Das Licht befindet sich im rechten Lager und die Finsternis im linken Lager. Daher wird der aktuelle Konflikt im Volk als solcher beurteilt. Israels national rechte Koalition ist das Licht und der Oberste Gerichtshof die Finsternis. Aber diese Rechnung ist nicht so einfach. Menschen gehen oft im Spannungsfeld zwischen Verheißung und Realität verloren. Und dies möchte ich in einem Vergleich zwischen Benjamin Netanjahu und Donald Trump vorstellen. Ich sehe das Licht und die Finsternis auf beiden Seiten. Gott wirkt nicht nur auf der rechten Seite, sondern überall.
Auch wenn Donald Trump wegen Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten angeklagt wurde, genießt Donald Trump weiterhin breite Unterstützung unter weißen Evangelikalen. In der christlichen Presse wird Trump sogar als Erlöser gepriesen. Im Jahr 2016, bevor er Präsident wurde, sagte Donald Trump: „Das Christentum wird Macht haben. Wenn ich da bin, werdet ihr viel Macht haben, ihr braucht keinen anderen. Merkt euch das“. Dieses Versprechen hat er gehalten. Er hat das wichtigste Anliegen vieler Evangelikaler erfüllt, indem er die Abtreibung in ganz Amerika erschwert hat. Er tat dies, indem er Richter für den Obersten Gerichtshof nominierte, die später dazu beitrugen, das verfassungsmäßige Recht auf Abtreibung zu kippen.
Er verlegte die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem, was wiederum auf die Unterstützung der Evangelikalen für Israel zurückzuführen ist. Einige stützen ihre Unterstützung für Trump auf die Bibel und vergleichen ihn mit König Kyrus. Obwohl er ein ungläubiger persischer Herrscher einer anderen Religion war, wird Kyrus in Jesaja 44-45 als Gottes Hirte gesalbt. Biblisch ist er eine messianische Figur, die Israel aus der babylonischen Gefangenschaft befreite. Dieses Konzept eines unvollkommenen Gefäßes, das für ein größeres Gut eingesetzt wird, wurde oft auf Trump angewandt. Er verstand die Wunschliste der evangelikalen Wähler und setzte sie um.

Einer von drei Amerikanern bezeichnet sich als evangelikaler Christ und 60 Prozent der republikanischen Wählerschaft sind Evangelikale. Es handelt sich um eine nationalistische christliche Bewegung, die Patriotismus, Politik und Gott miteinander verbindet. Sie ist mächtig und hat einen großen Einfluss. Eine amerikanische Parallele zu dem, was in Israel vorgeht. Die Wähler der jetzigen Regierungskoalition in Jerusalem sind ebenso eine nationalistische jüdische Bewegung, die Patriotismus, Politik und Gott miteinander verbindet. Gott gehört aus meiner Sicht mit ins politische Spielfeld, auch wenn dies oft nicht leicht zu verstehen ist.
Das Problem beginnt mit der Beurteilung der Christen in der westlichen Welt. Als Jerusalemer Redaktion haben wir über die Jahre hinweg unsere Erfahrung gemacht und sehen, wie Christen weltweit Israel und die Weltpolitik betrachten. Europäische Christen können zum Großteil den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump nicht ertragen, dafür haben sie zahlreiche Gründe. Dagegen haben sie mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kein Problem und meinen, dass alles, was seine Regierungskoalition zurzeit entscheidet, korrekt ist. Denn er repräsentiert das Licht, während das linke Rechtssystem die Finsternis ist.

