In einer Region, in der Moral ein Luxus und Überleben eine tägliche Schlacht ist, gelten andere Gesetze. Wer verstehen will, warum Christen, Drusen und selbst Juden sich oft an die gefährlichsten Mächte klammern, muss den westlichen Idealismus ablegen und in die Realität der Minderheiten eintauchen – dort, wo der Feind meines Feindes oft der einzige Retter ist.
Maria und schiitische Terrorfürsten auf einem Poster – ein Nahost-Paradox! In Bagdad wurde ein Ehrenschild enthüllt, gewidmet zwei schiitischen Terrorarchitekten der iranischen Revolutionsgarde, die 2020 von den USA getötet wurden. Christliche Gemeinden im Irak verehren die beiden Terroristen. Für sie waren Soleimani und al-Muhandis jene Männer, die „ihr Land vom sunnitischen IS-Terror befreiten“. Und tatsächlich spielten sie militärisch eine zentrale Rolle im Kampf gegen den ISIS-Kalifatstaat.
Doch damit entsteht ein Bild, das im Westen völlig absurd wirkt: Eine verfolgte Minderheit ehrt Männer, die international als Terrorchefs gelten. Dieses Phänomen ist jedoch keineswegs einzigartig, sondern in vielen anderen muslimischen Ländern zu...
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Leuchtet ein.
In sehr abgeschwächter Form (nicht lebensbedrohend, aber evtl. existenzbedrohend) ist es bei uns nicht anders.
Man akzeptiert verbrecherisches Handeln, wenn das Benennen und öffentlich machen einem große Nachteile einbraechte.
In jüngster Zeit war das unter der Coronapolitik zu beobachten.