Die Seele spielt auch im jüdischen Denken eine wichtige Rolle und ist nicht nur die Verbindung zu den spirituellen Welten, sondern auch der Motor, der dem Leben einen Sinn gibt.
QUELLE FÜR DIE SEELE IN DER THORA
In der Thora heißt es: „Gott formte den Menschen aus dem Staub der Erde und blies in seine Nase den Odem des Lebens. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen“ (1. Mose 2,7). Dieser Lebensatem, genannt nishmat chaim (נשמת חיים), bezieht sich auf die menschliche Seele und ist die Quelle ihres hebräischen Namens neshama (נשמה).
Anders als die übrige Schöpfung, die Gott mit seinem Wort erschuf – beispielsweise in 1. Mose 1,3: „Und Gott sprach: Es werde Licht“ – hauchte Gott dem Menschen die Seele ein, was einen höheren, intimeren Schöpfungsprozess und damit auch eine höhere geistige Ebene bezeichnet. Im Hebräischen ist das Wort für Atem „neshima“. Es hat die gleiche Wurzel wie Seele – neshama.
Diese Seele (neshama) ist einzigartig und dem Menschen vorbehalten. Sie weist auf die höheren kognitiven Kräfte des Menschen hin, auf seine Fähigkeit,...
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Die Seele ist zweigeteilt: Der Verstand (Intellekt) und die Gefühlswelt sind eine dialektische Beziehung, die oft nicht gut miteinander auskommen.
Das ist im Judentum so wie in allen anderen Kulturen.
Meistens betimmen die Emotionen das Verhalten und Denken: Die Emotionen sind die Sieger,weil davon der Fortbestand der Gattung homo sapiens abhängt.