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„Hallo, wenn der Messias kommt, wird alles gut“

In dieser Woche feiert das Volk Israel das biblische Pessachfest – ein Fest der Befreiung, der Erlösung und des Neubeginns. Doch nicht nur Ägypten muss verlassen werden – auch unsere inneren Gefangenschaften.

Messias
Mitglieder des Kibbutz Ramat Yohanan, in der Nähe von Haifa im Norden Israels, tanzen am 13. April 2025 in einem Weizenfeld bei der jährlichen Omer-Erntezeremonie. Die Zeremonie findet jedes Jahr nach dem Pessach-Seder statt und markiert den Beginn der Weizenernte während des jüdischen Pessach-Festes. Foto: EPA-EFE/ABIR SULTAN

Aviel Schneider

Vorurteile gegenüber Israel sitzen oft tief, besonders auf geistlicher Ebene. Ich spreche nicht theoretisch – ich spreche aus eigenem Ringen. Unsere Vorstellungen über Israel sind nicht automatisch identisch mit Gottes Sicht. Gerade im Blick auf Israel sind viele Vorstellungen mehr geprägt durch eigene Prägung als durch biblische Offenbarung. Deshalb braucht es Mut und Gnade, alte Bilder loszulassen – und den Blick für das zu öffnen, was Gott selbst mit seinem Volk sieht. Und das gilt auch für mich.   

 

Wenn der Messias kommt wird alles gut

Dies ist oft die ultimative Antwort von vielen gläubigen Christen und Juden, die mit der Realität nichts mehr anfangen können und daher sofort alles auf den Messias schieben, der verheißene Erlöser, der Gerechtigkeit bringt, die Welt heilt und Frieden schafft. Das wissen wir, denn auch wir warten auf den Messias, der die Welt wieder in Ordnung bringt und uns von Leiden, Ungerechtigkeit, Krieg und Tod erlöst. „Wenn der Messias kommt wird alles gut“, ist eine oft eine abgedroschene Antwort wie „Baruch HaSchem“, übersetzt „Gepriesen sei der Name Gottes“ oder kurz gefasst „Gott sei Dank“. Gott danken ist Tacheles ein Ausdruck daran, dass hinter allem Guten nicht nur Zufall oder Können steht, sondern Gottes Güte und Gegenwart steht. Doch religiöse Juden gebrauchen diesen Ausdruck oft für alles, auch wenn es ihnen dreckig geht oder sie sich vor einer wahren Antwort drücken wollen, so sagen sie schnell „Baruch Haschem“. Mit „Baruch Haschem“ wird der Nächsten abgewimmelt.  Aus meiner Sicht wird damit der wahre Sinn von „Gepriesen sei der Name Gottes“ abgewertet und in seiner Tiefe oder Bedeutung beraubt. „Gepriesen sei der Name Gottes“ ist es eine ehrfürchtige, tiefe Aussage und kein leeres Schlagwort, nur um „Nichts“ zu sagen. Dasselbe gilt aus meiner Sicht auch für „Wenn der Messias kommt wird alles gut“.

Beide Ausdrücke – „Gepriesen sei der Name Gottes“ und „Wenn der Messias kommt, wird alles gut“ – dienen nicht selten als Ausflucht. Sie werden dann verwendet, wenn auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene keine Antworten mehr gefunden werden oder man einer klaren Stellungnahme lieber aus dem Weg geht. Vor einigen Tagen begegnete mir in unserer Redaktion in Jerusalem eine freundliche Dame aus der Schweiz. Sie hatte an mehreren Gebetskreisen teilgenommen, in denen für Israels Sieg im Krieg und eine baldige Erlösung gebetet wurde. Ihre Hoffnung war aufrichtig – und doch blieb eine gewisse Hilflosigkeit spürbar. Solange der Messias nicht gekommen ist, bleibt die Welt zerbrochen. Das wissen wir. Aber es gibt ein Ziel, auf das wir hoffen – und auf das wir auch hinarbeiten sollten. Denn wie gehen wir als gläubige Menschen im Alltag mit dieser Spannung um? Gebet ist kraftvoll – daran glaube ich zutiefst. Aber Gebet allein reicht nicht. Der Glaube verlangt nicht nach Passivität, sondern nach gelebter Verantwortung. Die Realität muss auch mutig und aktiv gestaltet werden – im Gebet und im Handeln.

