(JNS) Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Sa’ar kündigten am Donnerstag die Einleitung einer Klage gegen die New York Times an, weil diese „eine der abscheulichsten und verzerrtesten Lügen, die je gegen den Staat Israel veröffentlicht wurden“, publiziert habe.
Am 11. Mai veröffentlichte die Times einen Artikel von Nicholas Kristof, einem Kolumnisten für Meinungsbeiträge, der Palästinenser zitierte, die Israel „weitverbreitete israelische sexuelle Gewalt gegen Männer, Frauen und sogar Kinder – durch Soldaten, Siedler, Vernehmungsbeamte im internen Sicherheitsdienst Schin Bet und vor allem Gefängniswärter“ vorwerfen.
„Heute habe ich meine Rechtsberater angewiesen, die härtesten rechtlichen Schritte gegen die New York Times und Nicholas Kristof zu prüfen“, schrieb Netanjahu am Donnerstag auf X. „Sie haben die Soldaten Israels verleumdet und eine Blutverleumdung über Vergewaltigung verbreitet, indem sie versuchten, eine falsche Symmetrie zwischen den genozidalen Terroristen der Hamas und den tapferen Soldaten Israels herzustellen.“
„Unter meiner Führung wird Israel nicht schweigen. Wir werden diese Lügen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung und vor Gericht bekämpfen. Die Wahrheit wird siegen“, fügte der Ministerpräsident hinzu.
Kristof überprüfte die Quellen nicht und stellte deren Zuverlässigkeit nicht infrage. So zitiert er beispielsweise einen Bericht des Euro-Med Human Rights Monitor, einer in Genf ansässigen Organisation, die Israel vorwirft, „systematische sexuelle Gewalt“ einzusetzen, die „weit verbreitet als Teil einer organisierten Staatspolitik praktiziert“ werde.
NGO Monitor, eine in Jerusalem ansässige Beobachtungsorganisation, stellte fest, dass zentrale Mitglieder von Euro-Med Verbindungen zur Hamas haben. So erschien etwa Ramy Abdu, Gründer und Vorsitzender von Euro-Med, auf einer 2013 von Israel veröffentlichten Liste der „Hauptakteure und Institutionen“ der Hamas in Europa.
Kristof zitierte auch das Committee to Protect Journalists, das er als „eine angesehene amerikanische Organisation“ bezeichnet. Im Jahr 2024 stellte der investigative Journalist David Collier fest, dass die Gruppe in einem Bericht, der Israel vorwarf, Journalisten im Gazastreifen gezielt anzugreifen, Hamas-Propaganda übernommen hatte.
Kristof schien alle Vorwürfe ungeprüft zu übernehmen. „Unsere amerikanischen Steuergelder subventionieren den israelischen Sicherheitsapparat, daher handelt es sich um sexuelle Gewalt, an der die Vereinigten Staaten mitschuldig sind“, schrieb er.
Er schien zudem die Affäre Sde Teiman als Vertuschung darzustellen, in der fünf IDF-Reservisten, die in Einheit 100 dienten – einer Einheit der Militärpolizei, die für Hochrisiko-Sicherheitsgefangene zuständig ist – im Jahr 2025 wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs eines palästinensischen Häftlings angeklagt wurden.
Das Verfahren wurde eingestellt und die Reservisten wieder in den Dienst aufgenommen.
Kristof erwähnte nicht die fachliche Einschätzung von Professor Alon Pikarsky, Direktor der Allgemeinchirurgie am Hadassah-Universitätsklinikum in Jerusalem und Facharzt für Allgemeinchirurgie mit Spezialisierung auf kolorektale Chirurgie. Dieser erklärte, dass das Fehlen von Verletzungen am Anus des Terroristen darauf hindeute, dass er sich die Wunde selbst zugefügt habe, „da gerade das eigenständige Einführen eines Fremdkörpers, das ebenfalls zu einem Riss im Rektum führen kann, keine Verletzungen am Anus selbst verursacht, weil der Einführende (der Patient) auf eine sanfte und nicht traumatische Einführung des Fremdkörpers achten wird.“
„Die mir vorliegenden medizinischen Unterlagen (Krankenhausdokumente sowie ein Computerscreenshot vom 8. Juli 2024 von Dr. Muhammad Melhem), die keine Verletzungen am Anus ausweisen, sprechen für eine Selbstzufügung und nicht für eine Einwirkung durch Dritte“, schloss Pikarsky.
Michal Cotler-Wunsh, CEO des International Legal Forum, einer Organisation zur Unterstützung Israels und zur Bekämpfung von Antisemitismus, bezeichnete Kristofs Kolumne gegenüber JNS als „Blutverleumdung“.





Die israelische Regierung wird diesen Prozess gewinnen und er wird einen Wendepunkt in der Berichterstattung über Israel markieren. Vielen Journalisten wird daran klar, wie unkritisch sie selbst die Hamas-Propganda verbreiten, denn diese Art der einseitigen und verzerrten Berichterstattung, bei der vieles ins Gegenteil verkehrt wird, findet weltweit in allen Medien, vor allen den sozialen, statt. Dieser Prozess wird ein Musterprozess und vieles in Bezug auf den Journalismus und die Öffentlichkeit genrell in Bewegung bringen.