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Israel veröffentlicht geheime Akten zum 7. Oktober

Mit „The Missing October 7th Files“ legt Israel zwei Jahre nach dem Hamas-Terroranschlag zentrale Dokumente offen – von handschriftlichen Befehlen bis zu islamischen Rechtsurteilen (Fatwas), die Mord religiös rechtfertigen sollten.

7. Oktober
Gräber von Bewohnern des Kibbuz Be’eri, die am 7. Oktober von Hamas-Terroristen ermordet wurden, auf dem Friedhof des Kibbuz Revivim im Süden Israels, 15. November 2023. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Zwei Jahre nach dem verheerenden Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 präsentiert Israel ein digitales Denkmal des Gedenkens und der Aufklärung. Das Ministerium für Diasporaangelegenheiten und Bekämpfung des Antisemitismus hat die Internetseite The Missing October 7th Files gestartet. Dort sind zahlreiche Originaldokumente und Beweisstücke zugänglich, die Israels Sicherheitskräfte seit Beginn des Krieges im Gazastreifen sichergestellt haben.

Die Sammlung zeigt, dass der Angriff auf Israel keineswegs eine spontane Eruption der Gewalt war, sondern das Ergebnis jahrelanger Planung, gezielter Indoktrination und systematischer Vorbereitung. Unter den veröffentlichten Materialien finden sich handschriftliche Befehle des getöteten Hamas-Führers Yahya Sinwar, detaillierte Einsatzanweisungen für die Angreifer sowie Karten mit markierten Zielen – darunter israelische Dörfer, Kindergärten und Synagogen.

Besonders erschütternd sind Dokumente, in denen islamische Geistliche sogenannte Fatwas – islamische Rechtsurteile – erließen, die das Töten von Juden religiös legitimieren sollten. Diese religiös verbrämte Ideologie bildete die geistige Grundlage des Massakers und zeigt, wie tief der Hass ideologisch verankert wurde.

Das Ministerium erklärte, das neue Archiv solle „die organisierte Bösartigkeit hinter dem 7. Oktober sichtbar machen“. Es zeige, wie Handbücher, Befehle und religiöse Texte zusammen ein Bild der systematischen Vernichtung schufen. Der Anschlag sei nicht nur ein terroristischer Angriff gewesen, sondern ein industriell geplanter Akt des Hasses.

Die Internetseite versteht sich auch als digitales Mahnmal für Wahrheit und Erinnerung. Sie richtet sich an die internationale Öffentlichkeit, um die Fakten zu dokumentieren und den zunehmenden Versuchen entgegenzutreten, die Ereignisse zu verzerren oder zu relativieren.


Am 7. Oktober 2023 drangen rund 6.000 Terroristen aus dem Gazastreifen nach Israel ein – Mitglieder der Hamas, des Islamischen Dschihad, der Fatah und andere Bewaffnete. Sie ermordeten etwa 1.200 Menschen, verletzten Tausende und verschleppten 251 Israelis in den Gazastreifen. Noch heute, zwei Jahre später, befinden sich 48 Geiseln in der Gewalt der Hamas. Nach israelischen Schätzungen sind etwa 20 von ihnen noch am Leben.

Mit „The Missing October 7th Files“ setzt Israel ein Zeichen gegen das Vergessen. Es ist nicht nur eine Sammlung von Beweisen, sondern ein digitales Zeugnis – ein Aufruf, die Wahrheit zu bewahren und der Lüge entgegenzutreten.

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Patrick Callahan

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