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Netanjahu wurde ein Herzschrittmacher implantiert 

Justizminister Yariv Levin übernahm während des Eingriffs die Aufgaben des Ministerpräsidenten. Netanjahu soll bereits am Nachmittag aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Foto: Marc Israel Sellem/POOL

(TPS) Dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wurde in der Nacht zum Sonntag ein Herzschrittmacher implantiert.

Die Ärzte des Sheba Medical Center in Ramat Gan teilten mit, dass die Operation erfolgreich verlaufen sei. Es werde erwartet, dass der 73-jährige Netanjahu noch am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen werden könne.

Der Eingriff erfolgte eine Woche nach Netanjahus Krankenhausaufenthalt wegen Dehydrierung, bei dem die Ärzte ihm einen Herzmonitor implantierten. Der Eingriff findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die Knesset über ein Gesetz abstimmen soll, das die Möglichkeiten der Richter einschränkt, die Doktrin der Angemessenheit anzuwenden.


„Vor einer Woche haben sie mir ein Überwachungsgerät eingesetzt“, sagte Netanjahu in einer Erklärung in der Nacht. „Dieses Gerät hat heute Abend gepiept und gesagt, dass ich einen Herzschrittmacher brauche, und das muss ich heute Abend tun. Ich fühle mich großartig, aber ich höre auf meine Ärzte. Bis zu den letzten Minuten habe ich mit meinen Kollegen gesprochen und ich hoffe, dass eine Einigung erzielt werden kann. Auf jeden Fall sagen mir die Ärzte, dass ich voraussichtlich morgen Nachmittag entlassen werde und zur Abstimmung in der Knesset erscheinen werde.“

In der Zeit, in der Netanjahu unter dem Einfluss von Sedierungsmitteln steht, wird der Justizminister und stellvertretende Premierminister Yariv Levin seine Aufgaben übernehmen.

Die wöchentliche Kabinettssitzung am Sonntag wurde verschoben, wie das Büro des Premierministers mitteilte. Auch Netanjahus Sicherheitsgespräche wurden abgesagt, darunter ein Treffen mit dem Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Herzi Halevi. Berichten zufolge wollte Halevi den Premierminister über die Militärreservisten informieren, die wegen der Justizreform ihren Dienst verweigern.

Die Knesset wird heute früh über den umstrittenen Gesetzesvorschlag zur Angemessenheit beraten, um ihn dann am Montag in zweiter und dritter Lesung zu verabschieden.

Zur gleichen Zeit demonstrieren in Jerusalem Tausende Gegner der Justizreform. Nachdem ein Protestmarsch gestern in Jerusalem eingetroffen war und die Demonstranten die Nacht in Zelten nahe der Knesset verbracht haben, sollen die Proteste heute fortgeführt werden. Nach einem Gebet an der Klagemauer soll ein Marsch zur Knesset stattfinden.

Am Abend findet in Tel Aviv eine Demonstration für die Regierung und die geplante Justizreform statt.

Israel Heute wird über die heutigen Ereignisse auf seinem Telegram Kanal während des gesamten Tages berichten.

 

Mit Berichten von TPS.

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Patrick Callahan

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