Guten Morgen liebe Leser!
Am Ende hat es gestern bei uns nicht geregnet, obwohl der Himmel oft danach aussah. Heute ist es noch wärmer geworden, schon jetzt sind hier in Jerusalem 21 Grad. Schade dass es so warm und trocken ist, denn heute Abend ist Lag beOmer, da ist es Tradition, Lag beOmer-Feuer anzuzünden. Das ist immer ein netter Abend. Früher haben wir es zusammen mit den Schulklassen unserer Kinder gemacht. Jeser für das Feuer etwas mitgebracht, nicht nur Holz, sondern auch Kartoffeln und Marshmallows. Am Lagerfeuer wurden dann Geschichten erzählt. Der Abend hat immer eine ganz besondere Atmosphäre gehabt, alle waren draußen. Leider scheint heute das Wetter nicht so mitzuspielen. Gestern hat es an einigen Stellen kleinere Brände gegeben, so dass die Öffentlichkeit sogar dazu aufgerufen wurde, das Anzünden von Feuern zu vermeiden. Die Luft ist zu warm und viel zu trocken. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass es keine Feuer heute Abend geben wird.
Ich werde auf alle Fälle zuhause alle Fenster schliessen und ganz bestimmt keine Wäsche im Garten lassen. Denn die würden dann wie geräuchert riechen und müssten sofort noch einmal in die Waschmaschine. Einmal ist das uns passiert, seitdem nie wieder. Jetzt sind unsere Kinder schon groß, so dass wir nichts mehr mit den Vorbereitungen zu Lag beOmer zu tun haben. Und wenn, dann bleiben wir im Garten und grillen. Aber heute ist das Wetter eben nicht so gut dafür.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Sharav in den meisten Teilen des Landes. Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern. In den östlichen Wadis besteht weiterhin die Gefahr von Blitzfluten. Am Vormittag starke östliche Winde in den Bergen und im Norden des Landes. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 33 Grad, Haifa 32 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Beersheva 36 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.36 m unter dem Meeresspiegel.
Gestern brach der öffentliche Verkehr von Tel Aviv nach Modiin zusammen. Nachdem bei Arbeiten an den Stromleitungen eine Stromleitung auf einen Zug und den Schienen fiel, musste die Verbindung von und nach Modiin eingestellt werden. Unsere Tochter erfuhr das in dem Moment, als sie in Tel Aviv in den Zug stieg, um nachhause zu fahren, nachdem sie zwei Tage im Dienst war. Sie musste dann wieder aussteigen und mit dem Bus fahren. Doch auch daraus wurde nichts. Die Busse wren derart überfüllt, dass sie dreimal einfach an der Station vorbei fuhren, ohne zu halten. Nach stundenlangen vergeblichen warten blieb ihr dann nichts anderes übrig, als in Tel Aviv zu bleiben. Sie war gestern nicht die Einzige, die durch die chaotischen Zustände zu leiden hatte. Pannen passieren nun mal
Das heutige Titelbild zeigt die sogenannte “Altstadt-Bahn” der Altstadt von Jerusalem. Sie ist natürlich nur für Touristen gedacht, eine Fahrt ist aber sehr nett. Dennoch warten wir alle auf den echten Schnellzug zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Doch nun las ich einen Artikel über die Fortschritte und ich habe mittlerweile den Eindruck bekommen, dass es in diesem Jahr nicht mehr dazu kommen wird. Es sind sehr viele Fehler begangen worden, für zahlreiche Probleme soll es noch keine Lösung geben. Auch sollen zum Beispiel die Stromleitungen nur für eine begrenzte Zeit halten und müssten dann schon sehr bald ausgewechselt werden. Ich glaube nicht, dass das Versprechen, den Zug um die Sukkot-Feiertage in Betrieb zu nehmen, eingehalten werden kann.
In den Medien wird natürlich noch immer fast nur über ein Thema gesprochen, die Vorstellung von Netanjahu bezüglich des iranischen Atom-Programmes. Die Europäer und auch die Internationale Atomenergie-Organisation haben sich nicht beeindrucken lassen und sind weiterhin der Meinung, der Iran habe das Atom-Abkommen nicht gebrochen, es gebe keinerlei Hinweise dafür, wie “Die Welt” berichtete:
Alles klar, kann ich da nur sagen. Sollen sie doch weiterhin ihre Augen und Ohren schließen und ihre Köpfe in den Sand stecken, ich habe es aufgegeben, man kann ihnen einfach nicht helfen. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
Und zum Schluß noch ein Ausschnit aus der deutschen Tagesschau von gestern:
Aus der Tagesschau von gesternIch denke, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich fragte mich nur, wie sich die Nachrichtensprecherin beim Lesen dieser Zeilen fühlte.
Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedliche Mittwoch. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




