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MitgliederTacheles mit Aviel – Wir müssen lernen, geduldig zu sein

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Israelis sind oft ungeduldig. Sie wollen alles „hier und jetzt“.

Israelis
Jetzt! Israelis fordern auf einer Kundgebung am „Geiselplatz“ in Tel Aviv am 26. Oktober 2024 die Freilassung von Israelis, die von Hamas-Terroristen im Gazastreifen als Geiseln gehalten werden. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Israelis wollen Frieden „hier und jetzt“ – Friede Jetzt.
Israelis wollen den Messias „hier und jetzt“ – Messias Jetzt.
Israelis wollen die Geiseln „hier und jetzt“ – Geiseln Jetzt.
Israelis wollen eine jüdische Siedlung im Gazastreifen „hier und jetzt“ – Gaza Jetzt.
Israelis wollen das Ende des Krieges „hier und jetzt“ – Sieg Jetzt.

Das sind wir und jeder passt sich in irgendeiner Gruppe an. Israelis wollen keine Zeit verlieren, egal wofür. Zeit ist teuer, Zeit ist Geld.

Die Araber machen genau das Gegenteil, sie spielen mit der Zeit. Nichts eilt. Für „strategische Geduld“ haben die Israelis keine Geduld. Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir lernen, geduldiger zu sein. „Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“, sagt Paulus im Neuen Testament. Das ist wahr, aber nicht immer leicht umzusetzen.

Seit Jahrzehnten verfolgen die Iraner eine Politik der „strategischen Geduld“, sie spielen Schach im Nahen...

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Wir müssen lernen, geduldig zu sein”

  1. Hans-Jürgen Rieth sagt:

    Kompliment! Diese Selbstanalyse ist Spitze! Ich vermisse nur noch eins: Die ‚Geiseln‘ sind keine Geiseln mehr, sondern Kriegsgefangene. Es ist richtig – am 7. Oktober wurde ein Verbrechen begangen, aber Israel bekämpft inzwischen keine Verbrecher mehr, sondern befindet sich im Krieg!

  2. Waldemar Enns sagt:

    Ich bin kein Jurist, weshalb meine Frage.
    Kann man bei einer Terrororganisation wirklich von Kriegsgefangenen sprechen? Kann man bei zivilen Gefangenen wirklich von Kriegsgefangenen sprechen?
    Wie gesagt, ich bin kein Jurist und kann diese Fragen deshalb nicht juristisch einwandfrei beantworten. Aber meinem Verständnis nach gibt es Kriegsgefangene, wenn zwei Staaten miteinander im Krieg sind und Soldaten der jeweils anderen Seite gefangen nehmen.
    Hier geht es aber um den Kampf gegen Terrororganisationen, die die Gefangenen ganz bewusst als Geiseln hält und behandelt und nicht als Kriegsgefangene. Deshalb scheint mir der Begriff Geiseln doch sehr richtig zu sein.

  3. spenglersilvia sagt:

    Kann man´s nicht so auflösen: ja, es ist jetzt Krieg zu führen – gegen Terrorstaat, der Zivilisten tötet und einsperrt : Geiseln/Gefangene – egal wird es den Opfern sein, wie wir uns alle um Begriffe streiten. Es geht ihnen erbärmlich, man darf gar nicht dran denken. Und erbärmlich ist auch die Reaktion der Welt und sogenannter Freunde. Die echten Freunde kommen mit Argumenten nicht zur Geltung. Es hat ein Geist der Verwirrung um sich gegriffen. Intelligenz brauchts nicht mehr – sie schreit auch gegen Israel, für 2-Staatenlösung und gegen Unterstützung. Und verwechselt Gut und Böse, Auslöschung und Verteidigung. Sogar jüdische Menschen, die ihre Heimat in der Diaspora sehen und nicht akzeptieren, dass sich Geschichte wiederholt. Irgendwo habe ich Klage gehört oder gelesen: Gott, kannst du dir nicht ein anderes Volk suchen? Nein – Er macht es nicht, weil alles was Er jemals gesagt hat, eintreffen wird „um Seines heiligen Namens willen.“ Dafür hat Er einen anderen Namen gesetzt: Jeschua – und da kommt mein Christentum in Verantwortung, das wie alle ebenso versagt. Auch seit 2000 Jahren. Wie die Juden zu allem, was sie erlebten „wir“ sagen, muss ich auch sagen WIR sind die größten Verfolger gewesen, und immer noch verlangen wir, dass sie Christen werden sollen, dabei will der Almächtige Seine Israelis/Juden MESSIANISCHE nennen lassen, denn sie bleiben Hebräer und nicht griechisch genannte Christen.
    Und den Christen möchte ich sagen: lehrt nicht nur das Neue – den alten Bund, Tora und Propheten auch, sonst verstehen wir auch Jeschua nicht. Und nicht nur die schönen Halbsätze gelten uns, sondern alles Wort. Im Moment sollten wir
    in der Pflicht sein mit dem Wort „Tröstet, tröstet mein Volk – Israel“
    Nicht mit stolzem Kopf studieren – mit dem Herzen annehmen.

    • Havershalom sagt:

      Danke für Deine Worte der Erkenntniss spenglersilvia. wenn die „Christen“ das doch an Erkenntniss hätten und umsetzen würden.
      Aber, die meisten der sog. Gemeinden sind leider ein Selbstbau, nach dem Bi-ba-bo, nach Pipilangstrumpf Art.
      Bibelbastel Bogen, ich bastel mir meine Gemeinde und meinen Glauben so wie ICH das will. Darum liegen auch soo viele „Gemeinden“ so schlimm darnieder. Denn wenn dann noch ich, mir, meiner und mich auf dem Thron des Leben sitzen und nicht Jeschua, dann läuft das nicht so, wie der HERR das will, dann steht es um die Gemeinde, die Braut Jeshuas sehr schlimm.
      Dabei will der jüdische Messias Jeshua doch seine Gemeinde bauen. ER ist der Baumeister und nicht die sog. Christen.

      Ich wünsche allen den Shalom Segen Adonais.
      Shabbat Shalom

  4. Daniel Leon sagt:

    Ich finde den Artikel hervorragend analysiert, auch die Bibel spricht oft vom Segen der Geduld, doch ich möchte einen Aspekt betonen, der etwas ungewöhnlich, aber hochinteressant ist:
    Israel ist nach etlichen wissenschaftlichen Untersuchungen, das Land mit der höchsten Rate an ADHS Diagnosen. Konkret etwa 14 Prozent aller Kinder/Jugendlichen/Erwachsenen. Das ist beinahe doppelt so viel wie in bspw. in Europa und auch arabischen Ländern. Wir wissen, dass die neurologische Verhaltensauffälligkeit ADS genetisch bedingt ist, aber auch von der Erziehung beeinflusst. Etwa zu gleichen Teilen. Genetisch heißt insbesondere:
    Durch starke psychische und physische Traumata und PTBS verändern sich Gehirnstrukturen und das wird weitervererbt. Daher ist bei Israel dieser hohe Prozentsatz logisch (ADS führt bei gutem Umgang hiermit zu hoher Risikobereitschaft, hoher Flexibilität, hoher Denkschnelligkeit – Start Up Nation).
    Und ein Schlüsselsymptom bei ADS ist, richtig: Ungeduld. Weil zu wenig passiert, und das Gehirn ständig Neuigkeiten braucht, um effizient genug zu arbeiten, etwa wie ein Turbo-Motor, der einfach hohe Drehzahlen braucht.
    Israels Ungeduld ist m.E. nicht nur ein Charakterproblem, sondern hat auch genetische/neurologische Ursachen.

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