Israelis beim „Pessach-Seder“ am ersten Abend des achttägigen Pessach-Festes in Mishmar David, Zentralisrael. 12. April 2025. Foto: Nati Shohat/Flash90.

Menschen, die einzig „auf den Messias warten“, ohne sich ernsthaft und realistisch mit der Situation im Land auseinanderzusetzen, neigen oft zu simplen Antworten: „Jesus kommt wieder – er wird alles richten.“ Was bis dahin geschieht, scheint ihnen zweitrangig. Doch so einfach ist es nicht. Die Wiedergeburt des Staates Israel vor 77 Jahren war nicht nur das Ergebnis von Gebeten und dem Ruf „Gepriesen sei der Name Gottes“. Sie wurde auch durch mutiges, konkretes und politisch verantwortungsvolles Handeln ermöglicht. Gebet und Tat gehören zusammen. Wer das eine ohne das andere lebt, greift zu kurz – damals wie heute. Gerade deshalb ist es so wichtig, auch die politische Realität Israels nüchtern einordnen und erklären zu können. Doch oft fällt genau das schwer. Dieselben Menschen, die die Komplexität scheuen, haben erstaunlich schnell ein klares Urteil parat: Hier die „guten Israelis“, dort die „bösen“. Diese pauschalen Einteilungen helfen weder dem Land noch dem Verständnis für seine Herausforderungen – im Gegenteil: Sie führen in die Irre und verhindern echte Solidarität.

In den Augen mancher christlicher Medien und Werke gehören die Demonstranten, die Woche für Woche für die Freilassung der Geiseln auf Israels Straßen protestieren, automatisch zu den „Bösen“. Sie gelten als Feinde der Regierung – als „Bibis Gegner“. Diese Darstellung wird vielerorts bewusst vermittelt und weiterverbreitet. Aus dieser Perspektive sind alle Demonstrierenden automatisch links, regierungsfeindlich und darauf aus, die rechtsreligiöse Regierung zu stürzen. Doch das entspricht schlicht nicht der Realität – und ich habe darüber bereits mehrfach geschrieben.

Familienangehörige israelischer Geiseln in Gaza und Unterstützer beten am 30. März 2025 vor dem Haus des Ministers für strategische Angelegenheiten Ron Dermer in Jerusalem für die Freilassung der Geiseln in Gaza. Foto: Chaim Goldberg/Flash90.

Ich kenne viele Israelis, die politisch rechts stehen und trotzdem demonstrieren – nicht, weil sie einen Regierungswechsel anstreben, sondern weil sie die Geiseln lebendig zurückholen wollen. Einer meiner Söhne nimmt gemeinsam mit seinen Kameraden alle sechs Wochen an den Protesten in Tel Aviv teil. Sie alle kennen jemanden, der noch immer im Gazastreifen in Gefangenschaft ist. Sie halten dort Wache, gemeinsam mit dessen religiöser Mutter – einer Frau, die mit „links“ nun wirklich nichts am Hut hat. Keiner der jungen Reservisten ist ein „Linker“, keiner ist „böse“, und keiner will Bibi stürzen. Und doch werden sie von bestimmten christlichen Kreisen genau so dargestellt – das ist schlicht absurd.

Natürlich gibt es unter den Demonstrierenden auch extreme Stimmen, die tatsächlich einzig das Ziel haben, Netanjahu zu stürzen – und ja, diese Menschen regen mich auch auf. Doch ebenso gibt es auf der anderen Seite radikale Rechte, die am liebsten „das gesamte linke Justizsystem hinrichten“ würden. Extreme gibt es auf beiden Seiten. Und wer differenziert hinsieht, erkennt: Es geht hier um weit mehr als nur politische Lagerkämpfe – es geht um Menschen, Schicksale und die Zukunft eines Landes.