Ich kenne etliche Christen in Europa, die geistlich ein großes Problem mit Trump haben, aber nicht mit Netanjahu. Warum haben dieselben gläubigen Menschen gemäß ihrem biblischen Verständnis kein Problem mit Bibi, aber mit Donald doch? In beiden Fällen, Jerusalem und Washington, stehen Bibi und Donald auf biblische Werte in der Politik. Ob beide die biblischen Werte in ihrem Leben selbst umarmen, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass dies so ihre rechten Wähler im Land glauben und die Republikaner (zum Großteil) in den USA. Auch wenn viele Evangelikale Trump persönlich nicht mögen, so ist ihre Beziehung zu ihm transaktional. Sie wählen ihn, denn er formt das Land nach ihrem Geschmack. Sie halten sich die Nase zu und stimmen eher für die Politik als für den Charakter. Das gilt auch für orthodoxe Wähler im Land mit Bibi. Andere Evangelikale lieben natürlich Trump selbst. Sie sehen Trumps Feinde als Gottes Feinde. In ihren Augen kann er nichts falsch machen.
Auch die rechten und religiösen Wähler im Land sehen Bibis Feinde als Gottes Feinde. Damit sind alle, die gegen Bibi sind, die Bösen, Linke und Verräter. Menschen in der Finsternis, denn das Licht ist nur auf der rechten und religiösen Seite Israels. Aber diese Rechnung stimmt aus meiner Sicht nicht. Böses und gutes gibt es in der Koalition und Opposition. Ein Mensch kann nicht automatisch gut oder böse sein, nur weil er zu dieser oder anderen Gruppe gehört. Dann geht der freie Wille verloren, den Gott uns als Menschen in der Bibel zugesagt hat. In diesem Fall muss man sich nur einer Gruppe anschließen und hops man gehört entweder zu den Guten oder zu den Bösen. Der Witz ist, dass Menschen wirklich so denken und meinen, sich selbst erlösen zu können. Die Rechten werden in der Politik, in Israel oder in den USA, automatisch als gottesfürchtige Menschen abgestempelt.

Ich möchte glauben, dass die Mehrheit der Menschen in beiden Völkern eine wirkliche Beziehung mit Gott suchen, aber dies sagt noch lange nicht, dass ihre Führer Bibi und Donald dasselbe suchen. Einem Führer blind zu folgen ist eine Gefahr. Und so kenne ich viele Christen in Europa die Netanjahu blind zustimmen, nicht aber Trump. Dieselben Christen sind aus ihrem biblischen Verständnis sicher, dass Bibi und seine Koalition alles richtig machen, aber nicht der Donald in Washington. Aber es gibt auch Menschen, die beide lieben. Und wie passt der ehemalige brasilianische Präsident und Christ Jair Messias Bolsonaro in das Muster? Dieser ließ sich drei Jahre vor seinem Amtsantritt 2019 im Jordan Fluss erneut taufen. Er ist ein enger Freund von Benjamin Netanjahu. Nur weil er politisch rechts ist, ist Gott auf seiner Seite? Weil Bibis Koalition einem linken Humanismus gegenübersteht, der als eine Gegenmacht Gottes betrachtet wird, wird das Rechtssystem sofort als Finsternis verflucht, nur weil die anderen das Licht sind.
Das geht nicht. Entschuldigung, ich sehe das Licht zuerst in den Menschen, egal ob auf der rechten oder auf der linken Seite. Es gibt gute Menschen auch unter den linken im Land und nicht alle Ideen im linken Rechtssystem sind eine Sünde, so wie nicht alles auf der rechten Seite ein Lob Gottes ist. Dieses Land hat Gott dem Volk Israel verheißen, das ist eine biblische Tatsache, die Menschen politisch verkraften müssen. Viele Menschen meinen, dass deswegen nur eine rechte Regierungskoalition diese göttliche Mission erfüllen kann, das Land Israel zu bewahren und richtig zu führen. Aber als der Staat Israel vor 75 Jahren gegründet wurde, herrschte im Land eine linksliberale und sozialistische, ja fast kommunistische Regierung. In diesem Fall war das linke Staatssystem Teil einer göttlichen Verheißung. Keiner verfluchte deswegen die Koalition und das Rechtssystem in den Pionierjahren Israels.
