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MitgliederKameradschaft in der Ehe: Es ist nicht gut, allein zu sein

Das erste Gebot im Schöpfungsbericht lautet: „Seid fruchtbar und mehret euch“ (1. Mose 1,28). Im Sinne des Gesetzes ist die Fortpflanzung der Hauptzweck des Ehelebens.

Foto: Nati Shohat/Flash90

Im Hinblick auf das tägliche Leben in einer Ehe betrachtet die Thora sie jedoch nicht als vorrangig und schon gar nicht als ausschließlich.

Die Jahre der Romantik und der intensiven sexuellen Aktivität sind kürzer und weniger beständig als die Jahre der anhaltenden, lebenslangen Freundschaft. Kameradschaft beziehungsweise Freundschaft unter den Ehepartnern muss der wahren Liebe vorausgehen, sie ist ein notwendiger Bestandteil in den Spitzenjahren der sexuellen Aktivität und sie ist das süße, gemilderte und gesegnete Geschenk des Ehelebens im Alter.

Die Weisen des Talmuds bezogen sich auf die Kameradschaft in der Ehe, als sie sagten: „Es ist besser, ein Paar zu bleiben, als verwitwet zu werden.“ Dies entspricht der Weisheit von Prediger 4,9: „Zwei sind besser als einer.“ Dies wird durch die Beschreibung der Beziehung verdeutlicht, die im Hochzeitssegen zum Ausdruck kommt: re-im ahu-vim, geliebte Freunde.

Zur Veranschaulichung dieser Betonung der ehelichen Freundschaft in der jüdischen Tradition hier zwei der sieben Segenssprüche unter dem Hochzeitsbaldachin:

„Lass die geliebten Freunde sich freuen, wie Du Dich einst über Deine Geschöpfe...

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Patrick Callahan

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