Die israelische Luftwaffe hat am Samstag in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen eine Terrorzelle der Hamas angegriffen, die unter dem Deckmantel des Journalismus operierte. Die Terroristen nutzten gefälschte Presseausweise und journalistische Identitäten, um unentdeckt Angriffe gegen israelische Soldaten zu planen.
Unter den eliminierten Terroristen befand sich Bilal Mahmoud Fouad Abu Matar, ein langjähriges Hamas-Mitglied, das sich als Fotograf ausgab. Auch Mahmoud Imad Hassan Aslim, ein Kämpfer der Hamas-Zeitun-Brigade, der sich als Reporter tarnte, wurde bei dem gezielten Luftangriff getötet. Beide nutzten ihre vermeintliche journalistische Tätigkeit, um sich ungehindert im Gazastreifen zu bewegen und Operationen gegen Israel zu koordinieren.
🔴ELIMINATED: Several terrorists operating under the cover of journalists in Gaza
The IAF struck a terrorist cell yesterday in the Beit Lahia area that also included a terrorist who infiltrated Israeli territory during the Oct. 7 massacre. The terrorists struck were operating a… pic.twitter.com/XxKZ0elKm3
— Israel Defense Forces (@IDF) March 15, 2025
Nachrichtendienstliche Erkenntnisse zeigten, dass die Terrorzelle eine Drohne vorbereitete, die für Angriffe auf israelische Truppen eingesetzt werden sollte. Diese Drohne wurde bereits in der Vergangenheit von der Terrororganisation Islamischer Dschihad verwendet, insbesondere bei Angriffen auf israelische Soldaten.
Neben den beiden getarnten Terroristen wurden bei dem Angriff weitere hochrangige Kämpfer eliminiert:
- Mostafa Mohammed Shaaban Hamad, ein Hamas-Terrorist, der am Massaker vom 7. Oktober beteiligt war und in Israel ein Massaker verübte.
- Mahmoud Yahya Rashdi al-Sarraj, ein Mitglied der Ingenieurseinheit der Hamas, das für die Entwicklung von Sprengstoff und Waffen verantwortlich war.
- Suhaib Bassem Khaled Nagar, ein Kämpfer des Islamischen Dschihad, der erst kürzlich im Rahmen eines Geiselaustauschs freigelassen wurde und sofort wieder in terroristische Aktivitäten einstieg.
- Mohammed Alaa Sobhi al-Jafeer, ein weiteres operatives Hamas-Mitglied.
Auch an anderen Fronten blieb die IDF am Samstag aktiv. Drei Terroristen wurden nahe Netzarim neutralisiert, als sie versuchten, Sprengsätze gegen israelische Soldaten zu platzieren. Bereits am Freitag wurden in Zentral-Gaza weitere Terroristen eliminiert, die Bomben nahe israelischer Truppen legten. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich einen Tag zuvor, als israelische Luftstreitkräfte eine Gruppe von Terroristen ins Visier nahmen, die Sprengsätze deponieren wollten.
Unterdessen laufen die diplomatischen Bemühungen um die Freilassung der israelischen Geiseln weiter. Die erste Phase der Waffenruhe, die am 19. Januar begann, endete am 1. März, nachdem die Hamas eine von den USA unterstützte Verlängerung um 50 Tage abgelehnt hatte. Trotz des Endes der Feuerpause hat Israel bislang keine groß angelegte Militäroperation in Gaza wieder aufgenommen.
Israelische Verhandlungsführer berichten von Fortschritten in den Gesprächen mit Hamas-Vertretern in Katar. Nach einem hochrangigen Treffen mit Sicherheitsbeamten und Vermittlern am Samstagabend wies Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Verhandlungsteam an, die Gespräche auf Grundlage eines Vorschlags des US-Nahostgesandten Steve Witkoff fortzusetzen. Dieser sieht die sofortige Freilassung von elf lebenden Geiseln sowie der Hälfte der in Gaza getöteten Geiseln vor.