Menschen haben ganz unterschiedliche Vorstellungen vom jüdischen Staat Israel – und genau darin liegt eine der großen Herausforderungen: diese Gegensätze zu überbrücken. Nicht selten habe ich den Eindruck, dass manche christlichen Medien ihre Leser vor allem mit dem füttern, was diese ohnehin schon glauben oder hören wollen. Dazu gehört oft auch eine übertriebene Dramatisierung der Lage: Alles wird sofort ins Endzeit-Szenario hochgezogen – Boom! Alarm! Jetzt geht’s los! Dieses Muster kenne ich nur zu gut – schon in den 1990er-Jahren, während der Oslo-Abkommen, war es präsent. Und spätestens zur Jahrtausendwende, als das Y2K-Phänomen die Welt in Aufruhr versetzte, herrschte erneut apokalyptische Stimmung: Viele waren überzeugt, das globale System stünde kurz vor dem Kollaps. Auch Jesus – so versicherten mir damals etliche Freunde – werde nun sicher zurückkehren. Doch nichts dergleichen geschah. Denn Gott hat seine eigene Zeit. Ja, Glauben und Vertrauen sind zentral – aber bitte mit Maß und Bodenhaftung. Glauben heißt nicht: durchdrehen.

Und sobald wir es wagen, die aktuelle Regierung zu kritisieren, wird uns das von manchen sofort übelgenommen – als hätten wir uns gegen „Gottes Gesalbten“ gewandt. Doch das ist nicht der Fall, und mit Gottes Berufung hat das herzlich wenig zu tun! Die politische Realität in Israel ist weitaus komplexer, als es sich viele gläubige Christen im Ausland vorstellen. Für sie ist das Weltbild oft simpel: Bibi ist gut – seine Gegner sind böse. Wenn ich als Chefredakteur versuche, diese Komplexität differenziert darzustellen, ernte ich regelmäßig heftige Reaktionen. Für einen lieben „Glaubensbruder“ namens Michael aus der Bundesrepublik Deutschland bin ich plötzlich zu „links“. Für andere wiederum zu „rechts“. Offenbar hängt die Wahrnehmung unserer Arbeit stark davon ab, welche Brille man gerade trägt. Vor wenigen Tagen erhielte ich ein Mail, in dem IsraelHeute kritisiert wird „das israelische Vorgehen nicht kritisch beleuchtet“ zu haben. Zu rechts! „Ist das Vorgehen im Gaza tatsächlich (!) lupenrein und in allem gerechtfertigt?“

Wir scheuen uns nicht vor Kritik – im Gegenteil. Doch viele Menschen lesen nur das, was in ihr eigenes Weltbild passt. Und ja, ich verstehe: Wir können nicht jeden Leser gleichzeitig zufriedenstellen. Objektivität ist ein Ideal, das wir nicht vollständig erreichen können – und ich habe nie etwas anderes behauptet. Aber unser Ziel ist es, zum Denken anzuregen. Wir möchten helfen, die komplexe Realität Israels – und die des gesamten Nahen Ostens – differenzierter zu erfassen.

Der Fall Israel ist alles andere als einfach. Deshalb kommen bei IsraelHeute bewusst verschiedene Stimmen zu Wort – nicht nur meine eigene. In vielen christlichen Kreisen ist das ungewohnt, denn dort spricht oft nur „der Leiter“ und gibt den Ton an. Für manche Christen scheint der Umgang mit Israel einfach zu sein: „Gepriesen sei der Name Gottes“ oder „Wenn der Messias kommt, wird alles gut“ – und schon ist das Thema theologisch abgehandelt. Doch was geschieht in der politischen Zwischenzeit? Nichts zu tun, nur zu warten – das ist keine Lösung. Es stimmt zwar: Wer nichts tut, macht keine Fehler. Aber gerade das Nichtstun ist oft der größte Fehler.

