Verteidigungsminister Avigdor Lieberman äußerte sich zu den erneuten Unruhen am Grenzzaun zum Gazastreifen am vergangenen Freitag. Dabei machte er die Hamas für die Unruhen verantwortlich. Einem Bericht des palästinensischen Gesundheitsministeriums sollen insgesamt 9 Bewohner des Gazastreifens durch Schüsse der israelischen Armee ums Leben gekommen sein, darunter auch ein arabischer Journalist.
„Alle Demonstranten nahe des Grenzzauns bekommen ein Gehalt von der Hamas“, sagte Lieberman in einem Interview Radiosenders Reshet Bet. „Diejenigen, die versucht haben, den Grenzzaun zu durchbrechen, sind alle Mitglieder der militärischen Armes der Hamas.“
Bezüglich des Journalisten, der bei den Unruhen ums Leben gekommen war, sagte Lieberman: „Das sind keine unschuldigen Menschen im Gazastreifen. Es gibt dort keine Demonstranten. Die Hamas hat dutzende Male Journalisten und Krankenwagen für Terroranschläge benutzt. Wer auch immer Drohnen über Soldaten der israelischen Armee fliegen lässt – wir werden kein Risiko eingehen. Wir haben jeden im Voraus gewarnt. Wir gaben auf Arabisch, Hebräisch und Englisch gewarnt. Wer auch immer sein Leben riskiert macht dies auf seine eigene Verantwortung.“
Die internationale Kritik gegenüber Israel bezeichnete Lieberman eine Heuchelei.
„In diesen Demonstrationen wird nicht zum Frieden aufgerufen. Keine hat über Koexistenz oder Wirtschaft gesprochen. In allen Reden ging es nur um die Zerstörung Israels und die Rückkehr der Flüchtlinge nach Tel Aviv, Haifa und Jaffa“, sagte Lieberman.
Brennende Reifen am Grenzzaun zum Gazastreifen„An diesem Wochenende sind hunderte von Menschen in Syrien, ermordet worden, darunter viele Frauen und Kinder. Und ich habe vom UNO-Generalsekretär noch nicht ein einziges Wort gehört, der Sicherheitsrat und die Arabische Liga haben keine Versammlung einberufen. Man muss die Realität verstehen, in der wir leben“, sagte der Verteidigungsminister weiter.
(Foto: Hadas Parush/Flash90)




