(JNS) Man kann kaum übersehen, wie groß die Freude in manchen Medien über Berichte war, dass US-Präsident Donald Trump Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während eines Telefonats angeblich beschimpft haben soll. Was für ein Spektakel! Ein Großteil der Berichterstattung stützte sich auf anonyme Quellen – und diese Quellen haben jedes Interesse daran, Ton, Inhalt und Bedeutung des Gesagten zu übertreiben.
Die beiden „Bösewichte“ der internationalen Vorstellungswelt – auf öffentlichen Plätzen in Effigie verbrannt, in den Medien verteufelt und in politischen Debatten verurteilt – sind plötzlich die Stars eines neuen Dramas. Der größere Bösewicht rügt den kleineren und sagt ihm genau das, was ein Großteil des Publikums hören möchte: „Alle hassen dich. Ich hab’s dir gesagt.“
Doch schauen wir auf die Fakten.
Trump drängte Netanjahu dazu, einen Waffenstillstand zu akzeptieren, den Iran zur Vorbedingung für jegliche diplomatische Gespräche gemacht hat – und akzeptierte dabei offenbar die Versprechen der Ayatollahs für bare Münze. Doch seit dem 2. März, als der von Iran gesteuerte Krieg begann, hat die...
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