Guten Morgen Israel – Sicher in einer Siedlung              

Ein paar Worte über die Sicherheit in Siedlungen und natürlich das Wetter für heute in Israel

von Ayala Shalmayev | | Themen: Guten Morgen
Foto: Ayala Shalmayev

Boker Tov liebe Leser!

Wie ich Ihnen bereits erzählt hatte, wohne ich zusammen mit meinem Mann und unseren 5 Kindern in einer Siedlung nördlich von Modiin. Habe mir gedacht, dass ich Ihnen heute ein bisschen über die Sicherheit in einer Siedlung erzählen möchte.

Wir haben zurzeit mehrere Bauprojekte am Laufen in unserer Siedlung Na’ale. Die Bauarbeiter sind alles palästinensische Araber. Jeden Morgen in der Früh kommen ca. 200 palästinensische Bauarbeiter in unsere Siedlung, an manchen Tagen sogar etwas mehr. Unsere Siedlung ist von einem Sicherheitszaun umgeben. Der Sicherheitsdienst arbeitet rund um die Uhr. Da möchte ich noch hinzufügen, dass unsere Sicherheitsbeamten hauptsächlich Drusen aus dem Norden Israels sind. Ihre Muttersprache ist Arabisch, sie stehen dem Staat Israel loyal gegenüber und dienten zuvor in der Armee.

Es wird viel gebaut bei uns

Alle palästinensischen Bauarbeiter, welche in einer Siedlung arbeiten möchten, werden einem Sicherheitstest des Sicherheitsdienstes unterzogen. Nur nach gründlicher Überprüfung bekommen Sie eine Arbeitsbewilligung. Diese ist dann jeweils für ca. drei Jahre gültig. Wenn die Arbeiter morgens zu unserer Siedlung kommen, müssen sie am Eingang ihre Personalausweise abgeben – welche sie erst wieder bekommen, wenn sie am Abend die Siedlung verlassen. So wird u.a. vermieden, dass ein Arbeiter unauffällig in der Siedlung bleibt. Die Bauarbeiter sind unter ständiger Beobachtung. Für jede „Gruppe“ gibt es einen Sicherheitsbeamten, der die Bauarbeiter überwacht – natürlich bewaffnet. Es ist unmöglich für einen Palästinenser, sich frei in einer Siedlung bewegen zu können. Möchte z.B. eine Privatperson sein Haus renovieren, organisiert er die nötigen Bauarbeiter und wenn er selbst keine Waffe besitzt, muss er ebenfalls einen bewaffneten Sicherheitsmann organisieren, der die Arbeiter beim Eingang abholt und sie nicht mehr aus den Augen lässt, bis sie die Siedlung wieder verlassen. Ganz viele Familienväter (und auch ein paar Mütter!!) besitzen in Na’ale eine Waffe. Das ist ganz normal. Mehrere von ihnen verdienen sich so ihr Taschengeld, in dem sie neben der Arbeit auch immer wieder mal privat auf einer Baustelle die Arbeiter bewachen.

Wenn man in einer Siedlung wohnt, hat man das Recht eine Waffe zu beantragen. Natürlich muss man da noch ein paar Tests durchlaufen, bis man den Waffenschein bekommt. Mein Mann z.B. hat sogar zwei Waffen. Eine Private und eine von seiner Arbeit.

Wir lieben das Siedlerleben und könnten uns nicht sicherer fühlen! Unsere Kinder bewegen sich total frei, ohne dass wir uns Sorgen machen müssen. In eine Stadt z.B. kann ein Jeder unkontrolliert hineinkommen; das ist bei uns unmöglich. Somit hat man das stetige Gefühl der Sicherheit, das sich niemand in der Siedlung befindet, der nicht da sein sollte.

 

Und jetzt noch das Wetter für heute in Israel:

Es wird deutlich kälter. Fast überall kann es heute zu vereinzelten Regenschauern und Gewittern kommen. In den Wadis im Osten und Süden besteht die Gefahr von Blitzfluten. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 18 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Beersheva 15 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere zwei Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei –209.86 m unter dem Meeresspiegel.

Im Namen der Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen jetzt einen wunderbaren Mittwoch.

Schalom aus Jerusalem!

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