Die Eliminierung von Saleh al-Arouri in Beirut setzt die gesamte Hamas-Führung unter Druck, insbesondere Yahya Sinwar im Gazastreifen. Alle fragen sich nun, ob dies der Auslöser für einen Krieg gegen Israel ist. Werden Hisbollah und Iran den Libanon und mehr opfern für Palästinenser, die keine Schiiten sind? Beide wissen sehr gut, wie Israel in diesem Fall reagieren wird und was nach der Eroberung des Gazastreifens geschehen wird. Auf jeden Fall Respekt für die gezielte Tötung im Herzen von Beirut. Ich hoffe, dass dies erst der Anfang ist. Nicht aus Lust und Laune, sondern weil Israel einfach keine andere Wahl hat. Aber mehr und ausführlicher dazu in der nächsten Druckausgabe von Israel Heute.

Al-Arouri war der führende Terror-Architekt der Hamas. Tatsächlich war der 57-jährige Terrorist die Nummer eins in der militärischen Taktik der Terrororganisation und der eigentliche Anführer der terroristischen Aktivitäten im biblischen Kernland Judäa und Samaria, insbesondere in Dschenin und Nablus. Von Beirut aus leitete er den Terror im Kernland und versuchte, parallel zum Gazastreifen einen Krieg im Herzen Israels zu entfachen.
Wenige Tage nach dem barbarischen Überfall im Süden gab die israelische Regierung dem Geheimdienst Mossad den Befehl, die gesamte Hamas-Führung in Katar, im Libanon, im Gazastreifen und überall dort, wo sich die Top-Terroristen verstecken, zu eliminieren. Gestern wurde der erste erwischt, mitten in der schiitischen Terrorhochburg Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut. Hisbollah und Hamas sind geschockt. Al-Arouris Eliminierung ist eine klare Warnung an die gesamte Hamas-Führung im Ausland und im Gazastreifen, dass sie die Nächsten sind und ihre Tage gezählt sind. Es gibt keinen Ort auf der Welt, an dem diese Terroristen sicher sind – nicht einmal im Wohnzimmer von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in Beirut.
Oct 07,2023 Kiongozi wa Hamas Ismail Haniyeh akiwa na Salaah Arouri(aliyeuwawa jana) wakiangalia kwenye TV mauaji yaliyokuwa yakiendelea huko Israel kisha wakamsujudia Allah!! Hii ni aibu kubwa sana. pic.twitter.com/IuvuOuWW8L
— Phares Elisha (@PharesElisha1) January 3, 2024
Video vom 7. Oktober in Katar. Die gesamte Hamas-Führung verfolgt von Katar aus die Invasion Israels.
Ein schwerer Schlag für die Hamas, wahrscheinlich der schwerste seit 2012, als Israel den Hamas-Chef Ahmed al-Dschabari in seinem Auto im Gazastreifen mit einer Rakete tötete. Auch damals wurde spekuliert, wie die Hamas reagieren und welche Auswirkungen dies auf die Operation „Wolkensäule“ haben würde. Hunderte von Raketen wurden auf Israel abgefeuert. Doch diesmal ist die Spekulation viel dramatischer. Werden die schiitischen Milizen im Libanon und der Iran nun den Auslöser für einen offiziellen Krieg gegen Israel haben? Also mehr als nur Raketenangriffe auf den Norden Israels wie in den vergangenen 90 Tagen. Die Hisbollah hat ihre Langstreckenraketen noch nicht eingesetzt, und wie wir mehrfach berichtet haben, verfügt die Hisbollah im Libanon über ein volles Raketenarsenal.
Vor etwa sechs Monaten drohte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, dass jede Eliminierung innerhalb der Grenzen des Libanon, auch von Palästinensern, zu einem massiven Vergeltungsschlag gegen Israel führen würde. Und die Reaktionen des Libanon und der Hisbollah auf die Ermordung Al-Arouris waren aggressiv und kriegerisch. Aber Worte sind noch lange keine Taten, und der schiitische Hisbollah-Führer Nasrallah befindet sich in einem schwierigen Dilemma. Inwieweit lohnt es sich für einen Palästinenser, Hamas-Terroristen, Sunniten und nicht Schiiten, die Region in einen Krieg zu treiben? Hinzu kommt, dass die Hisbollah seit dem Beschuss der israelischen Nordgrenze mit Raketen am 7. Oktober bereits 140 Tote zu beklagen hat. Dazu mussten über hunderttausend Libanesen aus ihren Dörfern an der Grenze zu Israel evakuiert werden, ähnlich wie auf israelischer Seite. Nur mit dem Unterschied, dass Israel die libanesische Zivilbevölkerung mit Flugblättern vor den Bombardierungen warnte.