Nicht nach rechts und nicht nach links – biblische Orientierung in polarisierten Zeiten. „Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Urteil, das sie dir sagen, sollst du handeln. Du sollst nicht abweichen von dem, was sie dir verkünden – weder zur Rechten noch zur Linken.“ (5. Mose 17,11) Inmitten eines der politisch zerrissensten Kapitel in der Geschichte des modernen Israel entfalten diese alten Worte eine bemerkenswerte Relevanz. Ursprünglich richtete sich diese Anweisung an das Volk Israel – es sollte die Urteile des höchsten Gerichts akzeptieren, selbst wenn diese der eigenen Vernunft oder tiefsten Überzeugung zu widersprechen schienen.

Übertragen wir diesen Vers in unsere Zeit, stellt sich die Frage: Was bedeutet es heute, „nicht nach rechts oder links abzuweichen“ – in einem Land, dessen politisches Leben sich fast sprichwörtlich entlang dieser beiden Pole aufreibt? Die Rechte betont Sicherheit, jüdische Identität, territoriale Unversehrtheit. Die Linke pocht auf Gleichheit, Menschenrechte, Diplomatie und soziale Gerechtigkeit – so zumindest ihr Selbstverständnis. Doch der Bruch geht tiefer: Oft sieht sich jede Seite nicht nur als politisch anders, sondern als moralisch überlegen. Die Entscheidungen der Gegenseite gelten nicht mehr als „falsch“, sondern als gefährlich. Die einen sprechen von einer „Bibi-Sekte“, die anderen von einer „Anti-Bibi-Sekte“. Die Folge: Das Volk ist entzweit.

Das Volk ist entzweit. Menschen nehmen an einer Kundgebung gegen Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Regierung am Habima-Platz am 7. April 2025 teil. Foto von Tomer Neuberg/Flash90.

Gerade hier bringt der biblische Vers eine notwendige und heilsame Erinnerung: Es gibt eine höhere Ordnung, eine moralische Instanz, die über jeder Parteizugehörigkeit steht. Gottes Wort weist auf eine gemeinsame Grundlage – auf Recht, Ethik und göttliche Weisung, die nicht von Stimmungen, sondern von Verantwortung getragen ist. Dabei sagt die Bibel nicht, dass rechts oder links von sich aus falsch wären. Vielmehr zeigt sie auf etwas, das über beiden Lagern steht: Einen verbindenden Rahmen, in dem Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden können, ohne dass das gemeinsame Fundament zerbricht. Eine Mitte, die nicht beliebig ist, sondern tragfähig und die Menschen im Volk verbindet. Kein neutraler Ort, sondern ein heiliger Raum, in dem Wahrheit, Gerechtigkeit und Einheit zusammengehören.

Liebe Leser, auch Israel macht Fehler – sowohl auf der Rechten als auch auf der Linken. Das war schon zu biblischen Zeiten so, und das Volk wurde immer wieder zur Umkehr gerufen. Deshalb gilt heute wie damals: Richtet weniger – liebt mehr. Seid nicht nur empört über die Linken oder nur enttäuscht von den Rechten. Liebt das Volk als Ganzes – so, wie Gott es erwählt hat: als ein Volk, das trotz aller Widersprüche in seiner Einheit vor Ihm besteht.

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Patrick Callahan

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11 Kommentare zu “„Hallo, wenn der Messias kommt, wird alles gut“”

