Es war das Album „Desire“ (1976), ich hatte mir die Platte gewünscht. Alle neun Lieder, darunter „Hurricane“, „One more Cup of Coffee“, „Oh Sister“, „Sara“ und „Joey“ haben meinen musikalischen Horizont geprägt. Seine Musik, seine Lyrik und die kratzige Stimme haben mich fasziniert. Ich kaufte mir das Notenheft und spielte die Lieder auf der Gitarre. Von seinem Judentum habe ich anfänglich nichts gewusst. Bob Dylan hieß eigentlich Robert Allen Abraham Zimmermann. Er wurde am 24. Mai 1941 in Minnesota geboren. Seine Eltern waren Juden und Nachfahren deutscher-türkischer und ukrainischer Immigranten, die 1905 aus Odessa in die Vereinigten Staaten eingewandert waren. Mit 21 Jahren veröffentlichte der junge Dylan sein Debütalbum, überwiegend traditionelle Volkslieder, von ihm neu arrangiert.
Nach dem Misserfolg produzierte er sein zweites Album (The Freewheelin). Mit seinen ersten originalen Songs „Blowin in the Wind“, „Masters of War“, „Don´t Think Twice, its All Right“ schaffte er den Durchbruch. „Blowin in the Wind“ setzt sich mit rhetorischen Fragen auseinander und wurde später zu einer Anti-Kriegs-Hymne. Vor 15 Jahren platzierte die Musikzeitschrift Rolling Stone das Lied auf Rang 14 der 500...
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