Zwei unverkennbare Gruppen von Arbeitern sind an dem Projekt der Erschaffung eines neuen Judentums beteiligt, nämlich zum einen die Ex-Orthodoxen und zum anderen die „erneuerten“ Juden. Um die erste Gruppe zu verstehen, sind die Beobachtungen von Rabbiner Menachem sehr hilfreich. Seiner Meinung nach liegt es hauptsächlich an unzulänglicher religiöser Bildung bzw. Erziehung. Viele sind in dem Sinne erzogen worden, dass sich im Judentum alles nur um Bestrafung und Belohnung dreht. „Viele religiöse Juden messen ihrer Religiösität auf verschiedenen Ebenen, etwa der geistlichen, der moralischen und der ethischen Ebene, keine große Bedeutung zu. Sie verstehen sie vielmehr als eine tragische Existenz, ein Leben unter den Marotten eines launenhaften Gottes, auf den man auch verzichten könnte.“
Dann gibt es wiederum welche, die nicht glauben, dass die Thora, der Glaube an Gott, einen Wert hat. Sie sind nur mit ihren eigenen Begierden beschäftigt und haben für die wirklich frommen Juden, die nur so vor Heiligkeit strahlen, keinen Blick. Sie können all diese Thora-Schüler, die einen außergewöhnlichen...
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