Guten Morgen Israel – Jehiye beseder, alles wird gut!

Mit der Zeit nimmt man es hier nicht ganz so genau wie in der Schweiz, doch am Ende wird alles gut

von Ayala Shalmayev | | Themen: Guten Morgen
Naale
Foto: Ayala Shalmayev

Boker Tov liebe Leser!

Heute darf ich Sie zu einem neuen Tag begrüßen. Ich wurde in der Schweiz als Tabea in eine christliche Familie hineingeboren. Meine Eltern haben uns Kindern die Liebe zum Volk und Land Israel sozusagen in die Wiege gelegt. Als ich 18 Jahre alt war, ging ich für sieben Monate in einen Kibbutz und kehrte danach immer wieder nach Israel zurück und bereiste das Land mit Freunden und Geschwister. Auf meiner 6. Israelreise habe ich mich dann in einen jüdischen Israeli verliebt. Wir haben geheiratet und lebten für mehrere Jahre in der Schweiz. In dieser Zeit bin ich auch zum Judentum konvertiert und den jüdischen Namen Ayala angenommen. Zwei Monate nachdem unser 4. Kind geboren wurde, machten wir Aljyah. 3 Jahre später ist dann noch das 5. Kind geboren. Nun leben wir bereits seit 6 ½ Jahren in Israel.

Nachdem wir das erste Jahr in Modiin gelebt haben, sind wir in die Siedlung Na´ale, welche eine viertel Stunde nördlich von Modiin liegt, gezogen. Der Wunsch nach einem Eigenheim wurde immer größer. Da wir in unserer Siedlung unser Zuhause in Israel gefunden haben und dort seit Jahren fleißig gebaut wird, unterschrieben wir einen Kaufvertrag nur wenige Wochen, nachdem sie mit dem Bau dieser Häuser angefangen haben. Wir haben so einiges erlebt was das Bauen in Israel betrifft.

 

Alles wird gut

Während der gesamten Bauzeit haben wir von Bauleiter und Bauarbeitern immer wieder den Satz: „macht euch keine Sorgen, alles wird gut“ gehört. Bis ich irgendwann erwiderte, dass gerade dieser Satz mich beunruhigt! Unpassend fand ich z.B. diese Antwort als ich einen Arbeiter darauf aufmerksam machte, dass in der Küche in einer Ecke (von zwei Außenwänden) der Winkel nicht wirklich 90 Grad sei. Er fügte dann dem Satz noch hinzu: „schlussendlich“, werde alles gut.

Auch stand zum Beispiel eine Wand zwischen Küche und Wohnzimmer, obwohl wir im Voraus gesagt haben, dass wir diese nicht wollen. Die Antwort von einem Bauarbeiter: „Ja, ist ja kein Problem diese Wand wieder abzubrechen.“ Dann wurden falsche Türen eingebaut, aber auch das war natürlich kein Problem, diese wieder auszuwechseln. Ein bisschen stutzig gemacht hat uns eine kaputte Keramikplatte an der Wand in einem der Badezimmer: die ist ja nicht an der Wand zerbrochen, was heißt, sie wurde, obwohl sie zerbrochen war, doch noch an der Wand befestigt.

Dass alle Steckdosen in der Küche auf verschiedenen Höhen waren, hat uns dann schon gar nicht mehr allzu sehr erstaunt. Aber auch das wurde auf unser Drängen selbstverständlich repariert. Mein Mann ist mind. 2x die Woche auf der Baustelle und überprüft Schritt für Schritt. Da unser neues Zuhause nur ca. 200 Meter vom jetzigen liegt, ist es etwas einfacher den Arbeitern auf die Finger zu schauen.

Aber wieso sollten wir uns auch sorgen! Hakol jehiye beseder, alles wird gut, ist einer der ersten hebräischen Sätze, die man hier im Land lernt. Und nun freuen wir uns auf den bevorstehen Umzug, welcher ca. im Juni stattfinden wird. Ursprünglich wurde uns September 2019 mit Hoffnung auf Sommerferien 2019 versprochen. Dass es nun doch eher Juni 2020 wird, ist ja völlig im Rahmen, schließlich nimmt man es hier mit der Zeit nicht so genau wie in der Schweiz.

Sonnenuntergang

Blick von Na´ale auf Tel Aviv

Und jetzt noch das Wetter für heute in Israel:

Meist bewölkt mit vereinzelten Regenschauern im Norden und Zentrum des Landes. Es bleibt für die Jahreszeit zu kalt. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 9 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Beersheva 15 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere zwei Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei –210.53 m unter dem Meeresspiegel.

Und nun wünsche ich Ihnen zusammen mit meinen Kollegen von Israel Heute einen angenehmen Donnerstag.

Schalom aus Jerusalem!

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