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MitgliederWenn Humanität zur Gefahr für die eigenen Soldaten wird

Darf ein Staat seine eigenen Soldaten in Gefahr bringen, um fremde Zivilisten zu schützen? Kaum eine Frage wird in Israel derzeit kontroverser diskutiert.

Beerdigung von Kommandant David Hazutt am 28. Juni 2026 in Aschkelon. Der 21-jährige wurde bei einer Bodenoffensive im Südlibanon getötet. Foto: Tsafrir Abayov/Flash90

Während internationale Organisationen, Gerichte und Menschenrechtsgruppen hohe Maßstäbe an den Schutz von Zivilisten stellen, fragen israelische Militärs, Rabbiner und Sicherheitsexperten, welche Pflicht vorrangig ist: Die moralische gegenüber den Bürgern des Feindes oder die fürsorgliche gegenüber den eigenen Soldaten? Die Frage, wie ein Volk sich verteidigt, ohne seine moralischen Maßstäbe zu verlieren, begleitet Israel bereits seit den Tagen der Bibel. Die Bibel fordert Verantwortung und Maß im Krieg. Doch verlangt sie auch, um gegnerischer Zivilisten willen das Leben eigener Soldaten zu riskieren? Rabbi Oury Amos Cherki beantwortet diese Frage mit bemerkenswerter Klarheit.

Cherki: „Die Amerikaner haben im Zweiten Weltkrieg als erste die Atombombe zur Einsatzreife gebracht. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder Japan durch konventionelle Kriegführung zur Kapitulation zu zwingen, was den Einsatz von sehr vielen Soldaten erfordert hätte, oder mit den beiden Atombomben Hunderttausende zu töten. Letzteres beendete schließlich den Krieg.

Meiner Ansicht nach besteht kein Zweifel daran, dass die Amerikaner richtig gehandelt haben. Sie waren nicht verpflichtet, Millionen eigene Soldaten zu...

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Patrick Callahan

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