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MitgliederTacheles mit Aviel – Gott befreit nicht vom Militärdienst

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Besonders im letzten Jahr hat sich die Spaltung zwischen der ultraorthodoxen Gemeinschaft Israels und der übrigen Gesellschaft noch weiter vertieft.

Militärdienst
Ultraorthodoxe Juden bei einem Protest gegen die Einberufung ultraorthodoxer Juden vor einem Rekrutierungszentrum der israelischen Armee in Jerusalem am 28. August 2024. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Israel führt einen Existenzkrieg an sieben Fronten, und die orthodoxen Juden weigern sich auf Weisung ihrer Rabbiner, das biblische Heimatland zu verteidigen. In ihren Protesten betonen sie immer wieder, dass sie lieber sterben würden, als in der israelischen Verteidigungsarmee zu dienen. Das ist ein sehr kontroverses Thema im israelischen Volk und in vielen Familien zu finden. Auch in meiner Familie gibt es einen ultraorthodoxen Stamm, der um Himmels willen keinen Militärdienst leisten will.

„Wir beten rund um die Uhr und lernen Tora“, ist die monotone Antwort meiner Schwester und all ihrer erwachsenen Kinder. Ihre Cousins dagegen waren alle im Krieg, in Gaza oder im Libanon. Egal, sie haben jeden Tag für die Soldaten gebetet. Ehrlich gesagt, stört mich das heute weniger und deshalb rege ich mich auch weniger darüber auf. Es gibt einfach kein vernünftiges Argument, ihnen zu erklären, warum sie falsch denken und umgekehrt ist es genauso. Umgekehrt können sie mir auch kein überzeugendes Argument liefern, warum ihre Kinder nicht kämpfen müssen, unsere aber schon. Weil es nicht biblisch ist. In der Bibel wird...

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Tacheles mit Aviel – Gott befreit nicht vom Militärdienst”

  1. Stephan Wolf sagt:

    Die orthodoxen Rabbiner werden umdenken und alle ihre unbiblischen Vorschriften und über die Zeit selbst erfundenen Gebote überprüfen und wieder fallen lassen. Die gesellschaftlichen Konflikte, die ihr Verhalten hervorrufen, sind ein deutliches Zeichen, dass ihr Verhalten falsch ist. Denn Gottes Gebote führen nie zu Unruhe, Spaltung oder Aufruhr, sondern sie schaffen immer Ordnung, Ausgleich, Ruhe und Frieden.

    Denn es ist Ungehorsam gegenüber Gott, wenn man über die Bibel hinaus Gebote aufstellt, die Gott gar nicht im Sinn hat. Würde er das wollen, würde er das explizit klarmachen. Jemandem solche Vorschriften aufzuzwingen wird genauso gewertet, wie wenn konsequent bestehende Gebote gebrochen werden. Denn in beiden Fällen handelt man bewusst und absichtlich gegen Gottes Willen. Deswegen hören sie damit wieder auf und gliedern sich in die Gesellschaft ein mit allen Pflichten. Denn der gerade stattfindende Verlauf ist ja Gottes handeln und wer sich dem verweigern will und daran nicht teilnimmt, der entscheidet sich gegen ihn. Was er sich selbst dabei zuschreibt und welche Gründe er dafür herbeiholt und vorgibt, spielt dabei keine Rolle.

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