Während die Proteste im Iran vielerorts als möglicher Wendepunkt diskutiert werden, richtet sich der Blick der internationalen Öffentlichkeit meist auf Teheran. Doch die Erschütterungen reichen weit über die Hauptstadt hinaus – in Regionen, die seit Jahrzehnten von Repression, Konflikten und ungelösten nationalen Fragen geprägt sind.
Unser Korrespondent Edy Cohen hat mit Arif Bawejani aus Erbil in der Autonomen Region Kurdistan über die Verfolgung der Kurden gesprochen, die sowohl durch sunnitische als auch durch schiitische Machthaber begangen wird. Dazu über den Widerstand gegen das iranische Regime sowie die Frage, was am Tag nach einem möglichen Sturz der Herrschaft in Teheran folgen könnte. Bawejani sprach dabei auch über die – aus seiner Sicht – geheimen Pläne Ajatollah Chomeinis zur Zerschlagung des kurdischen Volkes sowie über die Verfolgung der Kurden durch sunnitische Regime, von Saddam Hussein bis hin zum heutigen faktischen Machthaber in Syrien, Abu Mohammed al-Dscholani.
Edy Cohen: Herr Bawejani, herzlich willkommen.
Arif Bawejani: Vielen Dank für die Einladung.
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Bald werden auch die Kurden einen eigenen Staat für ihr Volk haben. Gut, dass sie dem Terror inzwischen abgeschworen haben und sich die PKK auflöst. Schritt für Schritt kommt man so dem Ziel näher.