Morgen feiert Jerusalem seine Wiedervereinigung. Hier einige Zahlen

Besonders verbreitet ist das Armutsphänomen in Jerusalem bei der ultraorthodoxen und arabischen Bevölkerung.

von Aviel Schneider | | Themen: Jerusalem Tag
Jerusalem ist eine alte, aber auch sehr moderne Stadt. Foto von Yonatan Sindel/Flash90
Jerusalem ist eine alte, aber auch sehr moderne Stadt. Foto von Yonatan Sindel/Flash90

56 Jahre nach der Wiedervereinigung Jerusalems zählt die Stadt knapp 1 Millionen Einwohner. Jerusalem ist nicht nur heilig, sondern ebenso Israels größte Stadt. Ende 2021 zählte Israels Hauptstadt Jerusalem gemäß dem Israelischen Zentralbüro für Statistik 966.200 Einwohner, doppelt so viel wie Israels Küstenstadt Tel Aviv (467.900 Einwohner) und dreimal so viel wie Haifa (282.800 Einwohner). Die Einwohnerzahl Jerusalems macht immer ein Zehntel der Gesamtbevölkerung Israels aus, die bei knapp zehn Millionen steht.

590.600 Einwohner Jerusalems sind Juden und 375.600 Araber (davon 362.600 Muslime und 12.900 arabische Christen). Zusätzlich werden in Jerusalem auch 3.500 nichtarabische Christen und 10.500 Einwohner ohne Religionszugehörigkeit gezählt. Ende 2021 machten die ultraorthodoxen Juden (283.500) etwa 48 % der jüdischen Bevölkerung in Jerusalem und etwa 29 % der Gesamtbevölkerung der Stadt aus.

Ein ultraorthodoxer jüdischer Mann betet mit Blick auf den Tempelberg. Foto von Aharon Krohn/Flash90
Ein ultraorthodoxer jüdischer Mann betet mit Blick auf den Tempelberg. Foto von Aharon Krohn/Flash90

Aber sowie es aussieht, registriert Jerusalem jedes Jahr eine negative Migration und so sind im Jahr 2021 11.900 aus anderen Ortschaften nach Jerusalem umgezogen und parallel haben 22.900 Einwohner Jerusalems die Stadt verlassen. Jerusalems negative Migration ist ein Kernproblem, denn Jerusalem ist eine religiöse Stadt, die für säkulare Juden oft zu kompliziert ist. Junge Menschen verlassen Jerusalem und ziehen in das Küstengebiet, dass einfach einen anderen Vibe hat. Dies ist etwas, was schon immer die jüdische Bevölkerung im Laufe der gesamten Geschichte des Landes prägte. Auch zu biblischer Zeit war Jerusalem die religiöse Stadt auf den Bergen, dort wo das Haus Gottes stand, der Tempel. Die übrigen Gebiete, besonders das Küstengebiet und Galiläa, waren von säkularen Juden bewohnt.

Das säkulare Israel genießt das Nachtleben im
Das säkulare Israel genießt das Nachtleben im „Shuk“. Foto von Mendy Hechtman/Flash90

Gemäß dem Zentralbüro für Statistik definierten sich von den 322.800 in Jerusalem lebenden Juden ab dem 20. Lebensjahr 19 % als säkular (62.400 Einwohner), 25 % definierten sich als traditionelle Juden (81.800), 20 % als religiöse Juden (65.600) und 35 % definierten sich als ultraorthodoxe Juden (113.100). Dies erklärt unter anderem, warum nur zwei Drittel der Einwohner Jerusalems berufstätig sind, die übrigen studieren die Tora und beten. Dies ist ein Thema, was man entweder als Segen betrachten kann, aber auch sehr heftig im Volk kritisiert wird.

Ultraorthodoxe Juden und jüdische Siedler beten an der Klagemauer. Foto von Abir Sultan/Flash90
Ultraorthodoxe Juden und jüdische Siedler beten an der Klagemauer. Foto von Abir Sultan/Flash90

Zudem ist ein signifikanter Unterschied in der Geburtenrate der jüdischen Gesellschaft im Vergleich zur arabischen Gesellschaft zu sehen. Die Geburtenrate der jüdischen Frauen in Jerusalem lag bei 4,4 und damit deutlich höher als die Geburtenrate der arabischen Frauen in Jerusalem, die bei 3,1 lag. Die Unterschiede zwischen den Geburtenraten der jüdischen und arabischen Bevölkerung sind hauptsächlich auf die hohen Geburtenraten der ultraorthodoxen und religiösen Bevölkerung der Stadt zurückzuführen.

Arabische Christen gehören zum Bild Jerusalems. Foto von Hadas Parush/Flash90
Arabische Christen gehören zum Bild Jerusalems. Foto von Hadas Parush/Flash90

Im Jahr 2021 lebten 39 % der Familien in Jerusalem (125.900) unterhalb der Armutsgrenze, somit 51 % der Kinder in der Stadt (202.400). Die Armutsquote in Jerusalem ist im Vergleich zu Israel insgesamt deutlich höher, wo 21 % der Familien und 28 % der Kinder unterhalb der Armutsgrenze lebten. Besonders verbreitet ist das Armutsphänomen in Jerusalem bei der ultraorthodoxen und arabischen Bevölkerung, die durch kinderreiche Familien und geringe Einkommen gekennzeichnet ist. Dabei sind 33 % der Jerusalemer Bevölkerung Kinder.

Zehntausende muslimische Gläubige beten auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee während Laylat al-Qadr, einem Teil des heiligen Monats Ramadan. Foto von Jamal Awad/Flash90
Zehntausende muslimische Gläubige beten auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee während Laylat al-Qadr, einem Teil des heiligen Monats Ramadan. Foto von Jamal Awad/Flash90

Wie hat Gott den Segen und Wiederherstellung Jerusalems in Sacharja 8 verheißen: „Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem Grimm eifere ich für sie. Ich bin wieder nach Zion zurückgekehrt, und ich will Wohnung nehmen in Jerusalem und Jerusalem soll die Stadt der Wahrheit heißen und der Berg des HERRN der Heerscharen der heilige Berg. Es sollen noch auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und alte Frauen sitzen, ein jeder mit einem Stab in der Hand ob hohen Alters. Und die Plätze der Stadt sollen voll Knaben und Mädchen werden, die auf ihren Plätzen spielen. Und ich will sie hereinführen, daß sie mitten in Jerusalem wohnen sollen und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit.“

 

 

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