Die biblische Verheißung erfüllte sich damals mit den Linken an der Volksspitze. Gott spielt nicht nur in einer Mannschaft im Volk Israel, er hat ein Ziel. Dies erringt Gott mit den Linken und Rechten im Volk. Dem Gesetze gemäß sollen wir in der Bibel (5.Mose 17) weder zur Rechten noch zur Linken abweichen. Und damit der König sein Herz nicht über seine Brüder im Volk erhebe, soll er nicht abweichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken.“





Aviel, Du verstehst Gott nicht. Es kommt bei IHM auf den Gehorsam an, den ein Mensch hat, wenn er IHM gefallen will.
Im Mai 1948 war der in den Prophezeiungen festgelegte Termin, das Land Israel wieder an
sein Volk zu geben. Da damals die Rabbiner das nicht begriffen, musste Gott auf die Israelis zurückgreifen, die das Land gern wiederhaben wollten; das waren Zionisten, aber keine
Talmud-Juden. Inzwischen hat sich ein „Rest Israels“ herangebildet, der auf Gott hören will und an IHN glaubt. Diese haben jetzt die Mehrheit in Israel und diese gefallen Gott, weil sie
seine Gebote halten; und daher werden sie von Gott unterstützt; und sie werden die Regentschaft in Israel behalten.
Die linksgerichteten Antizionisten sind eher Gottes Feinde, als die rechtsgerichteten Zionisten. Gott ist kein Freund der Sodomiter, welche sich auf der linken politischen Seite befinden. Gott liebt auch keine Baracks und Olmerts oder Rabins, die kein Problem damit haben, jüdisches Land an die Feinde Gottes zu verschenken. Ich bin davon überzeugt, dass durchschnittlich gesehen, viel mehr Finsternis und Fluch auf der linken politischen Seite liegt, als auf der anständigen, konservativen, rechten Seite.
Danke Aviel, für diesen Artikel. Ich sehe die gegenseitige Verteufelung der zwei Lager als die gegenwärtig grosse Not Israels! Der Trend narzisstischer Eigensicht (Egoismus/Hedonismus) trennt das Volk bis zur Selbstzerfleischung: Jeder lässt nur die eigene Ansicht/Meinung gelten und wird blind für die grosse existenzielle Vision! Meines Erachtens geht es nicht sosehr um Zionisten und Anti-Zionisten, sondern um -einseitig politisierte!- Menschen, die nicht mehr aufeinander hören können und wollen. – Mein Gebet seit Wochen: „Gott JHVH, du hast Volk & Land Israel zum ewigen Erbe erwählt: Wende ihr Herz wieder zu dir & erbarme dich! Friede regiere dein Volk Israel (und alle seine Nachbarn)!“
Nachtrag: Seit Anfang 2023 habe ich den Eindruck, dass dem Volk die einzelnen Elemente der Staatsreform (es geht ja um mehr als nur Justiz!) nie deutlich erklärt geschweige denn -ausserhalb der Knesset- auch debattiert wurden. Der Vergleich mit dem Schweizer Demokratiesystem zeigt: Die meisten Elemente machen Sinn und könnten Israels Demokratie stärken. Aber anstatt sich zusammen zu raufen und den Konsens zu suchen, konnten leider einzelne Demagogen (wie ein Ehud Barak) die – durchaus notwendige!- Opposition ins Extreme steuern… Schade!
SCHALOM
Letzten Endes brauchen alle JESUS CHRISTUS, denn ER alleine ist das Licht der Welt! Ohne IHN besteht für Juden und Nichtjuden die Gefahr der Verführung, und die wird durch den Antichrist kommen!
Möge es Gott durch den HEILIGEN GEIST
schenken, dass auch dir Juden den wahren Messias erkennen dürfen, bevor der falsche Messias kommt!
