Wochenlesung – אֱמֹר – Emor – Sage; 3. Mose 21,1 – 24,23; Hesekiel 44,15 – 31
Wann haben Sie zuletzt gespürt, dass Ihnen alles zu viel wird? Nicht weil das Leben schwerer geworden ist, sondern weil keine Grenzen mehr da sind? Wann wurde aus Erreichbarkeit Überforderung, aus Freiheit Unruhe, aus Möglichkeiten Orientierungslosigkeit? Warum sind so viele Menschen ständig beschäftigt und innerlich doch leer? Warum verlieren wir uns oft nicht an großen Krisen, sondern an tausend kleinen Überschreitungen des Alltags? Wir leben in einer Zeit, in der fast alles erlaubt, fast alles erreichbar und fast alles sofort verfügbar ist. Doch was, wenn nicht grenzenlose Offenheit unsere Stärke ist, sondern die Fähigkeit, Grenzen zu setzen? Was, wenn das „Nein“ manchmal heiliger ist als das „Ja“? Die Wochenlesung wirkt auf den ersten Blick wie eine Sammlung alter Vorschriften über Priester, Opfer und Feiertage. Doch in Wahrheit verbirgt sich darin eine hochaktuelle Weisheit für unsere erschöpfte Zeit: Ein Leben ohne Grenzen verliert Form. Ein Mensch ohne Grenzen verliert sich selbst.
Ein paar „Gedanken zum Schabbat“....
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Danke Anat Schneider
du hast mich auf den Boden zurück geholt.
In heutigen Leben wachsen wir mit den Gedanke alle freiheit der Welt zu besitzen.
Und merken nicht mehr dass auf unsere belibte Erde auch Grenzen gibt.