Erstmals könnte ein arabischer Staat die Möglichkeit erhalten, Uran auf eigenem Boden anzureichern – ein technologischer Schritt, der zwar offiziell der Energieversorgung dient, langfristig aber den Weg zur Entwicklung von Atomwaffen ebnen kann. Für Israel geht es deshalb nicht nur um Saudi-Arabien, sondern um die Frage, ob der Nahe Osten vor einem nuklearen Dominoeffekt steht.
Das amerikanische Einverständnis zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms in Saudi-Arabien sorgt im Nahen Osten für erhebliche Besorgnis. Experten warnen, dass die Vereinbarung langfristig einen regionalen nuklearen Rüstungswettlauf auslösen könnte. Zwar geht es offiziell um die zivile Nutzung der Kernenergie, doch entscheidend ist ein Detail des Abkommens: Riad soll nicht nur einen Kernreaktor erhalten, sondern auch Uran auf eigenem Boden anreichern dürfen.
Grundsätzlich müsste ein ziviles Atomprogramm Israel nicht beunruhigen. Die Vereinigten Arabischen Emirate betreiben bereits das Kernkraftwerk Barakah, und auch der iranische Reaktor in Buschehr dient offiziell der Stromerzeugung und wurde mit Zustimmung der internationalen Gemeinschaft errichtet. Ein Reaktor zur Energiegewinnung allein eignet sich nicht zur Herstellung von Atomwaffen.
Der entscheidende Unterschied im saudisch-amerikanischen Abkommen...
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