Israel Heute Morgen

Nachdem unsere Redaktion in den vergangenen fünf Tagen geschlossen war, geht es heute wieder los. Ein paar Worte über die Feiertage zuhause und auf den Strassen des Landes, sowie in einem Haus von Chabad im entfernten Indien, wo unser Sohn zusammen mit 200 Israelis den Beginn des neuen Jahres feierte.

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Guten Morgen liebe Leser!

Das neue Jahr hat begonnen. Nachdem unsere Redaktion in den vergangenen fünf Tagen geschlossen war, geht es heute wieder los. Und das ist nicht so einfach, noch immer liegt einem das üppige Essen, das es an den Feiertagen gab, im Magen. Aber der Kalender meint es gut mit uns, denn heute ist schon Mittwoch, so dass es bis zum Wochenende nicht mehr sehr lange dauert. Und dann beginnt am Dienstagabend auch schon der Jom Kippur und gleich danach beginnt das Laubhüttenfest, Sukkot. Ein besonderer Monat.

Die Feiertage waren schön, in unserem ganzen Haus, in dem es insgesamt acht Wohnungen gibt, war eine festliche Atmosphäre. Man konnte hören, wie immer mehr Gäste eintrafen, um mit unseren Nachbarn das Neujahr zu feiern. Immer wieder hörte man vom Treppenhaus aus die “Shana Tova” Wünsche. Die jüngeren Nachbarn von gegenüber sind zu ihrer Familie gefahren, wie es für junge Familien eben üblich ist. Auch wir haben die Feiertage immer bei meinen Schwiegereltern verbracht, als diese noch lebten. Doch die Zeiten ändern sich und nun sind wir oft die Gastgeber. Das Gute daran ist, dass uns die traditionellen Verkehrsstaus am Abend des Feiertages erspart bleiben.

Israelis auf dem Weg zum Festmahl (Foto: Flash90)

So hatten wir zu den Feiertagen ein “volles Haus”, die Familie traf sich bei uns. Nur unser ältester Sohn war nicht da. Er feierte das neue Jahr mit seiner Freundin und rund 200 weiteren Israelis im Chabad-Haus im indischen Leh. Er meldete sich, um uns ein gutes neues Jahr zu wünschen und schickte uns ein Foto. Irgendwie beeindruckend.

Rund 200 Israelis feiern das neue Jahr in Leh, Indien, Sonntagabend (Foto: Moshik Eilon)

Es befinden sich momentan sehr viele Israelis in Indien, was eines der beliebtestens Reiseziele ist. So kann es immer wieder passieren, dass man dort einen Bekannten oder Freund antrifft, auch in den entlegensten Orten, so wie es der Freundin meiners Sohnes passierte, als sie ihre Freundin traf.

Viele Israelis sind zu den Feiertagen also im Ausland, aber es sind noch genug im Land geblieben, denn auch die Nationalparks und Naturreservate waren alle sehr gut besucht. Im Hayarkon Park von Tel Aviv wurde natürlich gegrillt. Auch Ein Gedi am Toten Meer war ein besonders beliebtes Ausflugsziel, wie auch der Strand von Achziv im Norden, wo man campen kann und natürlich der See Genezareth, der leider immer mehr Wasser verliert. Nicht weniger als 40.000 Menschen haben dort das neue Jahr gefeiert.

Israelis feiern das neue Jahr in der Natur

Und jetzt fehlt uns noch das Wetter für heute in Israel:

Teils bewölkt bis heiter mit einer weiteren leichten Erwärmung in den Bergen. Im Norden und in den Bergen werden die Temperaturen für die Jahreszeit überdurchschnittlich hoch sein. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 35 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist in den letzten Tagen um vier Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.28 m unter dem Meeresspiegel

Was das aktuelle Geschehen bei uns im Land betrifft, so habe ich in den letzten Tagen nicht einmal Nachrichten im Fernsehen gesehen oder im Radio gehört. Aber keine Sorge. Wir werde Sie ab heute wieder über alles, was für Israel wichtig ist, informieren.

Und jetzt noch ein Wort zum heutigen Titelbild. Es zeigt Juden am Strand von Tel Aviv beim sogenannten “Tashlich”, ein jüdischer Brauch, bei dem man am Nachmittag des ersten Neujahrtages Brotkrümel, die sich vielleicht in den Taschen der Kleidung befinden, und kleine Steine in frei fließendes Wasser wirft. Das kann ein Fluss oder auch das Meer sein. Dies symbolisiert das Wegwerfen der Sünden des vergangenen Jahres. Dabei betet man einige Gebete, sogenannte “Bußgebete”, darunter Micha 7, 18-20:

“Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade! Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie du unsern Vätern vorzeiten geschworen hast.”

Ich wünsche Ihnen noch einmal ein gutes neues Jahr und einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Machen Sie es gut

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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