  1. Harald Klingelhöfer sagt:

    Liebes Israel Heute-Team,
    Israel liegt uns/mir sehr am Herzen, als Christ, stehe ich an Israels Seite.
    Ja manchmal hat man einen verklärten Blick auf Israel und seine Situation und ist auch einseitig in der Einschätzung und Beurteilung der Lage, des Konfliktes. Aber ich bin froh, dass ich Nachrichten direkt aus Israel bekomme und nicht nur zurückgreifen muss auf unsere (Mainstream)-Medien oder den ÖRR (ARD/ ZDF). Denn da steht nichts „Verklärtes“, sondern die einseitige Berichterstattung, hat überwiegend einen Schuldigen, das ist Israel und natürlich die Regierung Netanjahu. Dabei finde ich als Außenstehender, seine Arbeit nicht schlecht, ich glaube er meint es ehrlich, er möchte auch das alle noch verbliebenen Geiseln sofort freikommen. Vielleicht denke ich da zu einfach, aber als Staatspräsident hat er auch Verantwortung, für das ganze Volk und muss diesbezüglich alles tun, natürlich nicht er alleine, für den Schutz des Volkes. Eine wirklich herausfordernde Aufgabe. Ich bete täglich für die Freilassung der Geiseln, die so sehr leiden unter den Unmenschen im Gazastreifen, jeder Tag für ist für sie ist ein Tortur. Mir ist es ein Anliegen das das jüdische Volk, Linke wie Rechte, Religiöse wie Säkulare, wieder mehr zusammen rückt und die Feindschaft durch Dialog überwindet. Ist es nicht so, dass der palästinensischen Hamas, ihrer einheimischen und westlichen Unterstützer, der Streit der Juden untereinander, eine große Freude ist. Es muss doch möglich sein engstirnige Weltbilder zu reformieren, das gilt für beide Seiten, sich gemeinsam zusammenzusetzen und einen gemeinsamen Plan zu entwickeln wie man dem Erzfeind am besten begegnet. Mir ist klar, das ist nur mit Gottes Eingreifen möglich, trotzdem ist jeder Versuch um Versöhnung ein guter Schritt. Manchmal frage ich mich auch warum Gott nicht eingreift, für Ihn wäre es ein Kleines.

    Es gäbe noch so viel zu sagen, aber das würde niemand lesen wollen.

    Als Christen befinden wir uns in der Karwoche, wir denken an den Kreuzestod Jesu, der meine Schuld trug, wie auch die der der ganzen Welt, aber dabei blieb es nicht, Gottseidank kam/ kommt Ostersonntag der Tag der Auferstehung Christi, Gott der Vater hat Ihn seinen Sohn auferweckt. Das ist doch wunderbar, der Weg ist nun frei zum Vater, für uns alle, Juden wie Heiden, danke Herr Jesus!

    Wir wünschen Israel und dem jüdischen Volk auch ein frohes und bewahrtes Pessach-Fest.

    Ein herzliches Shalom Euch

  2. j-glaesser sagt:

    Für mich als (heidnischer) Christ ist der Tag an dem Jesus gekreuzigt wurde in diesem Jahr der 13. April und der Tag der Auferstehung der 15. April.

  3. brigit.baumann sagt:

    Ihr Juden habt echt eine dickte Haut! Das christliche Gedöns, die Arroganz und eine neue Form von Ersatztheologie sind oft unausstehlich. Ich bin aus dem Kuchen ausgestiegen und habe mich entschieden, den Rest meines Lebens mit den Juden zu gehen. Einfach so, dass es für Gläubige/Orthodoxe erträglich ist.

  4. repok sagt:

    Wie sieht das bei dir praktisch aus, liebe Birgit? Dieses“ mit den Juden gehen“? Toda raba Regina

  5. Johannes Stucki sagt:

    Danke Aviel Schneider für diesen verEINenden Artikel. Es ist ein riesen Geschenk Ihre Ansichten zu lesen. Sie bringen die richtigen Themen auf den Punkt und fordern zum Nachdenken.
    Danke an das ganze Team für eure unermüdliche Arbeit!
    Schalom alechem

  6. R K sagt:

    Immer wieder stelle ich fest, dass ich noch einiges dazu lernen kann. Wenn ich versuche mich in die Lage von Angehörigen der Geiseln zu versetzen, stelle ich fest das es so viel verschiedene Angehörige gibt. Da muss ich feststellen, dass mir es unmöglich ist, alle verschiedenen Beweggründe zu erfassen. Genauso ist es sehr schwer alle Beweggründe von Netanjahu zu kennen. Da möchte ich dann gar keine Entscheidung treffen müssen, auf welcher Seite ich bin. Wenn ich dann mit dem lebendigen Gott spreche bekomme ich oft Antworten, die mir früher nicht gefielen. Jetzt bin ich offener, Gottes Sicht zu erleben. So bekomme ich auch durch solche Artikel wie diesen einen immer besseren Blick auf Israel und Gott und mich und andere Menschen.