Gott segne Israel
Die schrecklichen Ereignisse von WW2 – ausgelöst durch die verbrecherischen Nazis – hatten die Gründung der UNO zur Folge. Diese wiederum hat dem Teilungsplan von Palästina zustimmt, was die Gründung Israels erst ermöglicht hat. Gott hat also die Nazis genutzt, um sein Volk verheissungsgemäss wieder in das gelobte Land zurück zu bringen. Sie waren somit ein Schuhlöffel für eine grosse Sache, die im Plan Gottes steht, ihre Taten bleiben aber eines der grössten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Ebenso hat Gott Judas erlaubt, den für unsere Erlösung notwendigen Tod von Jesus einzuleiten. Joseph wurde von seinen Brüdern an eine Karawane verkauft, was ihn letztlich in die Stellung des Versorgers Ägyptens und der ganzen Familie Jakobs gebracht hat. Auch die linksliberale bis quasi kommunistische Regierung zur Gründerzeit Israels ist von Gott genutzt worden für seinen Plan, ohne dass sie dadurch in ihrer – notabene atheistischen – Ideologie zu rechtfertigen wäre.
Teil 2:
Allen 4 Tätern, bzw. Tätergruppen ist gemeinsam, dass sie als Werkzeuge Gottes für seinen Plan genutzt wurden, ohne dass ihr Handeln am Willen Gottes ausgerichtet gewesen wäre. Daher ist für mich nicht in deren Taten Licht zu erkennen. Eher würde ich sagen, dass Gott auch durch Dunkel ins Licht führt.
Links oder Rechts: In Europa kann festgestellt werden, dass linke Politik tendenziell antisemitisch, atheistisch und antidemokratisch ausgerichtet ist. Religions- und Glaubensfreiheit werden von links gedeckt, solange der Glaube nicht jüdisch oder christlich ist. Die christlichen Wurzeln werden von dieser Seite geleugnet oder verachtet, dafür dem muslimischen Glauben samt seinen Begleiterscheinungen hofiert. Meinungsfreiheit ist so lange genehm, wie sie die linke Meinung abbildet. Gerade haben wir in der Schweiz wieder einen exemplarischen Fall der Jusos, der diesen Sachverhalt aufzeichnet.
Selbst die DDR-stämmige ehemalige deutsche Kanzlerin – zwar CDU-Mitglied, aber im Kern tief rot – hat trotz ihrer Lippenbekenntnisse zu Israels Sicherheit ihre Politik konsequent gegen Israel ausgerichtet, was sich an der Unterstützung Deutschlands von israelfeindlichen Uno-Resolutionen während Merkels Amtszeit ablesen lässt.
Links oder Rechts, Teil 2:
Auch der linke Biden geht wie einst Obama trotz vermeintlich unverbrüchlicher Freundschaft auf Distanz zu Israel. Die Beziehungen zwischen USA und Israel hatten ihre Höhepunkte stets während der Präsidialzeit von Republikanern.
Man braucht nicht alles gut zu finden, was Netanjahu macht, aber als Christ kann ich seine Politik weit besser unterstützen, als jene des gefährlichen linken Ehud Barak.
Ich glaube nicht, dass das «nicht zur Rechten noch zur Linken abweichen» aus 5. Mose 17 im heutigen politischen Sinn verstanden werden soll.
„Tacheles mit Aviel“ ist ein Format, wo man den Eindruck bekommen könnte, irgendwie auf den Arm genommen zu werden. Gott nur bei rechten Mannschaften?? Was für ein Schw…sinn! Vielleicht sollte den geist. (geistlichen??) Ergüssen /Veröffentlichungen doch eine eingehende Bibellese und einem ernsthaften intensiven Gebet mit Gott selbbst vorausgehen, als so einen Text mit „so einem Inhalt voll lautem irgendwelchen (??) Gedankenmüll“ ins Netz zu blasen. Wenn es natürlich Selbstgespräche sind, in Ordnung, aber dann doch im „Stillen Kämmerlein“ und auch am Besten zu Gott betend ausrichten. N’en Tipp: jeder hier geschriebene Texte könnten eher ein – Flatus (latein. Anus -Blähung) sein und muss nicht immer biblisch begründbar sein!