An sich nichts Ungewöhnliches. Der Regen prasselte derart heftig nieder, dass sie Schutz in ihren Autos suchen mussten. Als sich der Himmel dann beruhigte und sie zum Grabungsplatz zurückkehrten, standen sie vor einer freigespülten Weinpresse. Ella Nagurski von der israelischen Altertumsbehörde: „Wir hatten Sorge, dass der zwanzigminütige Wolkenbruch unsere Arbeit von sechs Wochen zunichte machen würde. Aber wir hatten uns geirrt. Das Wasser hat eine 1500 Jahre alte Kelter freigelegt.“
Der israelische Wein hat eine lange Geschichte. Dies wird immer wieder bei Grabungen im Land deutlich. Besonders in byzantinischer Zeit blühte die Weinindustrie in Israel, unter anderem wegen des liturgischen Weingebrauchs im Christentum. Aus dieser Zeit wurden im Land bereits zahlreiche Weinpressen ausgegraben, darunter einzigartige Exemplare mit farbigen Mosaikböden. Solche finden sich in Bat Ein und in Gusch Etzion, bei der Kirche Johannes des Täufers in Ein Karem und in Samaria. Auch in Israels Wüsten sind Weinpressen und Weinterrassen in den trockenen Flussbetten in der Nähe byzantinischer Ortschaften gefunden worden....
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