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Innerhalb eines Jahrzehnts: Israel wird zur Heimat der Mehrheit aller Juden weltweit

Fast die Hälfte aller Juden lebt bereits in Israel – und der Trend zeigt klar nach oben: Ein neuer demografischer Bericht prognostiziert, dass Israel innerhalb von zehn Jahren zum Zuhause der Mehrheit aller Juden weltweit wird.

Israelis haben viele Kinder, auch säkulare Juden. Foto: Miriam Alster/FLASH90
Israelis haben viele Kinder, auch säkulare Juden. Foto: Miriam Alster/FLASH90

Ein neuer Bericht des Londoner Instituts für jüdische Politikforschung zeigt: Zum ersten Mal in der modernen Geschichte könnte Israel innerhalb der nächsten zehn Jahre die Heimat der Mehrheit aller Juden weltweit sein – ein demografischer Wendepunkt von historischer Bedeutung, der weit über Statistiken hinausgeht.

 

Israel überholt die Diaspora – Geburtenrate und Einwanderung als Motor

Die Weltjudenpopulation beläuft sich derzeit auf rund 15,8 Millionen – weniger als die Niederlande. Davon leben bereits fast 7,8 Millionen in Israel, was einem Anteil von rund 49 Prozent entspricht. Der Trend ist eindeutig: Während die jüdischen Gemeinden in der Diaspora schrumpfen oder stagnieren, wächst Israel unaufhörlich weiter. Israel hat zum Jahresbeginn 2026 erstmals die Marke von 10 Millionen Einwohnern überschritten, mit einem jüdischen Bevölkerungsanteil von 76,3 Prozent.

Der Haupttreiber ist Israels außergewöhnlich hohe Geburtenrate. Selbst im säkularen Tel Aviv liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie höher als in jedem europäischen Land. Das Medianalter in Israel beträgt gerade einmal 29,3 Jahre – weit unter dem von Deutschland mit 47 Jahren oder den USA mit 38 Jahren. Dazu kommen kontinuierliche Einwanderungswellen: Zuletzt feierten 250 Mitglieder der Bnei-Menashe-Gemeinschaft aus Indien ihre Ankunft am Flughafen Ben-Gurion – ein Symbol für die anhaltende Erfüllung der zionistischen Vision, der Heimkehr der Juden aus aller Welt.

 

Diaspora schrumpft – besonders in Europa und den USA

Professor Sergio DellaPergola von der Hebräischen Universität Jerusalem, der den Bericht für das Institut verfasst hat, zeichnet ein klares Bild der Gegenwart und der Zukunft. Die jüdischen Gemeinden in Europa schrumpfen durch Abwanderung, niedrige Geburtenraten und zunehmende Assimilation. Auch in den USA – mit rund sechs bis sieben Millionen noch immer die zweitgrößte jüdische Gemeinschaft der Welt – wächst die Sorge: Interehe, sinkende jüdische Identifikation und grassierender Antisemitismus treiben immer mehr amerikanische Juden nach Israel.

DellaPergola schreibt: „Falls es im Jahr 2126 noch eine Welt gibt, wird es ein jüdisches Volk geben – aber eines, das sich grundlegend vom heutigen unterscheidet, in einer Welt, die noch unkenntlicher ist als die, in der wir heute leben.“ Bis 2050 könnten ultraorthodoxe Juden fast ein Drittel der jüdischen Bevölkerung in Israel ausmachen – eine Verschiebung, die tiefgreifende gesellschaftliche und politische Konsequenzen haben wird.

Für Israel bedeutet dieser demografische Wandel auch eine geopolitische Verschiebung: Als Heimat der Mehrheit aller Juden weltweit wächst die Verantwortung des jüdischen Staates für die gesamte jüdische Welt – und damit auch der Druck, sich als sicheres, lebenswertes und zukunftsfähiges Zentrum jüdischen Lebens zu behaupten.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Innerhalb eines Jahrzehnts: Israel wird zur Heimat der Mehrheit aller Juden weltweit”

  1. Jürgen Dold sagt:

    In der Bibel zeugt Jeremia 8-13 davon:

    8 Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde; unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander; eine große Gemeinde kehrt hierher zurück!

    9 Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; ich will sie zu Wasserbächen führen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht straucheln werden; denn ich bin Israel zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener.

    10 Hört das Wort des Herrn, ihr Heidenvölker, und verkündigt es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.

    11 Denn der Herr hat Jakob losgekauft und ihn aus der Hand dessen erlöst, der mächtiger war als er.

    12 Und sie werden kommen und auf der Höhe Zions jubeln und herbeiströmen zu der Güte des Herrn, zum Korn, zum Most und zum Öl und zu den jungen Schafen und Rindern; und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden nicht länger verschmachten.

    13 Dann wird die Jungfrau sich mit Reigentanz erfreuen, auch junge Männer und Greise miteinander; und ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und sie trösten und erfreuen nach ihrem Schmerz.

  2. Jürgen Dold sagt:

    Jeremia 31,8-13

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