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MitgliederJudenfeindschaft im „öffentlichen Diskurs“ – Teil 4

Der Begriff „Holocaust“ wurde erst durch die US-Serie Holocaust (1978) bekannt und fand seit ihrer Ausstrahlung 1979 auch in Deutschland rasch Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch.

Holocaust
Skulptur an der Sankt Marien Kirche in Wittenberg, die sogenannte „Judensau“. Foto: EPA-EFE/FELIPE TRUEBA

Der Begriff „Holocaust“ ist nicht nur in Deutschland eigentlich erst seit der vierteiligen US-amerikanischen Fernseh-Mini-Serie über die „Geschichte der Familie Weiß“ aus dem Jahr 1978 wirklich ins gesellschaftliche Bewusstsein getreten. Die Filme sind ein Jahr später, also 1979 auch auf Deutsch ausgestrahlt worden. Das liegt jetzt gerade mal 46 Jahre zurück. In kürzester Zeit hat sich die Bezeichnung seitdem im allgemeinen Sprachgebrauch manifestiert.

Für eine moralisch verwerfliche Verwendung dieses Wortes (Holocaust) in einem ganz und gar abscheulichen Kontext gehen wir noch viel weiter zurück, nämlich genau 790 Jahre. Da war der Begriff erstmalig in einem von seiner ursprünglichen Bedeutung gelösten Zusammenhang sowohl gotteslästerlich als auch judenverachtend missbraucht worden.

Denn was der englische Mönch Richard von Devizes in seiner Chronik von 1189 anlässlich der Krönung von Richard I. an Hass gegenüber den Juden durch seinen Federkiel auf das Pergament fließen ließ, ist in zweifacher Hinsicht ein haarsträubend frevelnder Tatbestand.

In der Chronik wird die Ermordung von Juden durch das Verbrennen bei lebendigem Leibe auf dem...

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Patrick Callahan

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