Sicherlich führt Nasrallah in diesen Stunden intensive Gespräche mit seinen Kommandeuren in Teheran. Die gute Nachricht ist, dass die israelischen Streitkräfte für einen maximalen Verteidigungseinsatz an der libanesisch-syrischen Nordgrenze gerüstet sind. Die schlechte Nachricht ist, dass die Hisbollah mit ihrem großen Arsenal an Langstrecken- und Präzisionsraketen Israel nach wie vor großen Schaden zufügen kann. Das Ergebnis wird sein – und Hassan Nasrallah weiß das – dass Beirut im Libanon dem Erdboden gleichgemacht werden wird und dann mehr wie der Gazastreifen aussehen wird. Diese Drohung hat Israel der libanesischen Regierung schon vor Wochen mitgeteilt. Deshalb hat Nasrallah im Libanon viele Feinde: Drusen, Sunniten und Christen. Der maronitische Patriarch Bechara Pierre Rai fordert die sofortige Entfernung aller Raketenabschussrampen von den Häusern der Libanesen, um verheerende israelische Angriffe zu verhindern. Außerdem forderte der Patriarch die libanesische Regierung auf, die UN-Resolution 1701 zu respektieren.
Die libanesische Regierung will keinen Krieg mit Israel, das hat sie in den letzten Monaten immer wieder betont, aber der Libanon ist in den Händen der Hisbollah und des Iran. Alles hängt vom Iran ab, ob es deshalb zu einem Krieg kommt oder nicht. Im Land zweifelt man daran. Sicherlich zögert Nasrallah auch wegen der massiven Reaktion Israels auf den 7. Oktober. Niemand in seinem Umfeld hatte damit gerechnet, dass Israel so massiv in den Gazastreifen einmarschieren und das gesamte Hamas-Regime auslöschen würde. Zudem operieren die israelischen Truppen in den unterirdischen Terrortunneln und rücken täglich näher an die Terrorzentrale von Yahya Sinwar heran. Dies und die Bilder eines apokalyptischen Gazastreifens lassen die Hisbollah zweimal überlegen, ob sich solche Bilder und Szenarien auch im Libanon lohnen. Doch im Nahen Osten ist alles möglich. Israel steht vor einem entscheidenden Jahr.
Al-Arouri (im Hintergrund) war auch an der Geiselnahme von Gilad Schalit beteiligt.
Zudem muss Israel alle Augen öffnen, denn der Erzterrorist Saleh Al-Arouri ist ein Einheimischer, der ein Jahr vor dem Sechs-Tage-Krieg 1967 unter jordanischer Herrschaft in Ramallah geboren wurde. Seine Eliminierung könnte einen Aufstand in Judäa und Samaria auslösen. Al-Arouri hat über die Jahre eine terroristische Infrastruktur in Judäa und Samaria aufgebaut, die in den letzten Monaten von israelischen Truppen erfolgreich bekämpft wurde, unter anderem in Jenin, Nablus, Tulkarem und Hebron. Eine neue Kriegsfront im Zentrum des Landes wird im israelischen Sicherheitsapparat diskutiert und soll um jeden Preis verhindert werden. Deshalb operieren israelische Spezialeinheiten seit drei Monaten rund um die Uhr, um das von Al-Arouri aufgebaute Terrorsystem in Judäa und Samaria zu zerschlagen.
כמה מנהרות יש מחוץ לעזה שהצבא לא יודע עליהם?
והגילוי כמובן על ידי הכוחות בשטח ולא על ידי 8200.מנהרת טרור אותרה ע“י כוחותינו מאזור כפר תרקומיה שבמערב חברון לעבר הישוב תלם. pic.twitter.com/wKefQIhUU5
— כן לציפור 🇮🇱 (@yestobird) January 3, 2024
Westlich von Hebron, in der Nähe der jüdischen Siedlung Telem, wurde vor wenigen Tagen ein Terrortunnel entdeckt. Der israelische Soldat erzählt, dass jüdische Siedler schon lange vor Geräuschen aus der Erde gewarnt hätten, aber niemand habe sie ernst genommen. Nun wurde in der Nähe, im Garten eines palästinensischen Hauses, ein Tunnelschacht entdeckt. Der Soldat steigt hinab in ein Labyrinth des Terrors wie im Gazastreifen. Die Arbeiten unter der Erde sind wegen des Krieges zum Erliegen gekommen.
Der in Beirut eliminierte Terrorist Saleh al-Arouri war für den Aufbau der terroristischen Infrastruktur im biblischen Kernland Judäa und Samaria verantwortlich. Wenn ein Tunnel gefunden wurde, gab es garantiert viele weitere. Al-Arouri plante, Israel aus dem Landesinneren anzugreifen.
In seinem letzten Fernsehinterview sagte der Erzterrorist Al-Arouri: „Ich fühle, dass ich schon zu lange lebe und dass ich ein Alter überschritten habe, das ich nie für möglich gehalten hätte. Und ich begrüße den Märtyrertod, er ist heilig.“
Gestern Abend ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen, und wer ihm dabei geholfen hat, war eine israelische Drohne.




