Wer mit der ultraorthodoxen Lebensweise nicht vertraut ist, weiß vielleicht nicht, was die beiden Worte „Bein Hasmanim“ bedeuten. In der Welt der Jeschiwot wird das Jahr in „Smanim“, also Lernzeiten, eingeteilt, zwischen denen die Ferienzeiten liegen. Die längsten und bedeutendsten Ferien beginnen nach Tischa beAw und dauern bis zum Beginn des Monats Elul. Dann kehren die Jeschiwa-Schüler in die Lehrhäuser zurück, und die „Elul-Zeit“ beginnt – jene Zeit, die zu den Hohen Feiertagen hinführt. Für einige Wochen machen Jeschiwa-Schüler, verheiratete Tora-Studenten und Familien Urlaub, und Israel verändert ein wenig sein Gesicht.
Der See Genezareth füllt sich, Naturschutzgebiete und Parks sind überfüllt, Familien gehen auf Ausflüge, und Gruppen junger Leute ziehen hinaus ins Gelände, ausgestattet mit Essen, Getränken und natürlich einem Grill. Es scheint, als würde in dieser Zeit beinahe jedes Stück Rasen, jedes Wäldchen oder jede Straßenkreuzung, neben der sich ein Platz findet, um einen Tisch und ein paar Stühle aufzustellen, zu einem streng koscheren Picknickplatz.
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So sieht es teilweise bei uns im park vor unserem Haus hier in Hamburg auch aus. Die meisten räumen auf nach dem feiern und grillen, aber nicht alle. Früher kannten wir das nicht in diesem Ausmaß. Wenn wir aber in ländlichen Gebieten mit mehr Eigentumsverhältnissen unterwegs sind, ist alles sauber. Der Unterschied ist sehr auffällig.
Das Problem ist, dass niemand zur Verantwortung gezogen wird. Mit Appellen an den Anstand kommt man nicht sehr weit. Würde die Stadtverwaltung wie in Singapur schärfer handeln, würde sich das Problem leichter lösen lassen – in Deutschland wie in Israel.