  7. j-glaesser sagt:

    @ R K
    Der 13. April ist der erste Pessach Tag – wo Jesus gekreuzigt wurde – und der 15. April der 3. Pessach Tag – wo Jesus auferstanden ist.
    Es gibt zwei Gruppen Christen – die eine Gemeinschaft bilden, die Juden und die Heiden (siehe Apostelgeschichte Kapitel 10 oder Apostelgeschichte Kapitel 15 Verse 22 bis 35).

  8. Danny sagt:

    Hallo Aviel,

    deine Worte sind wohlbedacht, versöhnlich und nüchtern. Wir Leben in verrückten Zeiten und dieselben Spaltungen von Völkern im eigenen Land sehe ich nicht nur in Israel, sondern auf der ganzen Welt. Manchmal denke ich mir das wir nicht weit von einem Bürgerkrieg sind. Wenn Innenpolitisch ja schon vieles falsch läuft, dann erst recht außenpolitisch. Würde sich jemand wundern wenn plötzlich ein globaler Krieg ausbrechen würde? Aber Jesus sagte uns, wir sollen uns nicht fürchten:

    Matthäus 24,6
    Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.

    Jesus spricht hier offensichtlich von globalen Kriegen (Weltkriegen) und keinen örtlichen militärischen Auseinandersetzungen. Wir hatten davon in der Geschichte der Menschheit zwei (1914 – 1918 und 1939 – 1945) und kurz darauf wurde der Staat Israel geboren, ein Wunder von Gott gewirkt. Der das Böse umkehrt zum Guten. Es muss geschehen spricht der HERR, und wenn der Sohn Gottes das sagt, dann müssen wir damit leben. Aber er sagt auch erschreckt nicht, fürchtet euch nicht! Warum?

    Johannes 16,33
    Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.

    Wenn wir diesen göttlichen Frieden haben, dann haben wir auch die Kraft liebevoll und besonnen auf unsere Mitmenschen zuzugehen und Ihnen Trost in schweren dunklen Stunden zu geben. Und uns nicht in verschiedenen Lagern egal ob rechts oder links gegenseitig zu beißen und fressen. Es gibt nur einen der wirkliche Einheit schaffen kann, das ist Jesus Christus, der in jedem wiedergeborenen Christen lebt! Nicht umsonst werden seine Kinder Friedensstifter genannt (Mat.5,9).

    Wünsche allen ein gesegnetes und schönes Pessachfest + Osterfest.

    Das Lamm Gottes wurde für meine Schuld geschlachtet,
    damit ich Befreiung und Erlösung finden konnte (Pessach).
    Er starb am Kreuz, Gott strafte ihn an meiner statt, für meine Schuld. Der Gerechte blieb aber nicht im Tod, er stand am dritten Tage auf und ihm folgend werde auch ich Leben, weil Jesus meine Hoffnung lebt!

  9. brigit.baumann sagt:

    Antwort auf Kommentar 4 Repok/Regina: Danke für deine Frage : ) Ich liebe das Wort des Allmächtigen mit all seinen Verheissungen für Israel, besonders in Torah, Propheten und Psalmen. Ich halte G tt diese Verheissung vor, laut! Wie eine Sekretärin: „Chef, du hast dein Versprechen noch nicht eingelöst!, dem Volk Israel gegenüber, den Siedlern, den unrechtmässig Inhaftierten, den Reservisten, den Traumatisierten, Geiseln etz. (nach Jesaja 62)!“ Von Orthodoxen Juden lerne ich viel. Alles hat in mir eine grosse Liebe für Sein Volk ausgelöst und den Wunsch ihm zu dienen. Ich leide mit Israel wegen aller Ungerechtigkeiten und bringe das Leid zum Vater – Schwerpunkt sind die modernen Pioniere (Siedler) im hart umkämpften Biblischen Kernland . Ab und zu kann ich in einer nahem Synagoge am Schacharit (Morgengebet) teilnehmen – der schönste Gottesdienst, da geht es nur um IHN der allein angebetet werden möchte und um sein Wort. Das Jüdische Gebetsbuch ist ein reicher Schatz von Wort G ttes und Leitfaden. Am Wochenmarkt habe ich einen Israelstand mit Datteln und Olivenöl aus einer Siedlung – möchtest du mehr wissen?

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