Israel

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Israel Heute Morgen

Als ich heute früh um kurz vor 6 Uhr die Wohnung verließ, dachte ich mir, ich könnte auf meine Jacke verzichten. Ein paar Worte über einen Shabbat-Ausflug in die Natur, ohne lange Laufen zu müssen, eventuelle Wahlen im Juni, den Jerusalem Marathon vom Freitag und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Als ich heute früh um kurz vor 6 Uhr die Wohnung verließ, dachte ich mir, ich könnte auf meine Jacke verzichten, mein Pullover würde reichen. Das Wetter am Wochenende war sehr angenehm und außerdem beginnt ja schon bald der Frühling. Doch als ich in Jerusalem aus dem Bus stieg, war mir doch noch ein wenig kalt. Es waren gerade mal 10 Grad, allerdings war der Himmel wolkenlos und die Sonne strahlte eine angenehme Wärme aus. Was stelle ich mich so an, dachte ich mir, schließlich kam ich vor einer Woche in Deutschland doch auch mit minus 14 Grad zurecht. Es ist eben alles relativ. Eigentlich könnte das Wetter nicht besser sein hier in Jerusalem, frische Luft, blauer Himmel und angenehme Sonnenstrahlen. Und in den nächsten Tagen soll es eh wieder deutlich wärmer werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bewölkt ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Möglichkeit von leichtem Nieselregen am Morgen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 25 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.50 m unter dem Meeresspiegel.

Das Wetter am Wochenende war wie gesagt wunderschön. Da dachten wir uns, es wäre doch mal an der Zeit, endlich mal wieder einen gemeinsamen Ausflug in die Natur zu machen. Und das taten wir dann auch. Schnell ein paar Wasserflaschen und eine Thermoskanne mit Kaffee organisiert, dazu noch etwas Obst und dann ging es nach draußen. Nach etwa 50 Metern intensivem Fußmarsch erreichten wir bereits das Ziel unseres Shabbat-Ausflugs. Ich war so begeistert, dass ich sofort ein Foto machen musste. Sie geben mir sicher Recht, dass sich der lange Weg gelohnt hat, Israel hat wunderschöne Plätze.

Direkt vor der Haustür: Was braucht der Mensch mehr? (Foto: Dov Eilon)

Ok, Spaß beiseite. Sie haben sicher schon verstanden, dass unser “Shabbat-Ausflug” eigentlich nur ein kurzer Spaziergang vor unserer Haustür war. Aber mehr brauchten wir gar nicht. Was kann ich dafür, dass wir mitten in dieser wunderschönen Natur wohnen? Tatsächlich fahren viele genau an diesen Platz, um etwas in der Natur zu wandern, auf den grünen Hügeln, wo die Kühe friedlich weiden. Der Jüdische Nationalfond Keren Kayemet lädt regelmäßig zu geführten Wanderungen ein. Dabei kann man auch einige archäologische Ausgrabungsstätten bewundern. Es war ein schöner Shabbat.

Und nun beginnt die neue Woche. Sie beginnt mit der Frage, ob wir schon bald zu den Wahlurnen gebeten werden oder ob die Regierung doch noch bis zum regulären Wahltermin, November 2019, durchhalten wird. In den Medien wird heftig spekuliert, wer von den Politikern an Neuwahlen interessiert sei. Offiziell wird gesagt, dass eigentlich niemand wirklich Neuwahlen haben möchte. Heute soll sich Netanjahu mit den Koalitionsparteien treffen, danach werden wir alle vielleicht etwas schlauer sein. Ein Gespräch mit den orthodoxen Parteien gestern Abend soll Berichten zufolge keine Ergebnisse gebracht haben. Ich bin gespannt. In nur vier Tagen beendet die Knesset ihre „Wintersaison“ und geht in die Pessach-Ferien, bis dahin muss der Staatshaushalt verabschiedet werden, sonst soll es Neuwahlen geben.

Archivbild: Orthodoxe Juden demonstrieren vor dem Jerusalemer Rekrutierungsbüro. Ein Streit un das Wehrpflichtgesetz hat zu einer Regierungskrise geführt (Foto: Flash90).

Wird man sich bezüglich des Wehrpflichtgesetzes einigen können? Spontan würde ich sagen, dass es zu keiner Einigung kommen wird, aber alle Seiten sind immer für eine Überraschung gut, besonders, wenn es darum geht, seinen eigenen Stuhl zu retten. So ist das nun mal in der Politik. Leider.

Etwas Sport am Ende: Das heutige Titelbild stammt vom Jerusalem Marathon, der, wie Sie sicher wissen, am Freitag stattgefunden hat. Der Lauf lief reibungslos ab, Sieger des Marathons war zum dritten Mal in Folge Kipkosgei Shadrac aus Kenia. Er beendete den Lauf nach zwei Stunden, 21 Minuten und 25 Sekunden. Damit war er 4 Sekunden langsamer als im letzten Jahr.

Gewann den Marathon zum dritten Mal in Folge: Kipkosgei Shadrac aus Kenia (Foto: Miriam AlsterFlash90)

Und nun wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Sonntag und eine gute neue Woche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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