Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran wurde laut Angaben des israelischen Militärs ein hochrangiger Vertreter des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet, der für die Überwachung der Ölgeschäfte zuständig war, die angeblich zur Finanzierung des militärischen Aufbaus des Iran und seines regionalen Stellvertreter-Netzwerks beitrugen.
Das Ziel, identifiziert als Mohammad Reza Ashrafi Kahi, wurde am Freitag, dem 3. April, in der iranischen Hauptstadt getötet. In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung teilten die israelischen Streitkräfte mit, Ashrafi Kahi habe eine zentrale Rolle bei der Leitung des kommerziellen Arms des Öl-Einnahmesystems der IRGC gespielt – ein System, das jährlich Milliarden von Dollar generiere und Teheran dabei helfe, internationale Sanktionen zu umgehen.
Den israelischen Streitkräften zufolge wurden diese Gelder zur Unterstützung der Raketen- und Drohnenprogramme der IRGC sowie zur Stärkung verbündeter bewaffneter Gruppen in der gesamten Region verwendet, darunter die Houthis im Jemen, die Hisbollah im Libanon und die Hamas.
🔴ELIMINATED: Mohammad Reza Ashrafi Kahi, the Head of Commerce at the IRGC’s Oil Headquarters in Tehran.
Ashrafi managed the commercial operations of the Oil Headquarters, estimated at billions of dollars annually, and advanced the development of the IRGC’s military… pic.twitter.com/WmQHYOKPux
— Israel Defense Forces (@IDF) April 5, 2026
Israelische Regierungsvertreter erklärten, der Angriff sei Teil einer umfassenderen Strategie, die nicht nur auf die militärische Führung des Iran abziele, sondern auch auf die Finanzstrukturen, die dessen operative Reichweite stützen. Das Militär brachte die Tötung von Ashrafi Kahi mit einem früheren Angriff am 31. März in Verbindung, bei dem nach eigenen Angaben Jamshid Eshaqi getötet wurde, eine weitere Person, die angeblich in geheime Ölfinanzierungsnetzwerke verwickelt war, die sowohl mit dem IRGC als auch mit den konventionellen Streitkräften des Iran in Verbindung stehen.
Zusammengenommen scheinen die beiden Operationen ebenso sehr auf die wirtschaftliche Lebensader des Regimes abzuzielen wie auf dessen Kommandostruktur.
Die IDF erklärte, sie werde weiterhin hochrangige Persönlichkeiten verfolgen, die mit der Terrorinfrastruktur des iranischen Regimes in Verbindung stehen, wo immer dies notwendig sei.
Die Ankündigung erfolgte, während US-Präsident Donald Trump seine eigenen öffentlichen Drohungen gegen Teheran verschärfte. In einem Interview mit Fox News am Sonntag sagte Trump, dass er, sollte der Iran bis Dienstag keine Einigung erzielen, umfassende Maßnahmen gegen die Infrastruktur und den Ölsektor des Landes in Betracht ziehen werde.
Später bekräftigte er die Warnung in Social-Media-Beiträgen, in denen er andeutete, dass Teheran angesichts der Straße von Hormus, der strategischen Wasserstraße im Zentrum der zunehmenden regionalen Spannungen, vor einer immer knapper werdenden Frist stehe.
Das Gesamtbild wird immer deutlicher: Es handelt sich nicht mehr nur um einen Wettstreit um Raketen und Abschreckung. Es ist auch eine Kampagne gegen die Finanzmaschinerie, die es dem Iran und seinen Stellvertretern ermöglicht, weiter zu agieren.




