Ich erinnere mich noch an den ersten Moment. Es war ein Schabbatabend in der Giladistraße in Talpiot. Ich besuchte Aviel, dafür musste ich durch das Wohnzimmer. Ludwig saß in seinem Sessel und begrüßte mich mit einem herzlichen, liebevollen Blick. Diese Herzlichkeit ist über die Jahre hinweg nur größer geworden. Eine Herzlichkeit und Wärme, in der ich mich wohl fühlte.
Als ich Fotografie studierte, half er mir sehr. In Deutschland klapperte er die Läden ab, bis er die richtige Kamera für mich gefunden hatte. Schließlich haben wir zusammengearbeitet. In Schwierigkeiten war er für mich wie ein Anker. Er hat mir schon früh zahlreiche Aufgaben anvertraut, Aufgaben mit Verantwortung. „Ludwig, du hast mir vertraut, hast mich auf eine Weise verstanden, wie es oberflächlich nicht zu sehen war.“
In schweren Momenten war er meine Adresse. Ich konnte ihm alles sagen. Und auch er hat mir sein Herz ausgeschüttet. Wenn er von einer Vortragsreise nach Hause kam, ist er immer mit seinem roten Schreibheft in mein Arbeitszimmer gekommen. Sein Report war immer...
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