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Am entscheidenden Scheideweg im Krieg gegen Hamas

IDF-Chef Eyal Zamir mahnt zur Wachsamkeit und betont die historische Bedeutung der nächsten Schritte.

Der Stabschef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Eyal Zamir, trifft sich am 30. September 2025 mit Soldaten im Gazastreifen. Foto: IDF.

Generalstabschef Eyal Zamir hat bei einem Besuch der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen von einer „einzigartigen Realität“ gesprochen, in der sich Israel derzeit befinde. Er bezeichnete den Krieg gegen die Terrororganisation Hamas als einen „entscheidenden Scheideweg“, an dem die nächsten Schritte weitreichende Konsequenzen haben werden.

Zamir würdigte den Mut und die Entschlossenheit der Soldaten, die seit Monaten in Gaza operieren. Gleichzeitig warnte er, die Gefahr dürfe nicht unterschätzt werden. Hamas sei nach wie vor in der Lage, Angriffe auszuführen, und daher seien Konzentration, Geduld und Durchhaltevermögen von größter Bedeutung. Nur so könne das Ziel erreicht werden: die Rückkehr der Geiseln und die Zerschlagung der militärischen Strukturen der Terrororganisation.

Der Generalstabschef machte zudem deutlich, dass die Armee ihre Operationen so anlege, dass sie der politischen Führung den notwendigen Handlungsspielraum sichere. Die IDF müsse in der Lage sein, auf unterschiedliche Entscheidungen der Regierung flexibel zu reagieren. Damit unterstrich er, dass der militärische Einsatz nicht isoliert betrachtet werden könne, sondern im größeren strategischen und politischen Zusammenhang stehe.

Am selben Tag gab die IDF außerdem bekannt, dass am 9. September Muhammad Rashid Muhammad Masri, ein Kompaniekommandeur der Nukhba-Einheit im Hamas-Bataillon von Beit Hanoun, bei einem gezielten Schlag getötet worden war. Masri hatte am 7. Oktober 2023 beim Massaker israelisches Gebiet infiltriert und war später, am 19. April 2025, an einem Angriff in Beit Hanoun beteiligt, bei dem Oberfeldwebel G’haleb Sliman Alnasasra getötet und drei weitere Soldaten schwer verwundet wurden. Der Vorfall zeigt, dass Israel parallel zu den großangelegten Operationen im Gazastreifen weiterhin gezielt die Führungsebene von Hamas ausschaltet.

Zamir erinnerte die Truppen daran, dass der Krieg zwar bedeutende Fortschritte gebracht habe, aber noch nicht entschieden sei. Angriffe auf israelische Einheiten in den vergangenen Wochen zeigten, wie wichtig erhöhte Wachsamkeit bleibe. „Wir dürfen den Feind nicht unterschätzen“, mahnte er und forderte die Soldaten auf, die kommenden Etappen mit voller Aufmerksamkeit und Ausdauer anzugehen.

Mit seinen Worten machte der Generalstabschef deutlich, dass Israel in einer Phase steht, die über den Verlauf des gesamten Krieges entscheiden kann.

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Patrick Callahan

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