionierkampfeinheit. Der Name des zweiten gefallenen Soldaten wurde zunächst noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben.


Nach Berichten israelischer Medien ereignete sich der Vorfall während eines Einsatzes an einer militärischen Stellung im Südlibanon. Eine Pioniereinheit mit zwei gepanzerten D9-Planierraupen war ausgerückt, um einen festgefahrenen Puma-Schützenpanzer zu bergen.

Während dieser Bergungsoperation wurde eine der D9-Raupen offenbar von einem Mörsergeschoss oder einer Panzerabwehrrakete getroffen. Der Einschlag führte vermutlich zu einer Explosion im Bereich eines Treibstofftanks, wobei die beiden Soldaten ums Leben kamen.

Ein weiterer Offizier wurde leicht verletzt und zur medizinischen Behandlung nach Israel gebracht. Seine Familie wurde benachrichtigt.

Nach Angaben der Armee ist damit die Zahl der seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 gefallenen israelischen Soldaten auf 926 gestiegen.

Warnung an Beirut

Angesichts der anhaltenden Angriffe der Hisbollah richtete Verteidigungsminister Israel Katz eine deutliche Warnung an die libanesische Führung. Bei einer Lagebesprechung im militärischen Hauptquartier Kirya in Tel Aviv erklärte er, die libanesische Regierung müsse endlich gegen die Terrororganisation vorgehen.

„Libanon ist nicht die Vereinten Nationen“, sagte Katz mit Blick auf Präsident Joseph Aoun. Beirut habe sich verpflichtet, das Waffenstillstandsabkommen umzusetzen und die Hisbollah zu entwaffnen – doch dies geschehe nicht.

Israel werde weder Angriffe auf seine Gemeinden noch auf seine Soldaten akzeptieren. Wenn die libanesische Regierung weiterhin untätig bleibe, „wird Libanon als Ganzes den vollen Preis zahlen“, warnte Katz.

Israel habe keine territorialen Ansprüche an den Libanon, doch man werde nicht zulassen, dass das Land erneut zu einer Abschussbasis für Angriffe auf Israel werde.

Angriffe auf iranische Strukturen in Beirut

Parallel zu den Gefechten an der Grenze griff die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Samstag Ziele in Beirut an. Nach Angaben der Armee richteten sich die Angriffe gegen zentrale Kommandeure der sogenannten Libanon-Abteilung der iranischen Quds-Brigaden.

Diese Einheit fungiere als Verbindungsglied zwischen dem iranischen Regime und der Hisbollah und unterstütze den militärischen Aufbau der Terrororganisation im Libanon, teilte das Militär mit.

Die Armee erklärte, man werde weiterhin gegen iranische Strukturen vorgehen, die von libanesischem Gebiet aus Angriffe auf Israel vorbereiten oder koordinieren.

Video: Angriffe der IDF im Libanon

Weitere Verletzte bei Angriffen

Bereits zuvor waren mehrere israelische Soldaten bei Angriffen der Hisbollah verletzt worden. Zwei Soldaten der Givati-Brigade wurden bei Panzerabwehrbeschuss mittelschwer verletzt und zur Behandlung ins Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv gebracht.

Bei einem weiteren Raketenangriff der Hisbollah auf eine militärische Stellung nahe der Nordgrenze wurden acht Soldaten verletzt, fünf davon schwer. Unter den leicht Verletzten befand sich auch ein Sohn von Finanzminister Bezalel Smotrich.

Die Gefechte entlang der israelisch-libanesischen Grenze dauern damit weiter an und zeigen, wie angespannt die Lage im Norden Israels weiterhin ist.

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Patrick Callahan

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