Israel Heute Morgen

Es ist schon wieder Freitag, nach gerade mal zwei Arbeitstagen erwarten wir heute Abend schon wieder den Shabbat. Ein paar Worte über die Wahl von Tel Aviv als Gastgeber des Eurovision Song Contest und von „Künstlern“ aus dem Ausland, die sich davon überreden lassen, Israel zu boykottieren.

von | | Themen: Guten Morgen, BDS

Guten Morgen liebe Leser!

Es ist schon wieder Freitag, nach gerade mal zwei Arbeitstagen erwarten wir heute Abend schon wieder den Shabbat. Man könnte sich fast daran gewöhnen. Denn der ganze September wird so weitergehen, ein paar Arbeitstage, dann Jon Kippur, dann ein Tag in der Redaktion und schon wieder ein verlängertes Wochenende. Einige Nachbarn haben schon jetzt mit dem Bau der Laubhütte begonnen für Sukkot, dem Laubhüttenfest, das in etwas mehr als einer Woche beginnen wird. Und dann sind auch schon wieder Schulferien, eine ganze Woche lang.

Da bei uns zuhause der Kühlschrank wegen der Feiertage noch immer überfüllt war, brauchte ich für dieses Wochenende kaum etwas einkaufen. So habe ich bereits gestern einen sehr kleinen Einkauf gemacht, was mir den Gang zum Supermarkt am Freitag ersparte. Nur habe ich daher keine Zeitung für das Wochenende kaufen können. Das werde ich nach dem Schreiben dieser Zeilen noch machen, denn ein Wochenende ohne die dicke Freitagszeitung geht nicht. Das gehört einfach zum Wochenende.

Das Wetter ist in den letzten Tagen sehr angenehm, es hat sich leicht abgekühlt, in Jerusalem werden die Temperaturen heute sogar unter der 30 rad Marke bleiben. Das ist doch schon mal was. In Modiin werden wir bei bis zu 31 Grad doch noch etwas schwitzen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teils bewölkt bis heiter mit einem Rückgang der Temperaturen, die nun der Jahreszeit entsprechen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 32 Grad, Eilat am Roten Meer 37 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere zwei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.31 m unter dem Meeresspiegel

Nun findet die Eurovision 2019 tatsächlich in Tel Aviv statt. Ich weiß, dass sich viele von Ihnen nicht unbedingt für diese Veranstaltung interessieren, aber für ein kleines Land wie Israel ist eine Veranstaltung wie der Eurovision Song Contest, der zigtausende von Touristen in das Land bringen wird, von großer Bedeutung. Das bringt nicht nur Geld in die Kasse, sondern ist auch eine Gelegenheit, den Besuchern das Land Israel zu präsentieren. Es ist eine Gelegenheit, das wahre Israel zu zeigen und die vielen negativen Vorteile abzubauen, die es in Bezug auf Israel gibt.

Vor ein paar Tagen wurde ein Brief veröffentlicht, den um die 140 europäische Künstler unterschreiben haben. In dem Brief wird zu einem Boykott der Eurovision in Israel aufgerufen. Ich habe mich sehr über diesen Brief geärgert. Andererseits musste ich auch lächeln. Ich fragte mich, wie einfach es doch sei, sich von falschen Informationen blenden zu lassen. So haben sich die jungen Sängerinnen Lorde und Lana del Rey von BDS-Anhängern zu einer Absage ihrer in Israel geplanten Konzerte verleiten lassen. Wenn man dann ihre Begründungen dafür hört, wird einem klar, dass sie eigentlich keine Ahnung haben, über was sie da sprechen. Lana del Rey wolle zum Beispiel erst nach Israel kommen, wenn sie auch in “Palästina” vor ihren Fans auftreten könne. Dabei stellte ich mir vor, wie wohl ein Konzert in Gaza aussehen würde. Mir ist klar, dass die meisten “Boykotteure” Israels keine Ahnung haben, wie es hier bei uns aussieht. In der israelischen Öffentlichkeit werden diese Kontertabsagen auch recht gleichgültig aufgenommen, abgesehen von der Forderung nach der Zurückgabe des Geldes für die Konzertkarte.

Als Netta die Eurovision im Mai gewann sagte sie: “Nächstes Mal in Jerusalem!” Ich war mir sicher, dass nur Jerusalem als Austragungsort in Frage käme, so woe schon bei den letzten beiden Male, 1979 und 1999. Auch vor der Eurovision 1999 wurde über die Proben am Shabbat gestritten. Doch am Ende lief alles auf die beste Art und Weise “über die Bühne”. Ich arbeite zu der Zeit am israelischen Fernsehen und war mit an den Vorbereitungen beteiligt. Als Belohnung dafür durften wir dann der Generalprobe beiwohnen, die am Shabbat stattfand.

Netta gewinnt den Eurovision Song Contest, “nächstes Mal in Jerusalem!”

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ist es eigentlich gar nicht so schlecht, dass der Wettbewerb auch mal in Tel Aviv stattfindet. Ein Land, das schon mehrmals Gastgeber des Wettbewerbs war, kann auch mal eine weitere Stadt präsentieren. Und ich muss zugeben, dass Tel Aviv für die Eurovision, so, wie ihr Charakter heute ist, auch besser zu Tel Aviv passt. So kann ich mich auch den Worten des Bürgermeisters von Tel Aviv, Ron Huldai, anschließen. Tel Aviv ist eine Stadt mit pulsierender Energie und Freiheit. Ich bin mit sicher, dass es eine tolle Eurovision werden wird mit sehr vielen Besuchern aus dem Ausland, die sich in Tel Aviv und Israel verlieben werden.

EXPO Tel Aviv, hier wird der Song Contest stattfinden (Foto: Flash90)

WIe Sie hier rechts auf der Seite sicher sehen, ist unsere neue Oktober-Ausgabe von Israel Heute nun auch in digitaler Form zugänglich. Ich persönlch lese die Zeitungen meistens in digitaler Form auf meinem Handy oder dem Computer. Auch ist die digitale Ausgabe noch vor der Druckausgabe erhältlich. Viel Spaß beim Lesen

Und nun wird es Zeit, sich auf das Wochenende und den Shabbat vorzubereiten. Schalten auch Sie einen Gang runter und freuen Sie sich auf ein hoffentlich ruhiges und entspanntes Wochenende. Und natürlich einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut

Shabbat Shalom aus Jerusalem!

Dov

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