Die israelischen Streitkräfte haben am Mittwoch im Gazastreifen die Leiche eines Soldaten geborgen, der bei den Terroranschlägen im Süden Israels am 7. Oktober im Kampf gegen Hamas-Aktivisten getötet worden war.
Die Familie des Soldaten sei informiert worden, auf ihren Wunsch werde sein Name noch nicht öffentlich bekannt gegeben.
„Die ganze Nation trauert um diesen schrecklichen Verlust … und ich spreche seiner Familie unser tiefstes Beileid aus“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwochabend.
„Ich möchte den tapferen Kämpfern und Kommandeuren der israelischen Verteidigungsstreitkräfte und des Shin Bet [israelischer Sicherheitsdienst] für ihren wichtigen Einsatz danken. Der Staat Israel wird weiterhin alles in seiner Macht Stehende tun, um alle unsere Entführten lebend oder tot zurückzubringen“, fügte er hinzu.
Insgesamt befinden sich noch 107 Geiseln im Gazastreifen in der Gewalt der Hamas.
„Ich spreche den Streitkräften der israelischen Armee und des israelischen Inlandsgeheimdienstes meine Anerkennung aus, die eine mutige Operation durchgeführt haben, um den Leichnam eines gefallenen Soldaten aus Gaza zu bergen und ihn zur Beerdigung nach Israel zu überführen“, sagte Verteidigungsminister Yoav Galant am Mittwochabend. „Diese Operation spiegelt unser Engagement wider, alle Geiseln nach Hause zu bringen“.
Am Dienstag wurde Qaid Farhan Alkadi (52) aus der Beduinenstadt Rahat in der Negev-Wüste in einer „komplexen Operation“ aus einem Tunnel im südlichen Gazastreifen gerettet.
Alkadi, Vater von elf Kindern, wurde am Mittwochnachmittag aus dem Soroka Medical Center in Beersheba entlassen. Er war 326 Tage in Gefangenschaft, nachdem er am 7. Oktober von der Hamas in Mivtachim entführt worden war.
Vergangene Woche hat die israelische Armee die Leichen von sechs Geiseln geborgen, die am 7. Oktober aus einem Tunnel in Khan Younis im südlichen Gazastreifen entführt worden waren.
In einer gemeinsamen Operation der israelischen Armee und des israelischen Auslandsgeheimdienstes wurden die Leichen von Avraham Munder, Yoram Metzger, Nadav Popplewell, Yagev Buchshtav, Chaim Peri und Alex Dancyg mehr als zehn Monate nach dem von der Hamas verübten Massaker gefunden.
(JNS)




