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Israel Heute Morgen

Was für ein Wochenende! Während es bei uns am Freitag mehr als sechs Stunden lang ununterbrochen geregnet hatte, schneite es in den Golanhöhen und in den Bergen Galiläas. Dennoch würden noch mindestens 30 Regentage fehlen, warnte die Wasserbehörde. Ein neues Gesetz in Polen ist heute das Thema des Tages hier bei uns.

Guten Morgen liebe Leser!

Was für ein Wochenende! So viel Regen auf einmal hatten wir schon lange nicht mehr. Allein an Freitag regnete es bei uns in Modiin über sechs Stunden lang ununterbrochen und sehr stark, eimerweise. Es war wirklich enorm, welche Wassermengen da aus den Wolken kamen. Gestern wurde der Regen dann schon etwas schwächer und heute ist die Sonne wieder durchgekommen, man kann sogar etwas blau um Himmel sehen. Der Sturm ist vorbei, in den nächsten Tagen werden die Temperaturen wieder ansteigen, ab Mittwoch soll es wieder sonnig und angenehm werden. So sehr wir den Regen brauchen , eine keine Pause kann ich jetzt auch wirklich gebrauchen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Möglichkeit von leichtem Regen im Norden und Zentrum des Landes. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um elf (!) Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -214.01 m unter dem Meeresspiegel.

So beeindruckend der Anstieg des Wasserpegels des Genezareth Sees auch ist, es fehlt noch immer sehr viel Wasser. Die Wasserbehörde erklärte, das wir noch mindestens 30 Regentage bräuchten, um an die Regenmenge des vergangenen Jahres heranzukommen, in dem es auch nicht genug geregnet hätte. Die natürlichen Wasservorräte des Landes seien noch immer auf ihrem tiefsten Punkt seit einem Jahrzehnt. Es würden noch immer rund eine Milliarde Kubikmeter Wasser fehlen. Den Vorhersagen nach wird sich die Lage in diesem Jahr sogar noch verschlechtern. Das klingt jetzt alles sehr negativ. Dennoch, denke ich, sollten wir sehr dankbar sein für diese ergiebigen Regenfälle, denn ohne sie wäre es doch noch schlechter.

In den Golanhöhen und in den hohen Lagen Galiläas hat es am Wochenende geschneit. Die Schneelandschaft, wir auf dem heutigen Titelbild aus Safed, sah wirklich wunderschön aus. So sind viele Menschen trotz des Regens nicht zuhause geblieben und haben sich auf dem Weg in den Norden gemacht, um etwas von dem Schnee mitzubekommen. Wo Schnee ist, kann es auch glatt werden, das sollte man nie vergessen.

Schnee in Safed (Tzfad). Man sollte schon gut vorbereitet in den Schnee fahren, sonst wird es rutschig.

Der Hermon Berg ist jetzt für Besucher wieder geöffnet, auch das Skifahren ist jetzt endlich möglich.

Doch nun zurück in den Alltag. Die neue Woche hat begonnen. In den Medien redet man seit gestern alle nur noch über Polen und das neue Gesetz, das ausgerechnet gestern, am internationalen Gedenktag an den Holocaust vom polnischen Parlament verabschiedet wurde. Das neue Gesetz verbietet, Polen in Verbindung mit dem Holocaust zu erwähnen. Wie geschmacklos, war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, wieso gerade jetzt so ein Gesetz? Doch bevor man eilige Schlüsse zieht, sollte man sich vielleicht etwas genauer mit diesem Gesetz beschäftigen. Denn wir wissen doch alle, wer für den Holocaust verantwortlich ist. Mehr darüber in unseren Berichten.

Jetzt wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen und erholsamen Sonntag. Bei uns in der Redaktion word schon wieder an der nächsten Ausgabe von Israel Heute gearbeitet. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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