Guten Morgen liebe Leser!
Wir nähern uns dem Ende der Pessach-Woche. Heute Abend beginnt der zweite Feiertag von Pessach. Danach darf dann wieder Gesäuertes gegessen werden. Da der letzte Tag von Pessach diesmal auf einen Freitag fällt, müssen wir noch einen Tag länger auf das Brot warten, denn am Shabbat darf natürlich nicht gebacken werden. Doch dann, am Samstag Abend nach Ausgang des Shabbats, dann wird in vielen Häusern und auch an öffentlichen Plätzen wieder groß gefeiert werden. Es wird Mimuna gefeiert. Dieses Fest stammt von den Juden aus Marokko und Nordafrika. Am Abend nach dem Ende von Pessach haben die Juden in Marokko der Erzählung zufolge von ihren muslimischen Nachbarn das Mehl wieder zurück bekommen, das sie ihnen für die Zeit von Pessach „verkauft“ hatten. Damit wurden dann sogenannte Mufletas zubereitet, ein Teig, der in der Pfanne zu einer Art dünnen Pita zubereitet wird. Darauf wird dann Honig oder Sirup gegossen. Sehr lecker und sehr kalorienreich.
Außer den traditionellen Mufletas gibt es noch weiter süße Leckereien. Begleitet wird dieses Fest mit viel Tanz und Musik. Die Juden von Marokko feierten dieses Fest gemeinsam mit ihren muslimischen Nachbarn. Die Türen sind zu Mimuna für alle offen. In Israel ist dieses Fest mittlerweile ein israelisches Fest geworden, das fast von allen gefeiert wird. Auch hier in Modiin lädt die Stadt jedes Jahr zum Mimuna ein und verteilt Mufletas an die Bürger.
Das folgende Video des neuen Israelischen Rundfunks KAN erzählt uns über das Mimuna-Fest (mit englischen Untertiteln):
Pessach ist ein schönes Fest, eigentlich könnte ich es fast als mein Lieblingsfest bezeichnen. Die ganze Woche hat so eine besondere Atmosphäre. Der Frühling ist da, es wird immer wärmer, Man kann Ausflüge in die Natur machen, an den Strand gehen, man trifft sich mit Freunden, man kann den Grill wieder hervorholen. Ja, der Grill wird hetzt wieder im Mittelpunkt stehen, denn bald wird auch der Unabhängigkeitstag gefeiert. Pessach ist der Beginn dieses ganz besonderen Monats. Und wenn wir schon von dem guten Wetter reden, hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter bis wolkig mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich warm. In der südlichen Arava-Wüste und in Eilat kann es zu vereinzelten Regenschauern kommen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 34 Grad, Eilat am Roten Meer 31 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -213.425 m unter dem Meeresspiegel.
Das heutige Titelbild stammt aus den Golanhöhen. Wir sehen den Odem Berg. Es handelt sich dabei um einen ausgelöschten Vulkan. Gestern hat dort ein sehr bekanntes Ehepaar einen Ausflug gemacht. Erkennen Sie das Paar auf dem Bild? Die Antwort darauf finden Sie hier.
Schön wäre es, wenn wir uns an diesem verlängerten Wochenende nur mit den Feiertagen beschäftigen könnten, doch leider schauen wir auch an diesem Wochenende wieder in Richtung Gazastreifen. Denn dort hat man auch für diesen Freitag eine neue “Aktion” geplant. Es sollen nicht weniger als 10.000 Reifen an verschiedenen Stellen nahe des Grenzzaunes verbrannt werden. Das kann auch ökologisch betrachtet verheerende Folgen haben, für die Pflanzen, die Tiere und auch für die Menschen und besonders für die Menschen im Gazastreifen. Aber das scheint die Veranstalter, die Hamas, nicht sonderlich zu stören. Sie wollen mit dem schwarzen Rauch der berennenden Reifen verhindern, dass israelische Soldaten auf Terroristen das Feuer eröffnet, wenn diese versuchen, den Grenzzaun zu überwinden. Auch Spiegel sollen dabei zum Einsatz kommen. In den Medien wurde berichtet, dass man ein weiteres Wochenende der Gewalt erwartet. Das ist schade. Niemand wird dabei etwas gewinnen. Israel hat sich bereits an den Weltgesundheitsverband gewandt mit der Bitte, etwas gegen die geplanten Verbrennungen Tausender Reifen zu tun. Ich denke nicht, dass das etwas nützen wird. Ich frage mich wirklich, wieviel Zeit noch vergehen muss, bis die Bewohner des Gazastreifens verstehen werden, wer ihr wirklicher Feind ist. Doch solange auch der größte Teil der Länder der Welt die Hamas weiterhin unterstützt und Israel verurteilt, wird sich wohl nichts ändern. Die Hamas wird weiter die Hilfsgelder für ihre Terrorzieke verschwenden, die Bürger von Gaza werden weiter nur ausgebutzt werden und Figuren in diesem Spiel der Hamas sein. Mahmud Abbas wird weiter versuchen, die Hamas in die Knie zu zwingen, indem er die Stromversorgung weiter drosselt, wofür dann Israel verantwortlich gemacht werden wird. Sie sehen, ich bin nicht sehr optimistisch, leider.
Dennoch möchte ich Ihnen jetzt einen angenehmen und ruhigen Donnerstag wünschen und ein friedliches Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Ich hoffe, es wird ein guter Shabbat. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




